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Netzwerk Angeln hat auch für Schleswig-Holstein rechtzeitig einen Wahlprüfstein Angeln an die relevanten Parteien zur Landtagswahl 2022 geschickt.
Die kompletten Fragen findet ihr nochmal im Anhang.

Es haben 5 von 7 angemailten Parteien geantwortet.

Antworten und Beurteilung

Für Schleswig-Holstein haben wir nachfolgend die Antworten auf die Fragen aufgelistet und beurteilt.
Genauso werden eventuelle Nichtantworten bekannt gemacht und beurteilt.

  Hinweis!


Netzwerk Angeln betrachtet ausschließlich die angelpolitische Ausrichtung der Parteien.
Allgemeinpolitische Standpunkte finden in unserer Bewertung keine Berücksichtigung.

Die Beurteilungskriterien zum Wahlprüfstein Angeln

Die Beurteilung der (Nicht)Antworten der Parteien erfolgt daher in Bezug auf folgende Kriterien:

  • Sachkenntnis: Wurden die Fragen begriffen?

  • Antwortgenauigkeit: Wurden die Fragen konkret beantwortet oder wurde versucht auszuweichen?

  • Antwortvollständigkeit: Wurden alle Fragen beantwortet?

  • Anglerfreundlichkeit: Fallen die Antworten im Sinne von Anglern, Angeln und Anglerschutz aus?


Zum schnelleren Erkennen werden diese Kriterien wie Schulnoten bewertet (1 sehr gut, 6 ungenügend), der Punkt Anglerfreundlichkeit/im Sinne der Angler wird dabei doppelt gewertet. Aus diesen 4 Kriterien wird dann die Gesamtnote gebildet.

Hier seht ihr die Parteien mit der jeweiligen Gesamtnote.


FREIE WÄHLER
Schleswig-Holstein


Gesamtnote: 1,6

FDP
Schleswig-Holstein


Gesamtnote:  2,0

SPD
Schleswig-Holstein


Gesamtnote: 3,8

AFD
Schleswig-Holstein


Gesamtnote: 3,8

GRÜNE
Schleswig-Holstein


Gesamtnote: 5,0

LINKE
Schleswig-Holstein


Gesamtnote: 6,0

CDU
Schleswig-Holstein


Gesamtnote: 6,0

Nachfolgend findet ihr die gesamten Antworten sowie die detaillierte  Beurteilung dazu.

Antworten FREIE WÄHLER Schleswig-Holstein (Gesamtnote: 1,6)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"
1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei für die kommende Legislatur in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?

Antwort FREIE WÄHLER

Das Angeln gehört zu den ältesten Traditionen in Deutschland. Damit wir dieses Kulturgut auch in Zukunft bewahren und weiterführen können, setzen wir FREIE WÄHLER uns für einen Schutz des Angelns ein und wollen dafür die Strukturen nachhaltig stärken. Angeln erfreut sich in Schleswig-Holstein nicht nur durch die Lage zwischen Nord- und Ostsee großer Beliebtheit. Diese hat durch Corona noch einmal zugenommen. Wir begrüßen dieses neue Interesse und wollen die Strukturen stärken, damit das Interesse auch nach der Pandemie erhalten bleibt. Damit jedoch alle an diesem Freizeitvergnügen teilnehmen können, setzen wir uns für eine Förderung von barrierefreien Angelstegen ein. Erste Kommunen haben hier bereits reagiert und haben in Ufernähe Plattformen installiert. Dieses Projekt wollen wir landesweit fördern.

Beurteilung:
Die Freien Wähler erkennen auch die kulturelle Bedeutung des Angelns als Freizeitgestaltung an und wollen diese fördern. Konkret z. B. durch Förderung barrierefreier Angelplätze.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Landespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse mit in ihr Programm aufnehmen, vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort FREIE WÄHLER

Um Kinder und Jugendliche für den Angelsport und damit auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu interessieren, müssen bürokratische Hürden abgebaut werden. Kinder müssen frühzeitig an die Natur und den Lebensraum Wasser herangeführt werden. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass unabhängig von Alter Kinder und Jugendliche erfahrene Angler begleiten dürfen. Die Prüfungen für den eigenen Fischereischein ab 12 Jahren wollen wir deutschlandweit harmonisieren, damit auch Feriengäste aus der ganzen Bundesrepublik hier ihrem Hobby nachgehen können.

Beurteilung:
Die Freien Wähler wollen das Angeln von Kindern und Jugendlichen und einen unbürokratischen Einstieg durch Mitangeln fördern. Zum niederländischen Modell mit eienr zusätzlichen Rute pro Kind kam aber nichts.

Unsere Fragen zu "Fischereiabgabe - das Geld wird falsch eingesetzt"

3.:
Setzt sich ihre Partei zur Abschaffung der aktuellen Form der Fischereiabgabe und der falschen Verwendung der Gelder ein (insbesondere da Länder ohne Fischereiabgabe wie Niedersachsen, Sachsen und Bremen erfolgreich aufzeigen, dass alle daraus finanzierten Dinge auch ohne die Fischereiabgabe finanziert werden können)?

Antwort FREIE WÄHLER

Die Fischereiabgabe und die Verwendung der daraus erzielten Mittel gehören auf den Prüfstand. Die Verwendung der Mittel mit sich auf die sich verändernden Umstände (u.a. Zunahme der Beliebtheit des Angelns durch die Pandemie) angepasst werden. Hierzu setzen wir eher auf eine Neuregelung als auf eine völlige Abschaffung.

4.
Was wird ihre Partei konkret unternehmen um im Falle einer Beibehaltung der Fischereiabgabe sicherzustellen, dass die Fischereiabgabe im Sinne des Bundesverfassungsgerichtes ausschließlich direkt für Belange der Angler eingesetzt wird und wird ihre Partei in Zukunft Sorge tragen, dass zum Beispiel Projekte zum Artenschutz und Gewässerschutz sowie Projekte für die Bewirtschafter/Berufsfischer aus anderen Mitteln gefördert werden?

