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 EU-Kommission will deutliche Verschärfung des Baglimits auf 2 Dorsche pro Angler und Tag

Das von der EU-Kommission geplante und vorgeschlagene Baglimit (weitere Artikel zum Baglimit am Ende des Artikels) für Dorsche in der westlichen Ostsee von 2 Dorschen pro Angler und Tag widerspricht nicht nur wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern würde auch massiv die bereits im starken Rückgang befindlichen Dienstleistungsangebote für Angler wie Angelkutter, Bootsverleih etc. schädigen.


  Hinweis

Am 15.10.2019 hat der Ministerrat der Europäischen Union das Baglimit für 2020 beschlossen. Alle Informationen dazu findest du im Artikel: Baglimit 2020 für Dorsch in der Ostsee.


Dass Jan Korte als aktiver Angler hier schneller und besser als andere, nichtangelnde Bundestagsabgeordnete die Problematik begreift ist daher fast logisch und auch lobenswert. Immer wieder setzte sich Jan für Angler, Angeln und Anglerschutz ein, Netzwerk Angeln berichtete mehrfach.

jan korte angeln1Jan Korte ist aktiver Angler. Fliegenfischen auf Meerforellen in Dänemark ist "sein Ding".

Jan Korte stelle daher an die Bundesregierung eine schriftliche Anfrage, wie sie dieses sowohl für Angler ungerechte und wissenschaftlich nicht haltbare Baglimit von 2 Dorschen verhindern will.
Aber auch, was die Regierung hier an Ausgleich für betroffene Betriebe plant, falls das so schlimm kommt wie befürchtet.

anfrage

Politik weiter als DAFV

Anscheinend ist hier die Politik (zumindest ein Teil der Opposition) auch weiter als der Deutsche Angelfischer-Verband DAFV. Obwohl der DAFV in seiner neuesten Veröffentlichung davon schreibt, wie Dienstleister der Angler durch das Baglimit geschädigt werden, fordern sie dazu noch eine 2-monatige Schonzeit auf Dorsch, die wissenschaftlich für Angler nicht haltbar ist (es ist nicht mal bekannt, wie viel Dorsch Angler in dieser Zeit fangen):

Eine mögliche Absenkung des Tagesfanglimits von 7 auf 2 Dorsche in der westlichen Ostsee führt in erster Linie dazu, dass die Intention von Anglern zum Angeln an die deutschen Ostseeküsten zu fahren, weiter sinken wird, was mit spürbaren Folgen für die regionale Wirtschaft verbunden sein wird. Eine Umsetzung der neusten Empfehlungen würde für viele Dienstleister im Angelsektor vermutlich das Aus bedeuten.

Der DAFV unterstützt die von der EU-Kommission beabsichtigte Einführung einer Laichschonzeit als sinnvolle Maßnahme. 

Dass niemand groß merkt, wenn der DAFV 2 Monate nicht arbeiten würde, das mag ja durchaus so sein und würde ich nie bezweifeln.

Wie der DAFV aber darauf kommt, dass es den hart arbeitenden Dienstleistern der Angler an der Ostsee möglich sein soll, 2 Monate ohne Arbeit und Einkommen klar zu kommen, das bleibt das Geheimnis des DAFV.

DANKE an Jan Korte und die LINKE

Daher kann man sich nur bei Jan Korte bedanken, der mit seiner Partei (Die LINKE) hier klar für Angler, Angeln und die Dienstleister der Angler an der Ostsee in die Bresche geht.

Im Gegensatz zum DAFV hat Jan eben als praktischer Angler auch die Kompetenz und Kenntnis von den Auswirkungen von solchen Einschränkungen für Angler, Angeln und die Dienstleister der Angler.

Netzwerk Angeln wird euch weiter auf dem Laufenden halten.


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Kommentare  

Jan ist ein engagierter Mann, bin gespannt, was für schwammige Antworten er bekommt
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