750 teaser angeln in griechenland

Als ich von „Netzwerk Angeln“ gebeten wurde, einen Artikel über das Angeln in Griechenland zu schreiben, war ich nicht nur hoch erfreut und überrascht sondern auch ein wenig ratlos. Denn dieses Thema ist nahezu unerschöpflich. Nachdem ich meine Gedanken hierzu ein wenig geordnet hatte, habe ich mich dazu entschlossen, mich dieser Geschichte von meinen persönlichen Erfahrungen her anzunähern. Und deshalb möchte auch ich hier zuerst mal kurz erzählen, wie ich als Stuttgarter in den Niederlanden zum Angler wurde und als „Liebesflüchtling“ schließlich in Thessaloniki meine Heimat fand.

Von Friesland über das Schwabenland nach Griechenland

In den 1970er und 80er Jahren hatten meine Eltern ein kleines Ferienhaus in einem winzigen westfriesischen Dorf und dort hatte ich als zehnjähriger Bub auch zum ersten Mal eine Angelrute in der Hand. Meine Mutter erzählt noch heute, dass mein Drang nach Freiheit, hin zur Natur und zum Wasser damals schon so ausgeprägt war, dass ich dort oft direkt nach dem Frühstück mit meiner Ausrüstung verschwand und erst zum Abendessen wieder nach Hause kam.
Da es ja damals noch keine Handys gab, bin ich ihr heute noch dankbar, dass sie ihre mütterlichen Sorgen um mich ertrug und mir diese Freiheit ließ. Und da ich bis zu meinen versteckten Revieren im Schilf immer kilometerweit über Wiesen und Äcker laufen musste, wusste sie auch immer nur ungefähr, wo ich war.

01 400 felix leopold angeln in griechenlandFelix Leopold lebt in Griechenland und teilt gerne sein Wissen mit Angeltouristen.


Freiheit, Ruhe, Gelassenheit, unbedingte Konzentration und das Glücksgefühl der Naturnähe. Bis heute sind das die Gründe, weshalb ich angeln gehe. Schon damals, als Teenager, kam ich meistens ohne Fisch aber voller Erlebnisse mit wilden Tieren und dem Wetter zurück. Und das hat sich bis heute nicht geändert.

Griechenland weckt den Angelwunsch erneut

Auf die unbeschwerten Jugendjahre mit wochenlangen Ferien in westfriesischer Idylle folgten Studien- und Arbeitsjahre unter dem Realitätsdruck einer schwäbischen Industriemetropole. Meine finanziell nur bedingt erfolgreichen Versuche, eine Künstlerkarriere aufzubauen, mündeten schließlich in eine Karriere als Kurierfahrer und Disponent. So war ich finanziell zwar erfolgreicher, dafür aber weniger glücklich. Zum Glück lernte ich in Stuttgart schon 1984 meine heutige Frau kennen, eine griechische Bluessängerin aus Thessaloniki. Und so war ich 1985 auch zum ersten Mal in Griechenland.
Zwar war ich bei meinen ersten paar Besuchen noch sehr damit beschäftigt, mich mit dem Land, den Menschen und der Sprache anzufreunden, doch als ich 1990 zum ersten Mal auf der Halbinsel Pilion war, da überkam mich wieder dieser Drang nach Freiheit und Natur …
Und ich wollte unbedingt wieder angeln.
Da ich jedoch keine eigene Ausrüstung mehr besaß, musste ich so angeln, wie es damals dort alle noch taten: Mit der Leine in der Hand. Auch wenn mir das zu Beginn eher archaisch und umständlich erschien, bin ich heute froh, dass ich durch diese Schule gegangen bin. Denn wenn auch die Hauptleine meist relativ dick war, um sie besser greifen zu können und sie beim Drill nicht in die Finger schneidet, so waren doch die verschiedenen Vorfächer sehr raffiniert und fein geknotet. Und außerdem besteht der direkteste Kontakt zum Fisch mit der Leine in der Hand. Sehr schnell stellte ich fest, dass das Angeln mit Handleine vom Ufer aus den entscheidenden Nachteil hat, dass man nicht überall angeln kann und sich in schwierigem Gelände ein großer Fisch nur schwer kontrollieren und lenken lässt. Heute verwende ich die Handleine nur noch im Boot beim Angeln auf Tintenfische in bis zu hundert Metern Tiefe.