Antwort FREIE WÄHLER
NDie Einnahmen aus der Fischereiabgabe sollten vollständig für die Förderung/Verbesserung des Angelns in Schleswig-Holstein eingesetzt werden. Wir wollen, dass das Angeln in der Mitte der Gesellschaft ankommt. Dafür sollten über die Mittel der Fischereiabgabe landesweite Informationsveranstaltungen organisiert werden. Die Informationsangebote sollte sich besonders an junge Menschen richten, um diese frühzeitig von den Vorteilen des Angels zu überzeugen. Nur mit breiter gesellschaftlicher Akzeptanz wird der Angelsport und Angeltourismus eine Zukunft in Schleswig-Holstein haben.

5.:
Wird ihre Partei dafür sorgen, dass die Verbände (die aktuell überproportional von den Geldern profitieren) nicht mehr in Entscheidungen zur Vergabe der Gelder einbezogen werden?

Antwort FREIE WÄHLER

Eine Mitfinanzierung der Verbände über die Fischereiabgabe lehnen wir ab. Die Vergabe der Gelder muss klaren Richtlinien unterworfen werden. Die Vergabe für Einzelprojekte muss durch Stellen und Institutionen koordiniert werden, die nicht direkt oder indirekt von der Vergabe profitieren. Hier können die Verbände beratend hinzugezogen werden.

Beurteilung:
Die Freien Wähler erkennen die Problematik der Fischereiabgabe und wollen diese im Sinne der Angler und des Angelns reformieren.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 6.:
Was wird ihre Landespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in ihrem Bundesland zu verhindern?

Antwort FREIE WÄHLER

Angeln und Naturschutz sind für uns keine Gegensätze. Die EU-Biodiversitätsstrategie 2030 strebt sowohl bei den Süßwasserökosystemen als auch bei den Meeresökosystemen einen angemessenen Schutz an, von welchem auch die wirtschaftliche Nutzung profitieren kann. Der Grundsatz „Schützen und Nutzen“ ist bei uns jeher Grundlage aller Umweltbestrebungen. Angelverbote oder rigide einseitige Bag Limits für Angler werden wir daher auch zukünftig ablehnen. Bereits die Reduzierung des Bag Limits für dieses Jahr (noch einen Dorsch pro Tag) wirkt sich stark auf den Angeltourismus aus. Hier wollen wir nachsteuern, damit Freizeitangler nicht benachteiligt werden.

Beurteilung
Die Freien Wähler setzen sich in allen Bereichen gegen einseitige Angelverbote ein.

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis:
Die Freien Wähler haben die Fragen meist vollständig verstanden und die Problematiken erkannt und aufgegriffen, die Anglern drohen können.
Note 2,0
> Antwortgenauigkeit: Die Fragen wurden verstanden und fast alle an Hand der Fragestellung konkret beantwortet.
Note 2,0
> Antwortvollständigkeit:
Es wurden zu allen Fragen anhand der Fragestellung geantwortet.
Note 1,0
> Anglerfreundlichkeit:
Die Freien Wähler stehen zu Anglern, Angeln und Anglerschutz und setzen sich aktiv für Belange der Angler ein und gegen immer weitere Regulierungen und Verbote.
Note 1,5

Gesamtnote FREIE WÄHLER Schleswig-Holstein:  sehr gut bis gut, 1,6

Antworten FDP Schleswig-Holstein (Gesamtnote: 2,0)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"
1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei für die kommende Legislatur in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?

Antwort FDP

Wir Freie Demokraten sehen Angeln als wichtige Naturverbundenheit. Die Vereine und Mitglieder sind die besten Naturschützer vor Ort, die sich am meisten um eine gesunde Flora und Fauna unserer Gewässer kümmern. Gleichzeitig ist es auch ein Hobby, das altersübergreifend und interkulturell eine Gemeinschaft pflegt. Vielmehr ist es dem ehrenamtlichen Engagement der Anglerinnen und Angler zu verdanken, dass so manche Fischarten nach Deutschland zurückgekehrt sind bzw. hier nicht ausgestorben sind.

Beurteilung:
Die FDP sieht hier klar, dass Angeln weit mehr als bloße Nahrungsbeschaffung und Fischerei ist. Vorschläge zur Förderung des Angelns  fehlen jedoch

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Landespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse mit in ihr Programm aufnehmen, vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort FDP
Wir möchten mehr Kinder und Jugendliche an das Naturerlebnis Angeln heranführen, weil man hier nicht nur den Umgang mit Tier und Umwelt lernt, sondern auch viel Zeit an der frischen Luft verbringt. In der ablaufenden Wahlperiode haben wir von den Freien Demokraten dafür gesorgt, dass Minderjährige keine Prüfgebühren mehr für den Fischereischein bezahlen müssen. Für die nächste Legislatur haben wir uns vorgenommen, dass auch Kursgebühren zur Prüfungsvorbereitung übernommen werden und dass alle Minderjährigen auch ohne Fischereischein in Begleitung einer sorgeberechtigten Person, die einen Fischereischein hat, angeln dürfen. Wir begrüßen ausdrücklich Ferienzeitangebote, in denen Vereine oder Verbände Schulkinder an das Angeln heranführen.

Beurteilung:
Die FDP fördert zwar aktiv, dass Kinder den Fischereischein machen können, sagt jedoch nichts zur Frage nach bürokratiefreiem Mitangeln mit einer zusätzlichen, kostenlosen Angel  wie z.  in den Niederlanden.

