750 teaser wps bund 2021

Netzwerk Angeln befragt Bundesparteien auch 2021 zu Anglern, Angeln und Anglerschutz.
Die Antworten veröffentlicht Netzwerk Angeln noch vor der Bundestagswahl. Die kompletten Fragen findet ihr nochmal im Anhang.

Es haben 6 von 7 angemailten Parteien geantwortet, dabei CDU und CSU gemeinsam.
Verbände und Organisationen mussten Fragen bei den Parteien auf Standardformularen mit vorgegebenen Zeichenzahlen als Wahlprüfstein einreichen.
Netzwerk Angeln als Presse konnte die Fragen zu Anglern, Angeln und Anglerschutz frei und somit zielgenauer formulieren.

Antworten und Beurteilung

Für die Bundsparteien haben wir nachfolgend die Antworten auf die Fragen aufgelistet und beurteilt.
Genauso werden eventuelle Nichtantworten bekannt gemacht und beurteilt.

  Hinweis!


Netzwerk Angeln betrachtet ausschließlich die angelpolitische Ausrichtung der Parteien.
Allgemeinpolitische Standpunkte finden in unserer Bewertung keine Berücksichtigung.

Die Beurteilungskriterien zu den Fragen an die Bundesparteien bezüglich Angeln, Angler und Anglerschutz

Die Beurteilung der (Nicht)Antworten der Parteien erfolgt daher in Bezug auf folgende Kriterien:

  • Sachkenntnis: Wurden die Fragen begriffen?

  • Antwortgenauigkeit: Wurden die Fragen konkret beantwortet oder wurde versucht auszuweichen?

  • Antwortvollständigkeit: Wurden alle Fragen beantwortet?

  • Anglerfreundlichkeit: Fallen die Antworten im Sinne von Anglern, Angeln und Anglerschutz aus?


Zum schnelleren Erkennen werden diese Kriterien wie Schulnoten bewertet (1 sehr gut, 6 ungenügend), der Punkt Anglerfreundlichkeit/im Sinne der Angler wird dabei doppelt gewertet. Aus diesen 4 Kriterien wird dann die Gesamtnote gebildet.

Hier seht ihr die Parteien mit der jeweiligen Gesamtnote.


LINKE
Bundespartei


Gesamtnote: 1,3

FDP
Bundespartei


Gesamtnote:  1,6

FREIE WÄHLER
Bundespartei


Gesamtnote: 1,8

AFD
Bundespartei


Gesamtnote: 3,4

CDU/CSU
Bundesparteien


Gesamtnote: 4,5

GRÜNE
Bundespartei


Gesamtnote: 4,9

SPD
Bundespartei


Gesamtnote: 6,0

Nachfolgend findet ihr die gesamten Antworten sowie die detaillierte  Beurteilung dazu.

Antworten LINKE (Gesamtnote: 1,3)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"

1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei angesichts der Vorgaben vom Bundesverfassungsgericht und den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen des Angelns in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, praktisches Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?


Antwort LINKE
DIE LINKE schätzt das Angeln als ein naturnahes, erholsames und erschwingliches Hobby vor allem der kleinen Leute. Sowohl die soziale Funktion des Angelns im Verein oder unorganisiert, als auch der gesellschaftliche und ökologische Nutzen durch die Präsenz von Anglerinnen und Anglern am Gewässer sind uns bewusst. Wir werden uns auch in Zukunft gegen unberechtigte Einschränkungen, pauschale Verbote und Ausgrenzungsversuche wehren: Das Angeln ist eine sinnvolle Beschäftigung und hat einen festen Platz in unserer Gesellschaft. Deshalb sollten unnötige Hürden abgebaut, und staatliche Unterstützung ausgebaut werden. Fischereischeine sollten auf Lebenszeit ausgestellt werden, bei KFZ-Führerscheinen geht das schließlich auch. Auch Online-Angebote für Angelkarten oder die Fischereiabgabe sind immer noch nicht Standard, ganz zu schweigen von einheitlichen Zugangsvoraussetzungen.
Viele Mitglieder der LINKEN angeln selber, oder haben bei ihrer Arbeit in den Kommunen, Landtagen oder in den Bundestagswahlkreisen oftmals einen guten Kontakt zu Angelvereinen. Der Spendenverein der Bundestagsfraktion DIE LINKE hat schon mehrfach Ferienangebote der Vereine finanziell unterstützt. Außerdem kennen wir die wichtige Funktion, die der Angeltourismus in den strukturschwachen Gebieten zum Beispiel an der Ostsee oder in seenreichen ländlichen Regionen hat und sehen hier ein Potential, das weiter ausgebaut werden sollte.


Beurteilung:
Die Linke stellt sich klar auf die Seite der Angler und stellt die positiven Aspekte des Angelns und der Angler dar.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Bundespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnis vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort LINKE
Es freut uns, dass viele Kinder und Jugendliche in der Pandemie das Angeln für sich entdeckt haben. In Bremen zum Beispiel wird das Angeln in Begleitung schon sehr ähnlich gehandhabt wie in den Niederlanden, aber in manch anderen Ländern dürfen Kinder überhaupt erst nach einer Fischereiprüfung mit 14 Jahren mit der Spinnangel ans Gewässer. Das führt zu absurden Situationen, wie dass ein 12-jähriges Kind aus Potsdam nicht gemeinsam mit einem Elternteil in der Havel auf Barsche angeln darf, dafür aber drei S-Bahn Stationen weiter im Berliner Wannsee. Das kann man keinem Kind erklären, nicht einmal Erwachsenen.
Für den Föderalismus in Deutschland gibt es gute Gründe. Aber Flickenteppiche wie beim Zugang zum Angeln untergraben dessen Akzeptanz. Wir sind deshalb dafür, zwischen den Ländern eine einheitliche, großzügige Regelung zu vereinbaren. Erwachsene Inhaberinnen und Inhaber eines Fischereischeins haben alle notwendigen Kenntnisse und sind sowieso für das Verhalten der von ihnen betreuten Kinder verantwortlich, nicht nur am Gewässer. Es gibt deshalb keinen Grund, das Angeln von Kindern unter Aufsicht einzuschränken.

Beurteilung:
Die Linken stellen sich klar auf die Seite der Angler und der Kinder.

Unsere Fragen zu "EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei"

3.:
Wird ihre Partei diese Benachteiligung der Angler und des Angeltourismus als einzig ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Nutzung der Bestände in der Ostsee zukünftig fördern statt wie bisher die Bundesregierung behindern?