Von der Handleine zum Angeln mit der Spinnrute in Griechenland

02 750 meine kirche angeln in griechenlandDer idyllische Geheimplatz von Felix Leopold in Griechenland
Als meine Frau und ich im Oktober 2000 nach Thessaloniki umzogen, brachte ich zwei Teleskop- und eine leichte Spinnrute mit, um das im Urlaub gelernte Handangeln auf die Rute zu übertragen. Doch schon 2001 stellte sich der künstlerische Erfolg ein, der mir all die Jahre über in Deutschland verwehrt geblieben war und ich musste als Musiker (Zur Biografie von Felix Leopold)  bis 2010 jedes Jahr zwischen 120 und 150 Liveauftritte bewältigen. Zum Angeln hatte ich da nur im September etwas Zeit, doch zum Glück auf der Chalkidiki schon ein verstecktes Felsplateau gefunden, das ich „meine Kirche“ nannte.

An ihm fällt das Meer direkt auf 40 Meter Tiefe ab und bei Südwind brechen sich die Wellen der offenen Ägäis an ihm. Selbst Delfine und Robben kommen hin und wieder dort vorbei. Ein traumhafter Ort. Heute glaube ich, dass ich erst dort in „meiner Kirche“ wirklich zum Angler wurde.
Denn während ich auf diesem Felsplateau meinen Angelstil mit der Zeit immer erfolgreicher den örtlichen Bedingungen anpasste, lernte ich dabei auch, dass echtes Angeln in erster Linie mit Beobachten, Erkennen und Kreativität zu tun hat. Und noch etwas habe ich während meiner Angeljahre auf den Felsen gelernt, nämlich dass sich der Respekt vor der Natur auch im Benehmen der echten Angler untereinander widerspiegelt. Nie habe ich mit diesem Ort öffentlich geprahlt und den Zugang verraten. Und keiner der vielleicht 5 bis 8 Angler, die ich mal dorthin mitgenommen habe, ging je wieder ohne mich auf das Plateau.
Zum ersten schützen wir so die Schönheit und Unberührtheit besonderer Biotope und zum zweiten möchte sich auch niemand mit fremden Federn schmücken sondern sich selber seine eigenen heiligen Orte suchen. Und so darf sich jeder, der mal von einem einheimischen Angler in dessen „Kirche“ mitgenommen wird, sehr geehrt fühlen und sollte das gleichzeitig auch für sich behalten. Denn Hand aufs Herz, einen wunderschönen einsamen Strand zu fotografieren und diese Fotos dann auch rum zu zeigen, ist menschlich und verständlich.
Dann aber noch dem Rest der Welt zu erzählen, wo man diesen Strand finden kann, ist kontraproduktiv. Der Reiz des Angelns liegt ja nicht nur im Fangen sondern vor allem im Suchen des Fisches.

Tipps und Tricks zum Angeln in Griechenland vom Angler vor Ort

Kurzum … Ihr werdet von mir in den weiteren Ausführungen also keine konkreten Ortsangaben zu Hotspots samt Anfahrtshilfe erhalten, aber ich werde mir Mühe geben, euch die verschiedenen Lebensräume so zu beschreiben, dass Ihr diese, egal wo Ihr in Griechenland Urlaub machen wollt, auch wiedererkennen könnt.
So klein dieses Land auch ist, für uns Angler ist es ein riesiges Paradies. Denn wo man auch ist, immer befindet man sich in Gewässernähe. Und überall wo Wasser ist, kann man auch angeln.