Unsere Fragen zu "Fischereiabgabe - das Geld wird falsch eingesetzt"

3.:
Setzt sich ihre Partei zur Abschaffung der aktuellen Form der Fischereiabgabe und der falschen Verwendung der Gelder ein (insbesondere da Länder ohne Fischereiabgabe wie Niedersachsen, Sachsen und Bremen erfolgreich aufzeigen, dass alle daraus finanzierten Dinge auch ohne die Fischereiabgabe finanziert werden können)?

4.
Was wird ihre Partei konkret unternehmen um im Falle einer Beibehaltung der Fischereiabgabe sicherzustellen, dass die Fischereiabgabe im Sinne des Bundesverfassungsgerichtes ausschließlich direkt für Belange der Angler eingesetzt wird und wird ihre Partei in Zukunft Sorge tragen, dass zum Beispiel Projekte zum Artenschutz und Gewässerschutz sowie Projekte für die Bewirtschafter/Berufsfischer aus anderen Mitteln gefördert werden?

Antwort FDP 3 und 4 zusammen

Die Fischereiabgabe als solches als auch deren Verwendung muss überprüft und voraussichtlich auch geändert werden. Wenn eine Fischereiabgabe erhoben wird, dann soll diese aus Sicht der Freien Demokraten nur für anglerische Zwecke verwendet werden, nicht aber für originäre Aufgaben des Staates, des Naturschutzes oder der Gewässerbewirtschafter und Verbände, wofür es eigene Töpfe, Abgaben und Beiträge gibt .

5.:
Wird ihre Partei dafür sorgen, dass die Verbände (die aktuell überproportional von den Geldern profitieren) nicht mehr in Entscheidungen zur Vergabe der Gelder einbezogen werden?

Antwort FDP

Ebenso wie die Fischereiabgabe selbst gehört auch die Zusammensetzung des Entscheidungsgremiums über die Mittelverwendung auf den Prüfstand. Dass dies federführend aus dem Umweltministerium erfolgt, meist ohne Einbeziehung des Parlaments, hat sich aus unserer Sicht nicht bewährt.

Beurteilung:
Die Problematik falsch ausgegebenen Anglergeldes bei der Fischereiabgabe wird gesehen. Ebenso die Notwendigkeit in Umsetzung der Abgabe und Ausgabe der Gelder tätig zu werden, besser zu kontrollieren und Änderungen im Sinne der Angler herbeizuführen.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 6.:
Was wird ihre Landespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in ihrem Bundesland zu verhindern?

Antwort FDP

Dass aus vermeintlichen Umweltschutzgründen an Gewässern von einigen politischen Mitbewerbern häufig zuerst mit Einschränkungen des Angelns gearbeitet wird, erachten wir als grundlegend falsch. Niemand hat ein größeres Interesse an einem gesunden, funktionierenden Gewässer, in dem es vor allem den Lebewesen unterhalb der Wasseroberfläche gut geht, als die Angler. Aus diesem Aspekt sind für uns die Angler die wirklichen Schützer der Natur, weil sie die Ressourcen der Natur schonend verwenden. Die Umweltlobby setzt sich wiederum eher für Kormoran und Otter als für die schuppigen Kaltblüter im Wasser ein. Das Angeln und die Gewässerhege ist daher eher eine Förderung denn Minimierung der Biodiversität in unseren Gewässern. Pauschale Einschränkungen und Verbote lehnen wir konsequent ab. Daher wird es mit der FDP auch keine Nachtangelverbote geben oder Baglimits für Binnengewässer, wie manche im Landtag vertretene Partei dies vorhat. Bezüglich Beschränkungen, die durch Bundes- und europäischer Ebene erfolgen, versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeit diese aufzuhalten oder zumindest abzumildern.

 

Beurteilung
Die FDP setzt sich dafür ein, Angelverbote und weitere Restriktionen gegen Angler zu verhindern.

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die FDP hat die Fragen im Grundsatz verstanden und zum Großteil auch die Problematiken aufgegriffen, die Anglern drohen können.
Note 2
> Antwortgenauigkeit: Die Fragen wurden verstanden und überwiegend  an Hand der Fragestellung beantwortet. Bei manchen Fragen fehlten jedoch konkrete Handlungsvorschläge.
Note 2,5
> Antwortvollständigkeit: Es wurden zu fast allen Fragen anhand der Fragestellung geantwortet.
Note 2,5
> Anglerfreundlichkeit: Die FDP steht Anglern, Angeln und Anglerschutz positiv gegenüber und arbeitet teilweise schon aktiv daran, Angler nicht weiter zu regulieren.
Note 1,5

Gesamtnote FDP Schleswig-Holstein: gut, 2,0

Antworten SPD Schleswig-Holstein (Gesamtnote: 3,8)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"
1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei für die kommende Legislatur in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?

Antwort SPD

Die Angelfischerei ist für viele Menschen auch in ihrer Freizeitgestaltung von großer Bedeutung. Sie prägt das Leben vieler Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner mit unseren Binnengewässern und den Küsten und sie hat auch eine große Bedeutung für den Tourismus, die Kultur sowie den Sport. Die Anglerinnen und Angler beweisen an vielen Stellen mit ihrem Engagement, dass sie einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, die einen ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen hat. Uns ist wichtig kontinuierlich im engen Austausch mit den Akteuren zu stehen.

Nord- und Ostsee müssen für marine Arten und Lebensräume effektiv und umfassend geschützt und ihre Nutzung nachhaltig gemanagt werden. Dabei setzen wir uns auch für die Zukunftsfähigkeit der Fischerei ein. Unser Ziel ist es, Fischerei und die Natur in Einklang zu bringen.