4.:
Wird ein Schleppnetzverbot in der Ostsee angestrebt und eine Schonzeit auf Dorsch für die Berufsfischerei ab Januar (wo sich die Dorschschwärme zum Laichen sammeln) bis inkl. Mai?

Antwort LINKE

3.:
Die Bundestagsfraktion DIE LINKE hat mit parlamentarischen Anfragen versucht, die Bundesregierung für das Thema Bag-Limit, die Lage der Angelkutter und die Regulierung eines Hobbys durch die EU zu sensibilisieren. Leider trifft es aber zu, dass der Wirtschaftsfaktor Angeltourismus von der Bundesregierung unterschätzt wird. Nach unserer Auffassung hat auch die kommerzielle Fischerei ein berechtigtes Interesse an der Nutzung der Ostsee, aber es ist derzeit nicht fair geregelt: Auf der einen Seite wird das Angeln mit der Fischereiwirtschaft über einen Kamm geschert – bis hin zu einer für Anglerinnen und Angler geradezu absurden Anlandepflicht war alles dabei – EU-Kompensationszahlungen fließen aber nur an die Fischereiwirtschaft und nicht an Tourismusanbieter wie die Betreiber von Angelkuttern. Die viel selektivere Entnahme von Dorschen durch das Angeln wird überhaupt nicht berücksichtigt. Auch dass es andere Möglichkeiten gibt, die Dorschentnahme durch Angeln schonender zu gestalten, etwa dass Laichgründe von Kuttern nicht angefahren werden oder das Mindestmaß erhöht wird, wird von der EU-Kommission ignoriert. Diese Diskriminierung muss aufhören.
4.:
Wir sind grundsätzlich, nicht nur in der Ostsee, für die Entwicklung alternativer Fangmethoden, um auf Schleppnetze zu verzichten. Und auch eine Laichschonzeit für den Dorsch für die Fischereiwirtschaft macht Sinn


Beurteilung:
Die Linke ist nicht nur klar auf Seite nder Angler, die Bundestagsfraktion hat das Thema Baglimit sogar schon im Sinne der Angler mit parlamentarischen Anfragen in den Bundestag eingebracht.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 5.:
Was wird ihre Bundespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in Deutschland zu verhindern?

Antwort LINKE
Es ist richtig, bestimmte Gebiete vor wirtschaftlicher Ausbeutung auszuschließen und zu schützen, aber es gibt einen riesigen Unterschied zwischen einer Ölbohrplattform und einem Dorschköder. Während ein Steinbruch ganz klar eine Störung für ein Schutzgebiet ist, sind Anglerinnen und Angler in vielen Fällen mitverantwortlich dafür, dass so ein schützenswertes Gebiet überhaupt entstanden ist. Jede Naturschutzbehörde kann sich glücklich schätzen, wenn Anglerinnen und Angler sich um Gewässer kümmern. Viel zu oft wird eine Störung durch das Angeln einfach vom Schreibtisch her angenommen, ohne tiefergehende Prüfung. DIE LINKE ist gegen solche pauschale Annahmen und Verbote, die oftmals nicht aus bösem Willen und Ignoranz gemacht werden, sondern einer prekären personellen Lage in den Behörden geschuldet sind. Was wir wollen: Wer das Angeln verbieten will, weil angenommen wird, dass es mit dem Schutzzweck eines Gebiets nicht vereinbar ist, der muss diese Störung untersuchen und belegen. Zur EU-Biodiversitätsstrategie hat die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Schriftliche Frage von Jan Korte mitgeteilt, dass ein pauschales Verbot der Erholungs- und Freizeitnutzung in ausgewiesenen Gebieten nicht im Gespräch sei. DIE LINKE wird das genau beobachten.

Beurteilung:
Auch hier stellt sich die Linke klar auf Seiten der Angler und gegen weitere Verbote

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die LINKE ist klar in den Themen drin. Man merkt, dass der Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Jan Korte, selbst Angler ist. 
Note 1
> Antwortgenauigkeit: Die Fragen wurden an Hand der Fragestellung beantwortet und dazu ausführlich.
Note 1,5
> Antwortvollständigkeit:  Alle Fragen wurden ausführlich beantwortet.
Note 1,5
> Anglerfreundlichkeit: Die LINKE stellt sich hier klar auf die Seite der Angler.
Note 1,25

Gesamtnote LINKE: etwas schlechter als sehr gut, 1,3


Antworten FDP (Gesamtnote: 1,6)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"

1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei angesichts der Vorgaben vom Bundesverfassungsgericht und den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen des Angelns in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, praktisches Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?


Antwort FDP
Wir Freie Demokraten stehen fest an der Seite der Angler und wollen Angeln als sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch so wertvoll für Deutschland ist, fördern.

Das Angeln an der frischen Luft ist für viele Menschen ein wertvoller Ausgleich zum oft hektischen Arbeitsalltag sowie ein spannendes und nachhaltiges Hobby, das altersübergreifend und interkulturell eine Gemeinschaft pflegt. Angler nehmen zudem viele aktive ökologische Ausgleichsfunktionen für den ländlichen Raum ein. Wir Freie Demokraten sehen die kommunikativen Herausforderungen, gegen aufkommende Vorurteile und Unverständnis mit Aufklärung und Sachlichkeit ein positives Bild einer Freizeitgestaltung in der freien Natur zu setzen. Die Angeltätigkeit ist aus unserer Sicht kein Gegenpart zu Naturschutzzielen. Deswegen lehnen wir auch pauschale Verbote und Beschränkungen der Angelei ab, insbesondere pauschale Nachtangelverbote oder Nullnutzungsgebote von Gewässern. Auch pauschale „Catch and Release“-Verbote lehnen wir aus Arten- und Bestandsschutzgründen ab.
Beurteilung:
Die FDP steht klar zu Anglern und Angeln. Sie will sich gegen weitere Verbote einsetzen.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Bundespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnis vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort FDP
Frühzeitiges Angeln kann bei Kindern und Jugendlichen das Verständnis für die Belange von Natur- und Tierschutz sowie den persönlichen Reifeprozess fördern. Wir Freie Demokraten sind der Auffassung, dass ein niedrigschwelliger Zugang und Einstieg ins Angeln geboten ist. Kinder und Jugendliche, die zunächst in das Angeln hineinschnuppern möchten und deshalb bei einem Erwachsenen mitangeln möchten, können dies in den Niederlanden kostenfrei bei einem VISpas-Inhaber mit einer Rute tun, ganz ohne Prüfungen und Bürokratie. Wir Freie Demokraten können uns gut vorstellen, ein solchen unbürokratischen Einstieg in das Angeln auch in Deutschland zu fördern.

