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Sobald die Wassertemperatur auf einstellige Werte fällt, wird Barschanglern warm ums Herz: Die beste Fangzeit für Barsche steht an!

In diesem Artikel lest ihr, wie man die Barsche sucht, findet und fängt!

Barschangeln in der kalten Jahreszeit - Die Karten werden neu gemischt!

Vermeintliche HotSpots an denen man über die Sommermonate immer wieder Barsche fangen konnte sind wie leergefegt. Was man auch probiert, es geht einfach nichts. Kein Biss, kein Barsch. Doch wer jetzt aufgibt, verpasst mitunter echte anglerische Sternstunden. Sobald die ersten Frostnächte übers Land gezogen sind und die Wassertemperatur in den einstelligen Bereich abfällt, ändern Barsche ihre Standplätze bzw. ihr Verhalten. Die in kleinen Gruppen stehenden, über das ganze Gewässer verteilten Barsche ziehen sich jetzt zu großen Schwärmen zusammen. Daraus folgt für Barschangler im Herbst und zu Beginn des Winters eine ganz einfach Regel: Wer diese Schwärme nicht findet, geht ohne einen einzigen Biss nach Hause. Wer jedoch einen großen Barsch-Schwarm erwischt, der erlebt Barschangeln vom allerfeinsten.

barschangeln herbstDoppelschlag: Wer die Barsche findet wird mit tollen Fängen belohnt.

Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis beim Barschangeln in der kalten Jahreszeit hatte ich mit meinem Freund und Netzwerk Angeln Kollegen Jean Fertig einst beim Barschangeln an einem großen Fluss. An einem kalten Novembertag mit eisigem Ostwind starteten wir bereits in der Morgendämmerung mit dem Boot um auf Barsche zu angeln. Wir waren trotz der ungemütlichen Bedingungen recht euphorisch. Jean hatte den ganzen Sommer über beim Feedern und auch beim Zanderangeln immerwieder gute Barsch Beifänge. Barsche waren also reichlich vorhanden. Wenn wir es jetzt ganz gezielt probieren würden, konnte das ja nur klappen. Nachdem wir zunächst eine ruhige Kehrströmung hinter einer Strömungskante intensiv, aber erfolglos beangelten, versuchten wir unser Glück an einer ins Wasser ragenden Landzunge. Hier würde es jetzt klappen, eine absolute Top-Stelle - hier steht immer Barsch. Doch wieder bekamen wir keinen einzigen Biss. Passt vielleicht die Köderfarbe nicht? Sollen wir vielleicht 2g leichter angeln oder vielleicht besser 3 Kurbelumdrehungen anstatt zwei machen?

Doch auch die Selbstzweifel und die damit verbundenen Versuche irgendwie anders zu angeln führten nicht zum Fisch. Unsere anfängliche Euphorie war sichtlich geschwunden und schlug in Ratlosigkeit um, als wir auch an den anderen vermeintlichen Topstellen keinen Barsch zu Gesicht bekamen. Als wir dann auch noch eine 300 Meter lange Spundwand Meter für Meter intensiv abklopften und selbst hier keinen Fischkontakt zu vermelden hatten, waren wir bereit aufzugeben. Es sollte dann heute einfach nicht sein. Jean sagte: Jetzt wirft jeder noch einmal raus in den Hauptstrom, und dann fahren wir rein. Mit einem viel zu leichten Bleikopf feuerte ich also meinen kleinen Gummifisch so weit es ging mitten in den Hauptstrom.

Während ich wartete dass der Köder irgendwann den Grund erreichte, durchfuhr ein Biss wie ein Stromschlag meine Rute. Ohne nachzudenken setze ich den Anhieb und tatsächlich, ich hatte einen Fisch dran. Am hektischen Schütteln konnte ich sofort erkennen, dass es nur ein Barsch sein konnte. Noch ehe ich den Fisch am Boot hatte, warf auch Jean seinen Gummifisch in die gleiche Richtung - um nur Sekunden später ebenfalls einen Barsch zu drillen.

barschangeln herbst gummifischEndlich - nach vielen Stunden der erste Barsch!