Beurteilung:
Die SPD erkennt die Wichtigkeit des Angelns. Sie verwechselt aber zumindest teilweise hier Angeln mit Fischerei. Konkrete Vorschläge gibt es nicht.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Landespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse mit in ihr Programm aufnehmen, vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort SPD
Es ist richtig, dass in Schleswig-Holstein Kinder und Jugendliche bis 12 Jahren unter Aufsicht einer volljährigen Person mit Fischereischein bereits angeln dürfen. Ab 12 Jahren steht es ihnen dann frei, selbst den Fischereischein zu machen. So werden junge Menschen schon früh für die Belange von Natur-, Arten- und Gewässerschutz sensibilisiert. Wir finden, dass dies eine gute Praxis ist, da Kinder so recht unbürokratisch auch einen Zugang zu Angelvereinen haben können. Dies fördert ehrenamtliches Engagement und sorgt für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Beurteilung:
Die SPD setzt auf die bisherigen bürokratischen Regelungen und nimmt nicht Stellung zum niederländischen Modell mit einer zusätzlichen, kostenlosen  Angelrute für ein Kind. Dass es ums Angeln und nicht um Zugang zu Angelvereinen geht, ist bei der SPD scheinbar auch nicht angekommen.

Unsere Fragen zu "Fischereiabgabe - das Geld wird falsch eingesetzt"

3.:
Setzt sich ihre Partei zur Abschaffung der aktuellen Form der Fischereiabgabe und der falschen Verwendung der Gelder ein (insbesondere da Länder ohne Fischereiabgabe wie Niedersachsen, Sachsen und Bremen erfolgreich aufzeigen, dass alle daraus finanzierten Dinge auch ohne die Fischereiabgabe finanziert werden können)?

Antwort SPD

Die SPD Schleswig-Holstein wird sich aktuell nicht für eine Abschaffung der Fischereiabgabe einsetzen. Sie ist ein wichtiger Baustein, um die Fischerei bei uns im Land zu fördern und attraktiv zu halten. Die Fischereiabgabe sichert Untersuchungen zum Bestand und zu den Lebensräumen von Fischen, die Aufstellungen von Hegeplänen, Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässer sowie Bildungsmöglichkeiten für Angelvereine.

4.
Was wird ihre Partei konkret unternehmen um im Falle einer Beibehaltung der Fischereiabgabe sicherzustellen, dass die Fischereiabgabe im Sinne des Bundesverfassungsgerichtes ausschließlich direkt für Belange der Angler eingesetzt wird und wird ihre Partei in Zukunft Sorge tragen, dass zum Beispiel Projekte zum Artenschutz und Gewässerschutz sowie Projekte für die Bewirtschafter/Berufsfischer aus anderen Mitteln gefördert werden?

Antwort SPD

Wir gehen davon aus, dass die erhobene Fischereiabgabe in Schleswig-Holstein konkret für die Belange der Anglerinnen und Angler genutzt wird. Die rechtskonforme Verwendung der Mittel der Fischereiabgabe wird durch die Anwendung der „Richtlinien für die Gewährung von Zuwendungen aus den Mitteln der Fischereiabgabe durch das Land Schleswig-Holstein“ (Bekanntmachung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vom 01.12.2016 – V 215-74259/2016) geregelt.

5.:
Wird ihre Partei dafür sorgen, dass die Verbände (die aktuell überproportional von den Geldern profitieren) nicht mehr in Entscheidungen zur Vergabe der Gelder einbezogen werden?

Antwort SPD

Es ist die Aufgabe des Gesetzgebers über die Einnahmen aus der Fischereiabgabe zu entscheiden. Konkret geregelt wird dies durch die Anwendung der „Richtlinien für die Gewährung von Zuwendungen aus den Mitteln der Fischereiabgabe durch das Land Schleswig-Holstein“ (Bekanntmachung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vom 01.12.2016 – V 215-74259/2016)

Beurteilung:
Die SPD will hier klar die bisherige Vergabe der Anglergelder an Naturschutz und Bewirtschafter beibehalten und ist nicht einmal diskussionsbreit. Obwohl die Fischereiabgabe zu fast 100% von Anglern und nicht von Bewirtschaftern oder Naturschützern bezahlt wird.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 6.:
Was wird ihre Landespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in ihrem Bundesland zu verhindern?

Antwort SPD
 Angeln ist für viele Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner mehr als ein Hobby. Außerdem wissen wir um die Bedeutung des Angelns für den Natur- und Wasserschutz. Wenn es also zu Angelverbote kommen sollte, müssen diese sehr gut begründet und nachvollziehbar sein. Das gilt auch für Naturschutzgebiete. Sollte es in Schleswig-Holstein Bestrebungen geben, über Angelverbote zu diskutieren, werden wir dafür sorgen, dass alle Akteure in einem gemeinsamen Dialog Lösungen finden und niemand benachteiligt wird.

Beurteilung
Die SPD will nur gut begründete Angelverbote, steht aber nicht gegen immer weitere Verbote für Angler.

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die SPD versteht teilweise  die Fragen und die konkreten Punkte um die es geht. Aber immer wieder wird Angeln mit Gewässerbewirtschaftung oder Fischerei gleichgesetzt.
Note 3,5
> Antwortgenauigkeit: Da das Verständnis für die Sache teilweise fehlt, wurden die Fragen teilweise auch nicht konkret an Hand der Fragestellung beantwortet.
Note 3,0
> Antwortvollständigkeit: Es wurde auf alle Fragen etwas geschrieben, aber nur teilweise die Fragen konkret beantwortet. Immer wieder wird dabei  partiell Angeln mit Gewässerbewirtschaftung oder Fischerei gleichgesetzt
Note 3,5
> Anglerfreundlichkeit: Die SPD steht Anglern, Angeln und Anglerschutz nicht übermäßig  positiv gegenüber und akzpetiert anscheinend nur organisierte Sport- und Angelfischer als Bewirtschafter, aber nicht als Angler oder das Angeln an sich. Es ist immer mehr Naturschutz als der Schutz der angelnden Bürger im Vordergrund.
Note 4,5

Gesamtnote SPD Schleswig-Holstein: besser als ausreichend, 3,8

Antworten AfD Schleswig-Holstein (Gesamtnote: 3,8)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"
1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei für die kommende Legislatur in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?