Beurteilung:

Die FDP steht dem niederländischen Modell des Mitangelns ohne Bürokratie positiv gegenüber

Unsere Fragen zu "EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei"

3.:
Wird ihre Partei diese Benachteiligung der Angler und des Angeltourismus als einzig ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Nutzung der Bestände in der Ostsee zukünftig fördern statt wie bisher die Bundesregierung behindern?

4.:
Wird ein Schleppnetzverbot in der Ostsee angestrebt und eine Schonzeit auf Dorsch für die Berufsfischerei ab Januar (wo sich die Dorschschwärme zum Laichen sammeln) bis inkl. Mai?

Antwort FDP

3.:
Die Einschränkungen und die Benachteiligungen der Angler und des Angeltourismus lehnen wir Freie Demokraten ab. Deshalb setzen wir uns in Bund und Ländern gegen unverhältnismäßige und ideologische Beschränkungen des Angelns ein, seien sie zeitlicher oder örtlicher Natur. Bestrebungen der Europäischen Kommission, das Freizeitangeln zunehmend den Vorgaben der Gemeinsamen Fischereipolitik und engmaschigen Datenerhebungen zu unterstellen, lehnen wir aus Gründen der Verhältnismäßigkeit ab. Das Baglimit für Angler und den Angeltourismus sollte nach Möglichkeit aufgehoben werden, um den Angeltourismus nach dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2020 nicht weiter auszubremsen.


4.:
Wichtig ist uns, dass politische Vorgaben zunächst gemeinsam mit allen Beteiligten erörtert und diskutiert werden. Schonzeiten dürfen nur wissenschaftlich begründetet verhängt werden.


Beurteilung:
Beim Baglimit steht die FDP klar bei den Anglern. Beim Thema Schleppnetz und Schonzeit scheinen Verbindungen zur Berufsfischerei zu bestehen.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 5.:
Was wird ihre Bundespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in Deutschland zu verhindern?

Antwort FDP

Wir Freie Demokraten sehen keinen Widerspruch zwischen dem Angeln und den Zielen des Naturschutzes. Wir sprechen uns gegen pauschale Angelverbote in Natura-2000-Gebieten aus. Diese sind für den Natur- und Artenschutz überhaupt nicht hilfreich und sogar kontraproduktiv. Ebenso lehnen wir pauschale Unterschutzstellungen von Flächen im Rahmen der „EU-Biodiversitätsstrategie 2030“ ab. Wir machen uns dafür stark, dass im europäischen Natura-2000-Netz bei der Erreichung der Schutzzwecke vor Ort stets die Wahl des mildesten Mittels und das Gebot der Verhältnismäßigkeit Vorrang haben. Denn viele praxisferne Regelungen, die Anglerinnen und Angler, Jägerinnen und Jäger, Waldbewirtschaftende oder Landwirtinnen und Landwirte in Natura-2000 Gebieten erleben, sind auf nationale Verschärfungen europäischer Vorgaben oder auf örtliche Managementpläne zurückzuführen.

Beurteilung:
Die FDP spricht sich gegen pauschale Angelverbote aus und sie haben erkannt, dass in Deutschland Bund, Länder und Kommunen oft noch europäische Vorgaben verschärfen.

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die FDP ist in den Themen drin.
Note 1,5
> Antwortgenauigkeit: Die Fragen wurden anhand er FRagestellungen beantwortet.
Note 1,5
> Antwortvollständigkeit: Es wurden alle Fragen beantwortet, teilweise ausführlich.
Note 2
> Anglerfreundlichkeit: Die FDP stellt sich meist auf die Seite der Angler
Note 1,5

Gesamtnote FDP: besser als gut, 1,6

Antworten FREIE WÄHLER  (Gesamtnote: 1,8)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"

1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei angesichts der Vorgaben vom Bundesverfassungsgericht und den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen des Angelns in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, praktisches Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?


Antwort Freie Wähler
Das Angeln gehört zu den ältesten Traditionen in Deutschland. Damit wir dieses Kulturgut auch in Zukunft bewahren und weiterführen können, setzen wir FREIE WÄHLER uns für einen Schutz des Angelns in Deutschland ein und wollen dafür die Strukturen nachhaltig stärken. Denn Angeln ist nicht nur Selbstzweck und dient der Erholung und der Persönlichkeitsbildung, sondern hat auch gesundheitliche und gesellschaftliche Aspekte: Angler verbringen Zeit an der frischen Luft, am Wasser finden Alt und Jung zueinander. Dieses gemeinsame Naturerlebnis ist ein schützenswertes Gut.


Beurteilung:
Die Freien Wähler erkennen, dass es um Angler und Angeln und nicht um Bewirtschaftung, Vereine und Verbände geht. Sie beurteilen Angler und Angeln positiv.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Bundespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnis vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort Freie Wähler

Wir FREIEN WÄHLER sind der Meinung, dass es überall möglich sein muss, dass Kinder und Jugendliche ohne Altersbeschränkung erfahrene Angler begleiten dürfen. Der Nachwuchs muss frühzeitig an die Natur und den Lebensraum Wasser herangeführt werden. Dazu muss es aber möglich sein, dass Kinder und Jugendliche durch Familie, Freunde und Bekannte oder auch durch Schnupper-Aktionen von Vereinen einen unbürokratischen Zugang zum Angeln erhalten. Bislang sehen die Landesgesetze hier ganz unterschiedliche Regelungen vor.

Beurteilung:
Die Freien Wähler befürworten einen unbürokratischen Zugang zum Angeln für Kinder

Unsere Fragen zu "EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei"

3.:
Wird ihre Partei diese Benachteiligung der Angler und des Angeltourismus als einzig ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Nutzung der Bestände in der Ostsee zukünftig fördern statt wie bisher die Bundesregierung behindern?

4.:
Wird ein Schleppnetzverbot in der Ostsee angestrebt und eine Schonzeit auf Dorsch für die Berufsfischerei ab Januar (wo sich die Dorschschwärme zum Laichen sammeln) bis inkl. Mai?