Auch in Griechenland verändert sich das Angeln und die Angelszene

Die letzten Jahre über habe ich persönlich wieder mehr Zeit, bin nicht nur regelmäßig am Wasser sondern recherchiere viel und stehe auch in regem Kontakt mit anderen Anglern. Und seit ca. 2010 stelle ich fest, dass sich die Anglerszene in Griechenland extrem schnell verändert und modernisiert. Genauso wie ich, der ich heute eigentlich nur noch das Spinnfischen betreibe, konzentrieren sich auch viele andere Angler auf eine Disziplin und beginnen, sich zu spezialisieren.
03 750 angler am strand angeln in griechenlandAngeln geht in Griechenland auch an flachen Stränden, nicht nur an Felsenküsten.

Und dadurch steigen nicht nur die Kenntnisse über die jeweiligen Fischarten und deren Lebensräume sondern auch die Qualität des verwendeten Materials. Das ist auch logisch, denn die Lebensräume der Fische bestimmen, welches Material wir zum Angeln benützen können.
Ein Beispiel:
Konnten sich noch vor 15 Jahren die Menschen zum Fangen von Wolfsbarschen in sehr flachen und felsigen Strandgewässern nichts anderes als das Harpunieren vorstellen, so hat sich das mit den heutigen Kenntnissen und dem Material, das uns inzwischen beim Spinnangeln zur Verfügung steht, radikal verändert.

Meeresangeln in Griechenland

Wohl die meisten Touristen, die zwischen Mai und September nach Griechenland kommen, verbringen ihren Urlaub in unmittelbarer Nähe von Stränden und kleinen Häfen. Und dass diese vor allem um Sonnenauf- und –untergang herum auch sehr gute Angelplätze sein können, fällt den meisten natürlich gar nicht auf. In vielen Urlaubsorten befinden sich Strände und kleine Fischkutterhäfen zudem noch in direkter Nachbarschaft zueinander. Für einen Touristen, der während seines Urlaubs auch gerne ein wenig angeln möchte, ist das ideal. Denn hier lassen sich meist alle gängigen Angelmethoden verwirklichen.
750 teaser griechenland meeresangeln

Häfen und befestigte Strandpromenaden

Alle kleinen Fischereihäfen, die ich bisher gesehen habe, sind ähnlich aufgebaut. Meist liegen sie mitten im Ort, sodass die Hafenmauer gleichzeitig auch eine Promenade ist und bestehen aus L-förmigen ins Meer gebauten Kaimauern, die zur Seeseite hin mit Schutzwällen aus großen Felsblöcken versehen sind. Auf der dem Wetter abgewandten Seite liegt die mit einem kleinen stählernen Leuchtturm besetzte Einfahrt.  Bedingt durch das Reinigen der Kutter, bei dem Fangreste ins Hafenbecken gelangen, entsteht dort ein zusätzliches Nahrungsangebot, das viele Fischarten, sogar Raubfische relativ standorttreu werden lässt.

Posenangeln

750 5 Posenangler Felix LeopoldEntspanntes Posenangeln ist in vielen Häfen möglich
Da man auf den Hafenmolen und Strandpromenaden sehr schön all die notwendige Ausrüstung aufstellen kann (Stuhl, Rutenständer, Sonnenschirm usw.) ist hier auch das Posenangeln eine sehr schöne Art, sich am Wasser zu entspannen. Da die Griechen sich diese Art zu angeln wohl von den Engländern abgeschaut haben, wird diese hier auch „Englesiko“ genannt. Wem diese Art zu angeln Spaß macht, kann sich die Zeit damit vertreiben, tagtäglich den Standort zu wechseln und so den gesamten Hafenbereich abzufischen.