Antwort AfD

Die AfD steht wohl als einzige Partei klar hinter Jagd und Fischerei. Ob nun mit dem Netz, der Reuse oder der Angel. Konkret wird die AfD sich gegen jede überzogene Beschränkung der Fischerei wenden. Wir fordern die Beteiligung der Betroffenen bei Gesprächen über Schutzgebiete und Fangbegrenzungen. Und zwar auf Augenhöhe. Außerdem verlangen wir eine Begrenzung der Kormoranbestände.

Beurteilung: Die AfD antwortet zu Jagd und Fischerei, gefragt hatten wir nach Anglern, Angeln und Anglerschutz

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Landespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse mit in ihr Programm aufnehmen, vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort AfD
Vor einigen Jahrzehnten war es in SH erlaubt, dass Kinder mit einer eigenen Rute unter Aufsicht von Angelberechtigten angeln durften. Dies halten wir von der AfD für eine vernünftige Lösung. Außerdem fordern die Förderung der Jugendarbeit durch Angelvereine, wie sie oft schon betrieben wird. Am Ende dieser Kurse sollte eine Prüfung zum Fischereischein stehen. Das Angeln ohne jegliche Kenntnisse ist abzulehnen.

Beurteilung: Eine unbürokratische Lösung zum Mitangeln wird für vernünftig gehalten. Was Angeln ohne Kenntnisse mit Mitangeln ohne Bürokratie zu tun haben soll, erschliesst sich aber sowenig wie die Konzentration nur auf organisierte Angelfischer.

Unsere Fragen zu "Fischereiabgabe - das Geld wird falsch eingesetzt"

3.:
Setzt sich ihre Partei zur Abschaffung der aktuellen Form der Fischereiabgabe und der falschen Verwendung der Gelder ein (insbesondere da Länder ohne Fischereiabgabe wie Niedersachsen, Sachsen und Bremen erfolgreich aufzeigen, dass alle daraus finanzierten Dinge auch ohne die Fischereiabgabe finanziert werden können)?

4.
Was wird ihre Partei konkret unternehmen um im Falle einer Beibehaltung der Fischereiabgabe sicherzustellen, dass die Fischereiabgabe im Sinne des
Bundesverfassungsgerichtes ausschließlich direkt für Belange der Angler eingesetzt wird und wird ihre Partei in Zukunft Sorge tragen, dass zum Beispiel Projekte zum Artenschutz und Gewässerschutz sowie Projekte für die Bewirtschafter/Berufsfischer aus anderen Mitteln gefördert werden?

5.:
Wird ihre Partei dafür sorgen, dass die Verbände (die aktuell überproportional von den Geldern profitieren) nicht mehr in Entscheidungen zur Vergabe der Gelder einbezogen werden?

Antwort AfD 3 - 5 zusammen

Die AfD beschäftigt sich schon länger mit Abgaben und deren sonderbarer Verwendung. Neben der Fischereiabgabe ist dies auch der sogenannte Wasserpfennig, der ebenfalls nicht für den gedachten Zweck verwendet wird, sondern im Wasserkopf der Umweltverbände landet. Natürlich fordern wir die sachbezogene Verwendung der Gelder oder die Abschaffung solcher Abgaben, deren Einnahmen nicht selten von den Kosten der Bürokratie aufgefressen werden.

Beurteilung: Die AfD positioniert sich gegen falsche Verwendung der Fischereiabgabe, geht aber konkret nur auf den nicht nachgefragten Wasserpfennig ein.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 6.:
Was wird ihre Landespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in ihrem Bundesland zu verhindern?

Antwort AfD

Den Wettlauf um immer mehr Angelverbote, wie ihn die anderen Parteien betreiben, lehnt die AfD ab. Wir fordern die Rückführung der Gesetzgebung von der EU zu den Nationalstaaten und nicht selten sogar auf die Landesebene. Wir sind der Meinung, dass der Sachverstand vor Ort besser ist, als im fernen Brüssel. Entscheidungen ohne die Betroffenen anzuhören lehnen wir ab. Wir streben einvernehmliche Lösungen an.

Beurteilung: Die AfD ist gegen weitere Angelverbote, scheint sich aber im Fischerei- und Naurschutzrecht und den Zuständigkeiten nicht besonders auszukennen. Das Fischereirecht ist ja bereits Landessache und die Länder setzen die Vorgaben der EU und des Bundes um. 

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die AfD setzt in vielen Fragen ohne profunde Sachkenntnis ihre eigenen Punkte.
Note 4,5
> Antwortgenauigkeit: Die AfD hat kaum Fragen anhand der Fragestellung beantwortet. Es wurden aber oft eigene Punkte gesetzt ohne auf die eigentliche Frage eizugehen. 
Note 4,5
> Antwortvollständigkeit: Es wurde zu allen Fragen geantwortet. Teilweise wurden aber nur eigene Punkte gesetzt ohne die Fargen konkret zu beantworten.
Note 4,0
> Anglerfreundlichkeit: Die AfD verwechselt teilweise Angeln mit Fischerei und kennt sich nicht besonders gut aus. Im Grundsatz steht sie aber zum Angeln und gegen immer weitere Einschränkungen und Bürokratie.
Note 3

Gesamtnote AfD Schleswig-Holstein: besser als ausreichend, 3,8



Antworten GRÜNE Schleswig-Holstein (Gesamtnote: 5,0)

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"
1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei für die kommende Legislatur in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?