Antwort Freie Wähler

3.:
Eine Ungleichbehandlung zwischen TAC-Limits und Bag-Quoten sind unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten in den jeweiligen Regionen nicht tragbar. Dem Beitrag der Angelfischerei zum Tourismus muss gerade in strukturschwachen Regionen besonders Rechnung getragen werden.

4.:
Wir sehen die mobile grundberührende Fischerei in der Ostsee im Hinblick auf die Lebensräume wie Sandbänke, Riffe oder Sandkorallen kritisch und verfolgen daher die aktuell laufenden Pilotmissionen im Rahmen der Forschungsmission „Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume“ der Deutschen Allianz für Meeresforschung. Das für die Ostsee zuständige Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde betreut das noch bis  März 2023 laufende Pilotprojekt. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt wollen wir als Grundlage unserer Neubewertung der Schleppnetzfischerei nutzen.

Wirtschaftlichkeit und Artenschutz sind kein Gegensatz. Ziel muss es sein, dass sich nach dem Einbruch der Dorschbestände 2015 der Bestand erholen kann.


Beurteilung:
Die Freien Wähler stehen zur Wichtigkeit der Angler und des Angelns, wenngleich auch die Fischerei großen Stellenwert für sie hat.  
Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 5.:
Was wird ihre Bundespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in Deutschland zu verhindern?

Antwort Freie Wähler

Vorab möchten wir festhalten: Angeln ist nicht naturschutzschädlich. Grundsätzlich ist es so, dass wir FREIEN WÄHLER uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass Maßnahmen verhältnismäßig sind. Das heißt, dass die Naturschutzinteressen gegen andere berechtigte Interessen, darunter auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle, abgewogen werden müssen. Wir sind der Meinung, dass hier - ähnlich wie im Wald - der Grundsatz „Schützen und Nutzen“ gelten muss. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel auf Baggerseen Stand-up-Paddling erlaubt ist, Angeln aber nicht. Wir treten dafür ein, dass auch Angeln weiterhin erlaubt sein muss, da dadurch auch ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität geleistet und der Nachhaltigkeitsgedanke an den Gewässern gelebt wird. 


Beurteilung:
Die Freien Wähler stellen sich klar gegen weitere sinnlose Verbote und Regulierungen und stlllen eindeutig fest, dass Angeln nicht naturschutzschädlich ist

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis:
Die Fragen wurden alle verstanden, die Freien Wähler sind in den abgefragten Themen "drin". 
Note 1,5
> Antwortgenauigkeit:
Die Fragen wurden anhand der Fragestellungen beantwortet.
Note 2
> Antwortvollständigkeit:
Die Fragen wurden alle in breitem Umfang beantwortet.
Note 2
> Anglerfreundlichkeit:
Die Freien Wähler sind grundsätzlich pro Angler und Angeln eingestellt und lehnen Verbote ohne evidente Begründungen ab. Auch wenn sie teilweise Angler/Angeln und Bewirtschaftung/Vereine verwechseln.
Note 1,75

Gesamtnote Freie Wähler:  besser als gut, 1,8

Antworten AfD (Gesamtnote: 3,4)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"

1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei angesichts der Vorgaben vom Bundesverfassungsgericht und den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen des Angelns in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, praktisches Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?


Antwort Afd
Die Angelfischerei hat in Deutschland eine jahrhundertealte Tradition. In Deutschland bieten die traditionellen Angelvereine ihren Mitgliedern eine soziale Heimat. Für einen großen Teil der Bevölkerung ist das Angeln eine bedeutende Freizeitaktivität. Die AfD setzt sich dafür ein, dass Angler die deutschen Gewässer weiterhin nachhaltig nutzen dürfen. Nutzungsverbote auf Grundlage eines ideologischen Naturschutzgedankens lehnen wir ab.

Beurteilung:
Obwohl nach Angeln gefragt wurde, schreibt die AfD von Angelfischerei und setzt damit das Angeln in den Kontext "Fischerei". Sie steht dem Angeln nicht negativ gegenüber.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Bundespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnis vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort AfD
Der Forderung zum Thema Angeln für Kinder, dass einheitliche Regelungen nach Beispiel der Niederlande geschaffen werden, steht die AfD grundsätzlich offen gegenüber.

Beurteilung:
Die AfD steht der Forderung "offen gegenüber", eine konkrete Unterstützung wird aber nicht zugesagt.

Unsere Fragen zu "EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei"

3.:
Wird ihre Partei diese Benachteiligung der Angler und des Angeltourismus als einzig ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Nutzung der Bestände in der Ostsee zukünftig fördern statt wie bisher die Bundesregierung behindern?

4.:
Wird ein Schleppnetzverbot in der Ostsee angestrebt und eine Schonzeit auf Dorsch für die Berufsfischerei ab Januar (wo sich die Dorschschwärme zum Laichen sammeln) bis inkl. Mai?

Antwort AfD

3.:
Ja, denn das Tagfanglimit (Bag-Limit) wurde ursprünglich damit begründet, dass sich alle Nutzergruppen am Schutz der Bestände beteiligen sollen. Trotz Erholung der Bestände werden die Angler aber weiterhin von Fangquotenerhöhungen ausgenommen, obwohl sie maßgeblich dazu beigetragen haben. Die Beibehaltung der Tagfangmenge muss vor diesem Hintergrund kritisch hinterfragt werden. Eine Erhöhung der Fangquote für die kommerzielle Fischerei bei Beibehaltung des Tagfanglimits für die Angelfischerei lehnen wir ab.
4.:
Die Stimmen der Experten mehren sich, dass ein Schleppnetzverbot in der westlichen Ostsee sowie eine Schonzeit auf Dorsch rund um die Laichzeit ökologisch notwendig ist. Mindestens muss die Schleppnetzfischerei vom 1. Januar bis 31. Mai eines jeden Jahres verboten werden, damit ein ungestörtes Laichen der Dorsche ermöglicht wird.


Beurteilung:
Hier steht die AfD auf Seiten der Angler und unterstützt die Forderungen.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 5.:
Was wird ihre Bundespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in Deutschland zu verhindern?

Antwort AfD
Der Green Deal der EU, zu dem auch die EU-Biodiversitätsstrategie 2030 gehört, lehnen wir in Gänze ab. Die AfD ist die einzige im Deutschen Bundestag und allen Landtagen vertretene Partei, die einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft für notwendig erachtet und anstrebt. Selbstverantwortliche und von lebendigen Demokratien gestaltete Nationalstaaten sind durch übernationale Einrichtungen nicht ersetzbar. Mit der AfD wird es keine weiteren Angelverbote geben.