 Als Köder eignen sich besonders Maden. Aber auch Garnelenstücke, kleine Sardinenfilets, Muschelfleisch, verschiedene Wurmarten oder kleine Tintenfischstücke sind erfolgreich. Zur Köderauswahl solltet ihr mal in einen der lokalen Anglershops gehen, die alle auch Köder verkaufen. Die findet ihr durch die Schilder mit der Aufschrift „ΔΟΛΩΜΑ“ (Singular) oder „ΔΟΛΩΜΑΤΑ“ (Plural).
Meist werden hierbei verschiedene Brassenarten gefangen, wie Ringelbrasse, Geißbrasse, Gelbstriemenbrasse und die Goldstriemenbrasse. Außer Großkopfmeeräschen, die durchaus mal mehr als ein Kilo wiegen können, darf man größere Fische hierbei jedoch nicht erwarten - es sei denn ihr angelt aus Versehen am richtigen Tag im richtigen Hafen. Man weiß ja nie.


  Material zum Posenangeln!

Mal ganz ungeachtet der Frage, ob ein Tourist das alles mit in den Urlaub schleppen kann, beschreibe ich hier mal kurz, welches Material die Posenangler hier in Griechenland verwenden: Eine dreiteilige Matchrute zwischen 3,90m und 4,20m sowie eine 1000er bis höchstens 2000er Rolle mit 016mm bis 0,18mm Monofil. Meist werden lange, schmale Stippposen mit einem Vorfach aus 0,12 bis 0,14mm Fluorcarbon und sehr kleinen Haken (Größe 8 bis 12) verwandt. Sollten jedoch anstatt Maden Garnelenstücke oder Würmer erfolgreich sein, kann man gerne auch auf Haken der Größe 4 bis 5 ausweichen. Aber wer hat schon im Urlaub eine Matchrute dabei? Richtig! Wer also Lust hat, sich einfach nur gemütlich an die Hafenmole zu setzen, kann sich auch völlig schamlos ein Posenvorfach an eine 2,70m Spinnrute montieren.


Spinnfischen

Da sich in die geschützten Bereiche von Häfen und Strandpromenaden auch gerne Klein- und Jungfische zurückziehen und dadurch Raubfische anlocken, ist auch das Spinnfischen hier sehr interessant. Die beste Zeit hierfür ist meist eine Stunde vor bis eine Stunde nach Sonnenaufgang. An guten Tagen kann die Jagdzeit der Räuber schon mal bis 10 Uhr oder länger andauern. Auch die Zeit um den Sonnenuntergang herum ist nicht schlecht.
750 7 Barracuda Petros DespoinidisMittelmeerbarracudas sind mögliche Beute beim nächtlichen Spinnangeln

Und da die meisten Raubfische nur zum Jagen in die Häfen kommen und diese dann wieder verlassen, ist auch der Bereich rund um die Hafeneinfahrt sehr gut als Standort geeignet.
Von April bis Juni kann man hierbei meist auf Blaubarsche und als Highlight auch mal auf Mittelmeerbarracudas hoffen, während ab September auch Goldmakrelen, Gabelmakrelen, kleinere Bernsteinmakrelen und Hornhechte an die Angel gehen. Während des Hochsommers (Juli und August) ist das Spinnfischen hingegen wenn überhaupt nur nachts sinnvoll. 

750 8 Minnows Felix Leopold

Spinnfischen mit Wobblern
Hier sind schmale, 9 bis 17 cm lange Wobbler („Minnows“) und Oberflächenwobbler (sogenannten „Walk the dog – WTD“) und „Stylos“ zu empfehlen.

Wir benützen hierzu Ruten, die 2,40m bis 2,90m lang sind und eine Wurfgewichtstoleranz haben, die irgendwo zwischen 8 gr und 40 gr liegt sowie 3000er- Rollen mit guter und sensibler Bremse und schneller Übersetzung. Eine achtfach geflochtene 0,16mm-Schnur ist völlig ausreichend.