Antwort GRÜNE

Wir werden uns auch in der kommenden Wahlperiode für strenge Fangquoten und eine Anwendung von Fangquoten auf Angler*innen einsetzen. Damit schützen wir die Grundlage des Angelns und stellen langfristig und nachhaltig sicher, dass Angler*innen angeln können.

Beurteilung:
Ob die Grünen hier nur von der EU und Baglimit reden, oder ob sie auch im Süßwasser strengere Fanglimits wollen und wie das dann geregelt werden soll, das bleibt nicht nachvollziehbar. Kein Wort dazu wie wertvoll das Angeln sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch ist. Die Grünen wollen nur Angler strenger regulieren.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Landespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse mit in ihr Programm aufnehmen, vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Antwort GRÜNE

Wir sehen aktuell keine Notwendigkeit, den Einstieg von Kindern und Jugendlichen ins Angeln weiter zu erleichtern.

Beurteilung:
Die Grünen sind kinderfeindlich und wollen keine Erleichterungen und kein unbürokratisches Heranführen der Kinder ans Angeln durch Mitangeln bei Erwachsenen.

Unsere Fragen zu "Fischereiabgabe - das Geld wird falsch eingesetzt"

3.:
Setzt sich ihre Partei zur Abschaffung der aktuellen Form der Fischereiabgabe und der falschen Verwendung der Gelder ein (insbesondere da Länder ohne Fischereiabgabe wie Niedersachsen, Sachsen und Bremen erfolgreich aufzeigen, dass alle daraus finanzierten Dinge auch ohne die Fischereiabgabe finanziert werden können)?

Antwort GRÜNE

Nein. Wir streben aktuell nicht an, die Fischereiabgabe abzuschaffen.

4.
Was wird ihre Partei konkret unternehmen um im Falle einer Beibehaltung der Fischereiabgabe sicherzustellen, dass die Fischereiabgabe im Sinne des Bundesverfassungsgerichtes ausschließlich direkt für Belange der Angler eingesetzt wird und wird ihre Partei in Zukunft Sorge tragen, dass zum Beispiel Projekte zum Artenschutz und Gewässerschutz sowie Projekte für die Bewirtschafter/Berufsfischer aus anderen Mitteln gefördert werden?

Antwort GRÜNE
Nein. Wir streben aktuell nicht an, die Verwendung der Mittel aus der Fischereiabgabe grundsätzlich anders zu strukturieren.

5.:
Wird ihre Partei dafür sorgen, dass die Verbände (die aktuell überproportional von den Geldern profitieren) nicht mehr in Entscheidungen zur Vergabe der Gelder einbezogen werden?

Antwort GRÜNE

Nein. Es ist aktuell nicht vorgesehen, die Gremien, die über die Vergabe der Gelder entscheiden, zu reformieren.

Beurteilung:
Die GRÜNEN wollen eine falsche Verwendung der Fischereibgabe nicht angehen.

Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 6.:
Was wird ihre Landespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in ihrem Bundesland zu verhindern?

Antwort GRÜNE

Wir streben an, im Rahmen der Umsetzung von Natura 2000-Projekten und im Rahmen der Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie sowie der Biodiversitätsstrategie des Landes weitere Nullnutzungszonen und damit auch weitere Angelverbote einzurichten. Damit schützen wir die Bestände und sichern langfristig die Möglichkeit, Angeln zu gehen.

Beurteilung
Die Grünen wollen weitere Angelverbote und Nullnutzungszonen (bedeutet auch immer Angelverbote). 

Gesamtbeurteilung
> Sachkenntnis: Die Grünen haben sich praktisch nicht mit den Fragen auseinandergesetzt und nur ihre eigene Ideologie eingebracht.
Note 4,5
> Antwortgenauigkeit: Die GRÜNEN ziehen soweit ihnen möglich jedes Thema auf Natur- statt Anglerschutz.
Note 4,5
> Antwortvollständigkeit: Es wurden alle Fragen beantwortet, allerdings nicht in Sachen Angler, nur in Sachen Naturschutz
Note 4,0
> Anglerfreundlichkeit: Die GRÜNEN haben praktisch kein Interesse daran Angler, Angeln oder Anglerschutz zu fördern. Es geht bestenfalls um Naturschutz, nie um Angler, Angeln oder Anglerschutz.
Note 6

Gesamtnote GRÜNE Schleswig-Holstein: mangelhaft, 5,0

Antworten LINKE Schleswig-Holstein (Gesamtnote: 6,0)

Gesamtbeurteilung
Leider hatte es Die Linke Schleswig-Holstein nicht nötig auf die Fragen von Netzwerk Angeln zu antworten - und das trotz einer Erinnerung.
Wer angelnde Bürger so mißachtet, hat nur eine Note verdient:

Gesamtnote Die Linke Schleswig-Holstein:  absolut ungenügend, 6,0


Antworten CDU Schleswig-Holstein (Gesamtnote: 6,0)

Gesamtbeurteilung
Leider hatte es die CDU Schleswig-Holstein nicht nötig auf die Fragen von Netzwerk Angeln zu antworten - und das trotz einer Erinnerung.
Wer angelnde Bürger so mißachtet, hat nur eine Note verdient:

Gesamtnote CDU Schleswig-Holstein:  absolut ungenügend, 6 ,0


Anhang:



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir würden uns freuen, wenn sie den Lesern von Netzwerk Angeln - dem relevanten journalistischen Portal für Angler, Angeln und Anglerschutz - vor der Wahl zum Landtag/Abgeordnetenhaus Fragen beantworten könnten, wie sich ihre Landespartei zu verschiedenen Punkten im Bereich Angeln positioniert hat oder positionieren will.