Die nächsten 2 Stunden erlebten wir Barschangeln wie man es sich nicht besser vorstellen konnte, nahezu jeder Wurf war ein Treffer. Wir mussten einen riesigen Barschschwarm gefunden haben. Es folgte Doppeldrill auf Doppeldrill. Egal welche Gummifischtypen wir montierten, egal welche Farben - sobald der Köder den heißen Bereich erreichte schlug es auch schon ein. Die herannahende Dunkelheit beendete dann diesen unglaublichen Angeltag. Geprägt von diesem Erlebnis, sieht Barschangeln in der kalten Jahreszeit bei uns mittlerweile deutlich anders aus als früher.

barschangeln winter jeanDa hat Jean gut lachen: Auch der ein oder andere kapitale Barsch war im Schwarm dabei!

Mit "Searchbaits" auf Barschsuche

Am Ende steht und fällt beim Barschangeln im Herbst alles mit der erfolgreichen Suche nach den Barschen. Für uns als Angler bedeutet das, dass wir möglichst schnell und effektiv große Wasserflächen absuchen müssen. Es macht keinen Sinn, Stellen stundenlang zu beackern – selbst wenn man sich sicher ist, dass hier doch Fisch sein müsste. Dabei darf man sich auch nicht von „offensichtlichen“ Hotspots aus dem Konzept bringen lassen.

barschangeln herbst spundwandDas gibts noch nicht - kein einziger Barsch an der Spundwand. Thomas Finkbeiner und Jean Fertig beim erfolglosen Barsche suchen an einem vermeintlichen Hot-Spot

Die Barsche können jetzt tatsächlich überall im Fluss stehen. Die Stellen an denen man Barsche findet unterscheiden sich häufig nicht von anderen Stellen oder zumindest ist es für uns Angler nicht erkennbar. Mit 5-6 Würfen einmal die Angelstelle abfächern, wenn nichts passiert, direkt weitergehen. Die Tage, und damit die Angelzeit sind im Herbst und Winter verdammt kurz, gerade wenn man eine längere Strekce vor sich hat, sollte man konsequent und konzentriert eine Stelle nach der anderen absuchen. Seine Effektivität kann man natürlich dadurch erhöhen, in dem man mit mehreren Anglern loszieht und so große Wasserflächen deutlich schneller absuchen kann.

barsch zockerNicht nur Gummi: Auch mit Zockern lassen sich erstklassig Barsche suchen - und fangen!

Es gibt einige Ködertypen die sich sehr gut als sogenannte "Searchbaits" eignen. Köder also, die sich weit werfen und relativ zügig angeln lassen. Die einfachste Form ist natürlich ein Gummmifisch mit einem schweren Bleikopf, doch man kann auch Zocker, Blinker, Bleikopf-Spinner, tieflaufende kleine Wobbler oder Spin-Jigs dafür verwenden.


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Welchen dieser Köder man zum Suchen verwendet ist tatsächlich gar nicht so entscheidend. Die Barsche stehen dicht beieinander, sobald irgendetwas "vermeintlich fressbares" in Reichweite ist, wird meist, dem Futterneid sei Dank, erstmal ziemlich hemmungslos attackiert.

Einen Barschschwarm ausangeln

Hat man dann endlich Barsche gefunden, kann man sich wieder auf das „gewohnte Angeln“ umstellen.

barsch auf gummifischDie Barsche sind gefunden: Jetzt kann man sie ganz gezielt beangeln.

Sobald man einige Barsche aus dem Schwarm gefangen hat, lässt die Beißfreudigkeit oft spürbar nach – hier kann man entgegenwirken in dem man variantenreich angelt. Wenn die Bisse auf Gummifisch nachlassen, kann man zunächst Form, Farbe und Jigkopfgewicht verändern. Sobald die Barsche darauf nicht mehr so gut reagieren, wechselt man den Ködertyp komplett und nimmt zum Beispiel einen Zocker, einen Blinker oder einen Bleikopfspinner.

Wenn dann irgendwann auch Blech keine Bisse mehr bringt, bleibt noch ein letzter Joker: Ein Drop Shot Vorfach mit einem Tauwurm, Blutegel oder Köderfisch als Köder.

barsch dropshot blutegelFunktioniert immer: Eine Naturköder (hier Blutegel) am Drop-Shot Rig.

Angeln auf Herbst-Barsche im Video

Einen typischen Angeltag auf Herbst-Barsche an einem großen Fluss haben wir auch in einem Film zum Thema festgehalten. Gute Unterhaltung!


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