Beurteilung:
Die AfD lehnt Angelverbote im Rahmen Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” klar ab

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die AfD ist zumindest im Groben im Thema,  setzt dann aber teilweise (siehe Begriff "Angelfischerei") Angeln und Fischerei gleich
Note 3
> Antwortgenauigkeit: Die AfD beantwortete die Fragen anhand der Fragestellungen, aber teilweise sehr kurz und eingeschränkt.
Note 3
> Antwortvollständigkeit: Die Fragen wurden alle, wenngleich recht kurz,  beantwortet.
Note 3
> Anglerfreundlichkeit: Die AfD ist grundsätzlich nicht anglerfeindlich. In manchen Punkten sind sie aber zu unkonkret bzw. stellen andere Ziele als Verbesserung für Angler voran ( Austritt aus der EU)
Note 4

Gesamtnote AfD:  befriedigend bis ausreichend, 3,4

Antworten CDU/CSU (Gesamtnote: 4,5)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"

1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei angesichts der Vorgaben vom Bundesverfassungsgericht und den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen des Angelns in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, praktisches Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?


Antwort CDU/CSU

Die Angler können sich der vollen Unterstützung von CDU und CSU sicher sein. Angelfischerei ist ein schönes Hobby und eine legitime Nutzung unserer Gewässer. Angler leisten mit der Pflege der Gewässer, der Reinigung von Ufern und der Kontrolle der Fischbestände wichtige Beiträge für Natur und Umwelt – und das freiwillig, engagiert und im Ehrenamt. Die meisten Gewässer in Deutschland werden von Angelvereinen und –verbänden in Schuss gehalten. Das ist ganz wesentlich für den Erhalt von Naturreichtum und Artenvielfalt unserer Heimat und ein großer Dienst an der Gesellschaft. Die Bedeutung des Angelns geht aber noch weit über den reinen Fischfang und den Beitrag zur Hege und Ökologie hinausgeht. Angeln hat ebenso eine ökonomische und soziale Seite. Zum Angeln treffen sich regelmäßig viele Menschen in der Natur und pflegen soziale Kontakte. Die Angelbranche ist von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Davon lebt nicht nur der Anglerbedarf, sondern vielerorts ist Angeln auch eine wichtige Grundlage des Tourismus. Aus all diesen Gründen begrüßen wir die Angelfischerei. Angler, die ihr Hobby verantwortungsvoll ausführen, können jederzeit mit unserer Unterstützung rechnen.

Beurteilung:
Statt von Angeln wie gefragt wurde spricht die Union von Angelfischerei als Teil der Fischerei und Bewirtschaftung. Dementsprechend geht es der Union auch hauptsächlich um Gewässerbewirtschaftung, Naturschutz und Ehrenamt und nicht um Angler, Angeln und Anglerschutz.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Bundespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnis vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort CDU/CSU

In der Corona-Pandemie haben die Deutschen das eigene Land als Urlaubsregion ganz neu kennen- und schätzen gelernt. Diesen Schwung wollen wir nutzen und den naturnahen Tourismus noch stärker ausbauen. Urlaub in der Natur ist gerade für Familien mit Kindern ideal und auch geeignet, sie an ein schönes Hobby wie das Angeln heranzuführen. Vor diesem Hintergrund scheint die Forderung verständlich, die Regeln für das Angeln von Jugendlichen zu vereinheitlichen. CDU und CSU sind grundsätzlich dafür, dass das Angeln angesichts der unterschiedlichen Verhältnisse an den Gewässern in der Kompetenz der Bundesländer bleibt und diese auch die Angelscheine vergeben. Wir werden aber gerne mit den Ländern zusammen prüfen, ob eine Vereinheitlichung der Vorschriften für das Jugendangeln möglich ist.

Beurteilung:
Immerhin will CDU/CSU eine Vereinheitlichung der Vorschriften für das Mitangeln von Kindern - von einer Abschaffung der Bürokratie und Anerkennung des Elternwillens ist leider nichts zu lesen.

Unsere Fragen zu "EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei"

3.:
Wird ihre Partei diese Benachteiligung der Angler und des Angeltourismus als einzig ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Nutzung der Bestände in der Ostsee zukünftig fördern statt wie bisher die Bundesregierung behindern?

4.:
Wird ein Schleppnetzverbot in der Ostsee angestrebt und eine Schonzeit auf Dorsch für die Berufsfischerei ab Januar (wo sich die Dorschschwärme zum Laichen sammeln) bis inkl. Mai?

Antwort CDU/CSU

3. und 4.:

Wir wollen den Fischereisektor erhalten und fördern - und zwar sowohl die Berufs- als auch die Freizeitfischerei. Die Fischerei braucht nicht nur gesunde Meeresökosysteme, sondern auch stabile Fanggebiete. Nachhaltige Bestandsbewirtschaftung bedeutet auch, dass die sozial-ökonomische Komponente der Nachhaltigkeit, also die Einkommenssicherung der Fischer und der Fischerei- und Tourismuswirtschaft, mit der ökologischen Komponente in Ausgleich gebracht werden muss.

So muss die Freizeitfischerei ihren Beitrag zur Stabilisierung der Bestände, insbesondere beim Dorsch, leisten. Die Interessen der Fischerei und der Tourismuswirtschaft müssen aber damit in Einklang gebracht werden. Deshalb setzen wir uns weiterhin für ein ausreichendes Bag-Limit für die Angelfischerei ein, dass aber gleichzeitig den Dorschbeständen in der Ostsee eine Erholung ermöglicht. Dasselbe gilt für die Festlegung der Schonzeiten.

Beurteilung:
Die Union will weiter die schädliche Berufs- und Schleppnetzfischerei erhalten und dass Angler ein Baglimit und Schonzeiten erhalten zum Nutzen der Fischerei.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 5.:
Was wird ihre Bundespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in Deutschland zu verhindern?

Antwort CDU/CSU

Die Biologische Vielfalt unserer Meere und Küsten ist ein großer Schatz. CDU und CSU wollen deshalb den Schutz der Ost- und Nordsee sowie des Wattenmeeres gemäß der Europäischen Biodiversitätsrichtlinie unter Berücksichtigung der Fischerei verbessern.

Die Freizeitfischerei soll in Naturschutzgebieten weiter möglich bleiben. Dafür müssen im Rahmen von Dialogprozessen Konzepte einer naturverträglichen Angelfischerei in den Schutzgebieten, insbesondere der AWZ in der Ostsee, erarbeitet werden.