Einen solchen Wahlprüfstein veröffentlichen wir bei jeder relevanten Wahl, hier als Beispiel zur Wahl des EU-Parlamentes:
https://www.netzwerk-angeln.de/angelpolitik/369-antworten-zum-wahlpruefstein-zur-eu-wahl-zu-anglern-angeln-und-anglerschutz.html

Thema Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland

> Angeln wie Angeltourismus ist die einzige Nutzung der deutschen Gewässer, welche Ökologie und Ökonomie nachhaltig zusammen bringt.
> Angler sind die wahren Wächter der Gewässer, da sie auf Grund der Anwesenheit am Gewässer vieles mitbekommen, was Behörden oder anderen sonst verborgen bleibt.
- Positives, wenn sich durch Hege auch der Gewässerbewirtschaftung durch Angelvereine neue Arten ansiedeln.
- Negatives, wenn Angler als erste bemerken wenn mit einem Gewässer etwas nicht stimmt durch Einleitungen, Unfälle oder Sonstiges.
> Das praktische Angeln bietet noch eine der wenigen Möglichkeiten Zusammenhänge der Gewässer und Natur aus eigenem Erleben zu erfahren.

Nicht umsonst wurde von allen Bundesländern Angeln auf unsere Nachfrage als so wichtig erachtet, dass während der Corona - Maßnahmen das individuelle Angeln erlaubt blieb (siehe auch: https://www.netzwerk-angeln.de/angeln/angelszene/501-corona-virus-und-angeln-aktuelle-entwicklungen.html).

Angeln ist die sinnvolle Freizeitbetätigung im Freien (als individuelle Betätigung gerade auch in Corona-Zeiten wichtig) ebenso wie wichtiger Wirtschaftszweig. Auch gibt es die Bedeutung der Angelvereine als Heger und Pfleger der Gewässer sowie mit deren bürgerschaftlichen Engagement mit den ökologischen, sozialen, kulturellen und traditionellen Vorteilen für die Gesellschaft.

Unsere Frage zu "Angeln in Deutschland - sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch wertvoll für Deutschland"
1.:
Welche konkreten Maßnahmen will ihre Partei für die kommende Legislatur in die politische Diskussion einbringen oder durchsetzen um konkret Angler, Angeln und Anglerschutz insgesamt zu stärken und zu fördern?

Thema Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland


Die föderale Gesetzgebung zur Fischerei und damit auch zum Angeln ist in Bezug auf den Zugang zum Angeln für Kinder eine Katastrophe. Es ist in Deutschland uneinheitlich und in vielen Bundesländern Eltern- und Kinderunfreundlich.
> Je nach Bundesland bekommen Kinder ab Geburt einen Jugendfischereischein, in manchen ab 10 Jahren oder ab 12 Jahren oder es gibt und braucht gar keinen wie z. B. in Niedersachsen.
> Ein Jugendfischereischein erfüllt keinerlei Sinn und Zweck und ist nur unnötige Bürokratie.
> Ein Jugendfischereischein kann ohne weitere Bedingungen/Prüfung gekauft werden und berechtigt nur zum Mitangeln bei Erwachsenen, nicht zum selbstständigen Angeln.

Dabei dürfen z. B. in Brandenburg Kinder ohne (Jugend)Fischereischein und ohne Begleitung Erwachsener ab 8 Jahren legal und selbständig auf Friedfische angeln.
In Niedersachsen dürfen Kinder dagegen erst ab 14 überhaupt eine Angel in die Hand nehmen (mit Ausnahme zur direkten Vorbereitung auf die Prüfung zum Fischereischein. Den man allerdings in Niedersachsen gesetzlich gar nicht zum Angeln braucht).

Von einheitlichen Regelungen oder gleichen Lebensbedingungen kann hier also keine Rede sein.

Netzwerk Angeln plädiert daher für eine Regelung in der Art wie in den Niederlanden. Dort dürfen Erwachsene mit einer regulären Angelerlaubnis Kinder ohne weitere Bürokratie zum Angeln mitnehmen. Diese Kinder dürfen eine eigene, zusätzliche Rute zu den für den Angler erlaubten Anzahl Ruten nutzen und unter Aufsicht mitangeln. Dabei dürfen nicht mehr Fische entnommen werden als sie dem Inhaber der Erlaubnis alleine auch zustehen.

Viele Angler fordern daher für Deutschland, dass Kinder mit Erlaubnis der Eltern in jedem Bundesland die Möglichkeit bekommen sollen mit einer zusätzlichen Rute bei einem erwachsenen Inhaber einer regulären Angelerlaubnis unter Aufsicht ohne jede weitere Bürokratie mitangeln zu dürfen. Dies soll im jeweiligen Landesfischereigesetz und/oder der Fischereiverordnung festgeschrieben werden. Netzwerk Angeln unterstützt das.

Unsere Frage zu "Angeln für Kinder fördern in ganz Deutschland":
2.:
Wie steht ihre Partei zur Forderung eines unbürokratischen und gleichen Einstieges für Kinder und Jugendliche ins Angeln und werden sie dies als Landespartei zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse mit in ihr Programm aufnehmen, vertreten oder in sonst einer Weise fördern und unterstützen?

Thema Fischereiabgabe - das Geld wird falsch eingesetzt

Obwohl die Gelder der Fischereiabgabe teilweise scheinbar korrekt ausgegeben werden (nach den Verordnungen der Länder), widersprechen sie meist den vom Bundesverfassungsgericht vorgegebenen Kriterien.

Insbesondere bei den Punkten:
>Gruppenhomogenität
> Besondere Finanzierungsverantwortung / Sachnähe der Abgabepflichtigen zum Erhebungszweck
> Gruppennützigkeit der Verwendung des Abgabeaufkommen
> Periodische Legitimation der Sonderabgabe

Obwohl die Fischereiabgabe fast ausschließlich von Anglern aufgebracht wird, werden damit oft Projekte aus dem Natur-, Tier- oder Artenschutz bezahlt. Statt dass sie dem Angeln zugute kommen.
Dabei dürfen Angler rechtlich nicht einmal für Bewirtschaftung und damit auch nicht für Natur- und Artenschutz zuständig sein, das obliegt den Gewässerbewirtschaftern.