Beurteilung:
Die Union spricht hier nur von Meeren und nicht den vielfältigen Verboten für Angler in Binnengewässern aufgrund Natura2000 und EU-Biodiversitätsstrategie 2030. Sie spricht statt von Anglern wiederum von (Freizeit)Fischerei, obwohl klar nach Angeln gefragt war.

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die CDU/CSU ist nicht im Thema Angler und Angeln drin. Angler existieren für sie nur als Vereine/Verbände und als Teil der Beiwrtschaftung und Fischerei, der sich Angler unterzuordnen haben. 
Note 4
> Antwortgenauigkeit: Die CDU/CSU setzt sich nicht wirklich mit den einzelnen Themen auseinander und ziehen jedes Thema auf Bewirtschaftung und berufliche Fischerei.
Note 4
> Antwortvollständigkeit: Die Fragen wurden alle beantwortet, aber nicht ausführlich und vollständig im Sinne der Frage.
Note 4,5
> Anglerfreundlichkeit: Die CDU/CSU hat kaum  Interesse daran Angler, Angeln oder Anglerschutz zu fördern. Es geht bestenfalls darum, dass Angelr als Teil der Fischerei die Berufsfischerei nicht zu sehr stört.
Note 5

Gesamtnote CDU/CSU: ausreichend bis mangelhaft, 4,5

Antworten GRÜNE (Gesamtnote: 4,9)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"

1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei angesichts der Vorgaben vom Bundesverfassungsgericht und den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen des Angelns in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, praktisches Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?


Antwort GRÜNE
Angeln bringt vielen Menschen Erholung und Naturerlebnis. Wir freuen uns, dass Anglervereine sich auch Natur- und Artenschutzanliegen widmen, wie z.B. bei der Wiederansiedlung des in Deutschland ausgestorbenen Europäischen Störs. Auch ihr Einsatz zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Flüsse ist hervorzuheben. Die Förderung für Arten- und Naturschutzmaßnahmen wollen wir GRÜNE erheblich erhöhen.

Beurteilung:
Die Grünen reden praktisch nur von Angelvereinen und wollen nicht Angler und Angeln, sondern Arten- und Naturschutzmaßnahmen fördern

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Bundespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnis vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort GRÜNE
Wir GRÜNE haben eine breit aufgestellte Programmatik zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Da Ihre spezifische Frage allerdings im Ermessen und in der Kompetenz der Länder liegt, können wir als Bundespartei dazu leider keine belastbare Aussage treffen.

Beurteilung:
Die Grünen wälzen die Verantwortlichkeit für gleiche Lebensverhältnisse angelnder Kinder alleine auf die Länder ab und verweigern die Antwort.

Unsere Fragen zu "EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei"

3.:
Wird ihre Partei diese Benachteiligung der Angler und des Angeltourismus als einzig ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Nutzung der Bestände in der Ostsee zukünftig fördern statt wie bisher die Bundesregierung behindern?

4.:
Wird ein Schleppnetzverbot in der Ostsee angestrebt und eine Schonzeit auf Dorsch für die Berufsfischerei ab Januar (wo sich die Dorschschwärme zum Laichen sammeln) bis inkl. Mai?

Antwort GRÜNE

3.:

Wir setzen uns dafür ein, dass die Meere nicht übernutzt werden. Das betrifft alle wirtschaftlichen sowie auch Freizeitaktivitäten. Gerade die Fangquoten hat die Bundesregierung leider häufig nicht ausreichend an diesem Ziel ausgerichtet, das werden wir ändern. Diese müssen immer im Einklang mit dem Schutz der Meere sein. Dadurch kann es auch geboten sein, dass der Angeltourismus in bestimmten Zonen/Regionen eingeschränkt wird. Das muss allerdings im fairen Verhältnis aller Betroffenen geschehen. 

4.:
Wir wollen einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der klima- und umweltschädlichen Grundschleppnetzfischerei und eine naturschutzgerechte Regulierung von Stellnetzen. Wir wollen die Umstellung der Fischerei auf umwelt-, klima- und artenschonende Fangmethoden fördern und erreichen. Die Schonzeiten für alle Arten müssen den ökologischen Bedürfnissen nachhaltiger Fischbestände angepasst werden.


Beurteilung:
Die Grünen stellen sich klar gegen Angler und Angeltourismus. Sie setzen die nachhalige Nutzung durch Angler den Schädigungen durch die Fischerei gleich.  Bei Schleppnetzen gehen sie nicht auf das konkrete Thema ein, sondern auf ihre allgemeine Ablehnung der Fischerei statt auf Förderung des Angelns.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 5.:
Was wird ihre Bundespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in Deutschland zu verhindern?

Antwort GRÜNE
Aktivitäten in Natura 2000-Gebieten müssen sich immer am jeweiligen Schutzziel orientieren. Einschränkungen können ausschließlich dadurch geboten sein, wie z.B. in den Natura 2000-Gebieten in der Nord- und Ostsee. Für die allermeisten Schutzgebiete, wie von Ihnen oben angeführt, werden Angelverbote nicht relevant werden. Wir brauchen aber auch Schutzgebiete, die teilweise komplette Null-Nutzungszonen sind, dazu gehört auch die Einschränkung der Angelfischerei. Es ist ein eklatantes Versäumnis der Bundesregierung, dass bislang außer Angelverboten noch keine weiteren Schutzmaßnahmen in den entsprechenden Natura 2000-Gebieten getroffen wurden.

Beurteilung:
Die Grünen nennen nur Natura 2000 Gebiete und nicht die EU-Biodiversitätsstrategie 2030. Dass in vielen Natura2000 Schutzgebieten bundesweit vieles verboten wurde und immer wieder versucht  wirdAngeln zu verbieten, scheint ihnen nicht klar zu sein.


Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die Grünen sind nicht im Thema Angler und Angeln drin. Angler existieren nur als Vereine/Verbände und als Förderer oder Hinderer von Naturschutz.
Note 5
> Antwortgenauigkeit: Die GRÜNEN setzen sich nicht wirklich mit den einzelnen Themen auseinander und ziehen soweit ihnen möglich jedes Thema auf Natur- statt Anglerschutz und Vereins/Verbandsebene.
Note 4,5
> Antwortvollständigkeit: Die Fragen wurden fast alle beantwortet (bis auf Angeln für Kinder, Frage 2), aber nicht ausführlich und vollständig und oft nicht im Sinne der Frage.
Note 5
> Anglerfreundlichkeit: Die GRÜNEN haben kaum  Interesse daran Angler, Angeln oder Anglerschutz zu fördern. Es geht bestenfalls um Naturschutz durch Vereine/Verbände
Note 5

Gesamtnote GRÜNE: etwas besser als mangelhaft, 4,9

Antworten SPD (Gesamtnote: 6,0)

Die SPD hielt Netzwerk Angeln trotz der klaren Kennzeichnung als Presse nur für einen Verband/Organisation und wollte deshalb, dass wir das Formular für Verbände nutzen sollten.


In mehreren Mails legte ich den Sachverhalt klar dar, wies Netzwerk Angeln als Presse und mich selbst als Mitglied des Deutschen Jorunalistenverbandes aus und verbat mir die Kennzeichung als Verband/Organisation. Ich bat dann mehrmals um Beantwortung der Fragen wie gestellt, um sie mit den Antworten der anderen Parteien vergleichbar zu machen.
Leider war die SPD anscheinend weder willens oder in der Lage die Mails zu verstehen und schickte nur vorgefertigte Standardantworten, Netzwerk Angeln solle das Formular für Verbände nutzen.


Beurteilung:
Die SPD war nicht willens oder fähig, die gestellten Fragen zu Anglern, Angeln und Anglerschutz zu beantworten


Gesamtbeurteilung
Leider hatte es die SPD nicht nötig auf die Fragen von Netzwerk Angeln zu antworten - und das trotz mehrfacher Erinnerung und der Erklärung, dass Netzwerk Angeln nicht nur ein Verband, sondern Presse ist. Wer Presse so mißachtet, hat eigentlich eine noch schlechtere Note als die 6 verdient - die gibt es aber eben nicht:
Gesamtnote SPD daher: schlechter als absolut ungenügend, 6,0

Anhang:

Sehr geehrter Herr/Frau .............,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir würden uns freuen wenn sie den Lesern von Netzwerk Angeln - dem relevanten journalistischen Portal für Angler, Angeln und Anglerschutz - Fragen beantworten könnten, wie sich ihre Partei politisch zu verschiedenen Punkten und Fragen im Bereich Angeln positioniert hat.

Auch wenn vieles rund ums Angeln von der EU oder den Bundesländern bestimmt wird, geht es uns hier bewusst um die Positionierung der Bundesparteien (nicht der Fraktionen, nicht das Wahlprogramm etc., sondern um die grundsätzliche Einstellung der Parteien). Zum einen haben die Bundesparteien einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Gliederungen in den Ländern. Zum anderen betreffen viele Punkte aus der Bundespolitik (teilweise über die EU) auch Angler und das Angeln. Nicht zuletzt soll in Deutschland von der Politik und den Behörden überall für gleichwertige Lebensbedingungen gesorgt werden.

Schon das Bundesverfassungsgericht wies 1985 in einem Beschluss auf die Vorteile des Angelns hin:
Zitat Bundesverfassungsgericht
”Andererseits ist in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts anerkannt, daß Maßnahmen für die Volksgesundheit gerade zum Ausgleich für eine einseitige Berufstätigkeit von großer sozialer Bedeutung sein und wesentlich zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse beitragen können ....….
… Die Fischhege als Teil der Landschaftspflege im weitesten Sinn ist ebensowenig bedeutungslos, wie der Angelsport nicht nur als sportliche Betätigung, sondern auch als Bestandteil des umgreifenden Systems der Erhaltung und Förderung der Volksgesundheit anzusehen ist

Thema Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland

> Angeln wie Angeltourismus ist die einzige Nutzung der deutschen Gewässer, welche Ökologie und Ökonomie nachhaltig zusammen bringt.
> Angler sind die wahren Wächter der Gewässer, da sie auf Grund der Anwesenheit am Gewässer vieles mitbekommen, was Behörden oder anderen sonst verborgen bleibt.
 - Positives, wenn sich durch Hege auch der Gewässerbewirtschaftung durch Angelvereine neue Arten ansiedeln.
 - Negatives, wenn Angler als erste bemerken wenn mit einem Gewässer etwas nicht stimmt durch Einleitungen, Unfälle oder Sonstiges.

> Das praktische Angeln bietet noch eine der wenigen Möglichkeiten für Erwachsener wie Jugendliche Zusammenhänge der Gewässer und Natur aus eigenem Erleben zu erfahren.

Es wurde auch deswegen von allen Bundesländern das Angeln auf unsere Nachfrage als so wichtig erachtet, dass während der Corona - Maßnahmen das individuelle Angeln trotz aller Corona-Maßnahmen in den Ländern erlaubt blieb (siehe auch: https://www.netzwerk-angeln.de/angeln/angelszene/501-corona-virus-und-angeln-aktuelle-entwicklungen.html).

Angeln ist zudem nicht nur sinnvolle Freizeitbetätigung im Freien, sondern auch wichtiger Wirtschaftszweig mit mehr als 50.000 direkt und indirekt vom Angeln abhängiger Arbeitsplätze.
Neben dem Angeln ist die Bedeutung der Gewässerbewirtschaftung für Angler (ob durch Vereine, Genossenschaften, Fischer oder weitere) als Heger und Pfleger der Gewässer sowie mit dem damit einhergehenden bürgerschaftlichen Engagement mit den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen für die Gesellschaft positiv anzumerken.

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"#
1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei angesichts der Vorgaben vom Bundesverfassungsgericht und den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen des Angelns in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, praktisches Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?

Thema Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland

Die föderale Gesetzgebung zur Fischerei und damit auch zum Angeln ist in Bezug auf den Zugang zum Angeln für Kinder eine Katastrophe. Es ist in Deutschland uneinheitlich und in vielen Bundesländern Eltern- und Kinderunfreundlich.
> Je nach Bundesland bekommen Kinder ab Geburt einen Jugendfischereischein, in manchen ab 10 Jahren oder ab 12 Jahren oder es gibt und braucht gar keinen wie z. B. in Niedersachsen.
> Ein Jugendfischereischein erfüllt keinerlei Sinn und Zweck und ist nur unnötige Bürokratie.
> Ein Jugendfischereischein kann ohne weitere Bedingungen/Prüfung gekauft werden und berechtigt nur zum Mitangeln bei Erwachsenen, nicht zum selbstständigen Angeln.