Nur ein kleiner Bruchteil der Angler ist in Deutschland in Fischereiverbänden organisiert (unter 20 %). Dennoch werden aus der Fischereiabgabe fast ausschließlich Projekte und Mitarbeiter der Fischereiverbände quersubventioniert.

Statt dass etwas konkret für Angler und Angeln allgemein getan wird, die das ja bezahlen müssen.

Da meist noch diese Verbände selber in den Ausschüssen/Gremien zur Vergabe der Gelder sitzen, hat dies - milde ausgedrückt - den Anschein einer Selbstbedienung zu Lasten der Angler.

Man sollte daher mit den Geldern aus der Fischereiabgabe ausschließlich Projekte für Angler und das Angeln fördern (die ja die Fischereiabgabe fast zu 100% aufbringen).
> Förderung von Kursen fürs praktische Angeln
> Studien über positive Wirkungen von Angeln
> Gezielte Öffentlichkeitsarbeit für das Angeln, unabhängig von Vereinen und Verbänden
> Einrichtung von barrierefreien Angelplätzen, auch abseits von Vereinsgewässern (frei zugänglich)
> Zuschüsse zu Fischereischeinkursen oder -prüfungen

Unsere Fragen zu "Fischereiabgabe - das Geld wird falsch eingesetzt"

3.:
Setzt sich ihre Partei zur Abschaffung der aktuellen Form der Fischereiabgabe und der falschen Verwendung der Gelder ein (insbesondere da Länder ohne Fischereiabgabe wie Niedersachsen, Sachsen und Bremen erfolgreich aufzeigen, dass alle daraus finanzierten Dinge auch ohne die Fischereiabgabe finanziert werden können)?

4.
Was wird ihre Partei konkret unternehmen um im Falle einer Beibehaltung der Fischereiabgabe sicherzustellen, dass die Fischereiabgabe im Sinne des Bundesverfassungsgerichtes ausschließlich direkt für Belange der Angler eingesetzt wird und wird ihre Partei in Zukunft Sorge tragen, dass zum Beispiel Projekte zum Artenschutz und Gewässerschutz sowie Projekte für die Bewirtschafter/Berufsfischer aus anderen Mitteln gefördert werden?

5.:
Wird ihre Partei dafür sorgen, dass die Verbände (die aktuell überproportional von den Geldern profitieren) nicht mehr in Entscheidungen zur Vergabe der Gelder einbezogen werden?



Thema immer mehr Angelverbote verhindern

Im Rahmen der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” sollen Angelverbote kommen ( Zitat DRAFT TECHNICAL NOTE ON CRITERIA AND GUIDANCE FOR PROTECTED AREAS DESIGNATIONS, EUROPEAN COMMISSION DIRECTORATE-GENERAL ENVIRONMENT: „extraktive Tätigkeiten wie der Bergbau, die Fischerei, Jagd oder Forstwirtschaft sind nicht mit dem Schutzniveau vereinbar“).
Ebenso werden im Rahmen von Natura2000 in Deutschland immer wieder (laut EU-Vorgaben) unnötige Angelverbote verhängt.

Dabei gibt es von der Bundesrepublik bezahlte Studien die nahelegen, dass Angeln und von Anglern bewirtschaftete Gewässer nicht nur nicht schaden (bei Vögeln, Libellen, etc.)!
Sondern im Bereich der Fische sogar eine größere Artenvielfalt als gleiche, unbewirtschaftete Gewässer aufweisen.

Zum Beispiel das Projekt Baggersee mit mit Prof. Arlinghaus (IGB) und Prof. Klefoth (Ökologie und Naturschutz, Hochschule Bremen) zeigt auf, dass gerade Bewirtschaftung durch Angler für mehr und nicht für weniger Artenvielfalt sorgen kann.(https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jfb.13989, https://www.ifishman.de/projekte/baggersee/uebersicht-baggersee/, Förderung durch Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) (Förderkennzeichen 01LC1320A, 01LC1320B und 3514685C20)) des Berliner Leibnitz-Institut für Gewässerökologie (IGB) und Binnenfischerei).

Weitere Studien/Veröffentlichungen dazu:
Status of aquatic and riparian biodiversity in artificial lake ecosystems with and without management for recreational fisheries: implications for conservation (https://www.ifishman.de/publikationen/einzelansicht/1787-status-of-aquatic-and-riparian-biodiversity-in-artificial-lake-ecosystems-with-and-without-mana/)
Einfluss anglerischer Bewirtschaftung auf die Biodiversität von Baggerseen: Eine vergleichende Studie verschiedener gewässergebundener Organismengruppen (https://www.ifishman.de/publikationen/einzelansicht/1793-einfluss-anglerischer-bewirtschaftung-auf-die-biodiversitaet-von-baggerseen-eine-vergleichende)
Baggerseen sind Refugien für die Artenvielfalt (https://www.ifishman.de/publikationen/einzelansicht/1734-baggerseen-sind-refugien-fuer-die-artenvielfalt/.)


Unsere Frage zu "Immer mehr Angelverbote verhindern"

Frage 6.:
Was wird ihre Landespartei konkret unternehmen, um weitere Angelverbote im Rahmen von Natura 2000 und der “EU-Biodiversitätsstrategie 2030” in ihrem Bundesland zu verhindern?

 


Fragen wie Antworten sind zur Veröffentlichung gedacht.

 

Wir würden uns freuen, wenn sie die Fragen bis xx.xx. 2021 beantworten könnten.

 

Informationen die nicht veröffentlicht werden sollen, bitte deutlich kennzeichnen.

 

Bei Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung.




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