Dabei dürfen z. B. in Brandenburg Kinder ohne (Jugend)Fischereischein und ohne Begleitung Erwachsener ab 8 Jahren legal und selbständig auf Friedfische angeln.In Niedersachsen dürfen Kinder dagegen erst ab 14 überhaupt eine Angel in die Hand nehmen (mit Ausnahme zur direkten Vorbereitung auf die Prüfung zum Fischereischein. Den man allerdings in Niedersachsen gesetzlich gar nicht zum Angeln braucht).

Von einheitlichen Regelungen oder gleichen Lebensbedingungen kann hier also keine Rede sein.

Netzwerk Angeln plädiert daher für eine Regelung in der Art wie in den Niederlanden. Dort dürfen Erwachsene mit einer regulären Angelerlaubnis Kinder (und eingeschränkt interessierte Erwachsene) ohne weitere Bürokratie zum Angeln mitnehmen. Diese Kinder dürfen eine eigene, zusätzliche Rute zu den für den Angler erlaubten Anzahl Ruten nutzen und unter Aufsicht mitangeln. Dabei dürfen nicht mehr Fische entnommen werden als sie dem Inhaber der Erlaubnis alleine auch zustehen.

Viele Angler fordern daher für Deutschland, dass Kinder mit Erlaubnis der Eltern in jedem Bundesland die Möglichkeit bekommen sollen mit einer zusätzlichen Rute bei einem erwachsenen Inhaber einer regulären Angelerlaubnis unter Aufsicht ohne jede weitere Bürokratie mitangeln zu dürfen. Dies soll im jeweiligen Landesfischereigesetz und/oder der Fischereiverordnung festgeschrieben werden. Netzwerk Angeln unterstützt das.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Bundespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnis vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Thema EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei
Deutschland hat mit Ministerin Klöckner auch 2020 (als Deutschland den Ratsvorsitz hatte) erneut die ökologisch wie ökonomisch einzig nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände in der Ostsee durch Angler und Angeltourismus gegenüber der Schleppnetz- und Berufsfischerei stark benachteiligt. Bei vergleichsweise geringer Entnahme durch Angler wurde ein zigfaches an volkswirtschaftlichem Umsatz durch Angeltourismus generiert (ca. 15 Mio. Anlandewert der Fischerei in der Ostsee gegenüber ca. 200 Mio. Umsatz beim Angeltourismus pro Jahr),

Dennoch wurde die Quote für die Schleppnetz- und Berufsfischerei erhöht, das Baglimit für Angler hingegen nicht. Nach unseren Informationen wurde das Baglimit bei der Ratssitzung im Oktober in Brüssel nicht einmal verhandelt bzw. kein Versuch unternommen worden, hier ein höheres Baglimit für Angler zu erzielen. Zudem erhielt die Schleppnetz- und Berufsfischerei Millionen an Subventionen von EU, Bund und Land, während die Angler und der Angeltourismus leer ausgingen.

Unsere Fragen zu "EU - Baglimit: Benachteiligung Angler gegenüber Fischerei"
3.:
Wird ihre Partei diese Benachteiligung der Angler und des Angeltourismus als einzig ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Nutzung der Bestände in der Ostsee zukünftig fördern statt wie bisher die Bundesregierung behindern?

4.:
Wird ein Schleppnetzverbot in der Ostsee angestrebt und eine Schonzeit auf Dorsch für die Berufsfischerei ab Januar (wo sich die Dorschschwärme zum Laichen sammeln) bis inkl. Mai?

Thema immer mehr Angelverbote verhindern
Im Rahmen der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” sollen Angelverbote kommen ( Zitat DRAFT TECHNICAL NOTE ON CRITERIA AND GUIDANCE FOR PROTECTED AREAS DESIGNATIONS, EUROPEAN COMMISSION DIRECTORATE-GENERAL ENVIRONMENT: „extraktive Tätigkeiten wie der Bergbau, die Fischerei, Jagd oder Forstwirtschaft sind nicht mit dem Schutzniveau vereinbar“). Ebenso werden im Rahmen von Natura2000 in Deutschland immer wieder (laut EU-Vorgaben) unnötige Angelverbote verhängt.

Dabei gibt es von der Bundesrepublik bezahlte Studien die nahelegen, dass Angeln und von Anglern bewirtschaftete Gewässer nicht nur nicht schaden (bei Vögeln, Libellen, etc.)!
Sondern im Bereich der Fische sogar eine größere Artenvielfalt als gleiche, unbewirtschaftete Gewässer aufweisen.

Zum Beispiel das Projekt Baggersee mit mit Prof. Arlinghaus (IGB) und Prof. Klefoth (Ökologie und Naturschutz, Hochschule Bremen) zeigt auf, dass gerade Bewirtschaftung durch Angler für mehr und nicht für weniger Artenvielfalt sorgen kann.(https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jfb.13989, https://www.ifishman.de/projekte/baggersee/uebersicht-baggersee/, Förderung durch Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) (Förderkennzeichen 01LC1320A, 01LC1320B und 3514685C20)) des Berliner Leibnitz-Institut für Gewässerökologie (IGB) und Binnenfischerei).
Weitere Studien/Veröffentlichungen dazu:
Status of aquatic and riparian biodiversity in artificial lake ecosystems with and without management for recreational fisheries: implications for conservation (https://www.ifishman.de/publikationen/einzelansicht/1787-status-of-aquatic-and-riparian-biodiversity-in-artificial-lake-ecosystems-with-and-without-mana/)
Einfluss anglerischer Bewirtschaftung auf die Biodiversität von Baggerseen: Eine vergleichende Studie verschiedener gewässergebundener Organismengruppen (https://www.ifishman.de/publikationen/einzelansicht/1793-einfluss-anglerischer-bewirtschaftung-auf-die-biodiversitaet-von-baggerseen-eine-vergleichende)
Baggerseen sind Refugien für die Artenvielfalt (https://www.ifishman.de/publikationen/einzelansicht/1734-baggerseen-sind-refugien-fuer-die-artenvielfalt/.)

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"
Frage 5.:
Was wird ihre Bundespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in Deutschland zu verhindern?

Fragen wie Antworten sind zur Veröffentlichung gedacht.

Wir würden uns freuen, wenn sie die Fragen bis 02.08. 2021 beantworten könnten.

Informationen die nicht veröffentlicht werden sollen, bitte deutlich kennzeichnen.

Bei Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und bleiben sie gesund,

Thomas Finkbeiner


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