Da vor allem im Umkreis von Fischkutterhäfen sehr oft große Wolfsbarsche standorttreu sind, kann auch das Spinnen mit Gummifischen sehr erfolgsversprechend sein.
Meist jagen die Wolfsbarsche jedoch nachts bis in die frühen Morgenstunden. Wer lieber tagsüber sein Glück versuchen will, kann hierfür den ein oder anderen regnerischen Tag nutzen.
Da der Wolfsbarsch im Gegensatz zu den Makrelenarten und dem Blaubarsch ein Lauerjäger ist, muss man ihn auch suchen. D.h. dass man mit der Rute in der Hand geduldig das ganze Hafenbecken abfischen muss und vor allem im Einfahrtsbereich den Köder bis an die Wallsteine heranspinnen kann. Denn sehr oft schleichen sich die Fische direkt an der Wallkante entlang in den Hafen hinein.

Beim Angeln auf Wolfsbarsch gilt: je leichter und feiner desto besser! In erster Linie heißt das, dass die Gewichte der Gummis gerade so schwer sein dürfen, dass eine sensible und langsame Köderführung möglich ist.

750 9 Wolfsbarsch Petros DespoinidisEin schöner Wolfsbarsch aus Griechenland
In einem höchstens 5 Meter tiefen, ruhigen und strömungsfreien Hafenbecken sind Jigheads von bis zu 7 gr wohl völlig ausreichend. Deshalb empfiehlt sich hier die Verwendung einer Rute, deren Wurfgewichtstoleranz irgendwo zwischen 3 gr und 28 gr liegt, sowie einer 2000er oder 2500er Rolle mit langsamer Übersetzung. Um einen direkten Kontakt zum geringen Ködergewicht zu halten, sollte auch die geflochtene Schnur nur um die 0,10mm dick sein.

750 10 Gummifische Petros DespoinidisEtwa 10-12cm lange Gummiköder an leichten Jigköpfen funktionieren auch auf Wolfsbarsch sehr gut!
Solltet Ihr das Glück haben, mit solch leichtem Gerät einen 4 Kg-Wolfsbarsch zu haken, dann wird der Drill zu einem Erlebnis. Natürlich kann man auch Jigheads von über 10 gr und die gleiche Rute wie bei den Wobblern benützen. Dann würde ich jedoch nur Gummifische mit Paddelschwanz einsetzen und diese in verschiedenen Wassertiefen mit leicht wechselndem Tempo einspinnen. Doch ob beim Spinnen mit Wobblern oder mit Gummifischen solltet Ihr euch an helle Farben, Farbkombinationen und Schattierungen halten: weiß, gelb, hellblau, grün, rot, rosa, silber …. u.s.w.

Brandungsangeln oder „Casting“

Dieselbe Gelassenheit gegenüber der Perfektion würde ich in Häfen auch bei der folgenden Angelart wahren, dem Brandungsangeln, das wir hier „Casting“ nennen. Hierbei wird in erster Linie den Doraden und den Marmorbrassen nachgestellt. Beide Arten suchen am Meeresgrund nach Würmern, Schnecken und Muscheln und können meist nur durch Material erreicht werden, das weite Würfe ermöglicht.

750 11 Dorade und Marmorbrasse Petros DespoinidisDoraden und Marmorbrassen werden mit der "Brandungsangel gefangen.
Auch wenn die aus riesigen Felsblöcken vor den Zufahrten der Häfen aufgebauten Schutzwälle sehr dazu einladen, auf ihnen Brandungsruten aufzustellen und ins offene Meer hinaus zu angeln, so hat das doch eine ganz praktische Tücke. Denn die meisten Boote fahren kaum dreißig Meter entfernt von den Wällen hinaus aufs Meer oder wieder zurück in den Hafen. Dass da die Leinen hoch aufgestellter Brandungsruten den Schiffsschrauben im Weg liegen, ist logisch. Deshalb würde ich das „Casting“ nur dort anwenden, wo es keinen permanenten Bootsverkehr gibt.

Wer dennoch mal probieren möchte, eine schöne Dorade zu fangen, kann ja auch hier eine 2,70m lange Spinnrute verwenden und das Wurfgewicht von 100 auf 30 gr reduzieren. Ist zwar nicht perfekt, aber wie gesagt, kommen die Fische rund um die Häfen ohnehin dichter ans Ufer.

Strände

An den Stränden kommt man jedoch um die Verwendung eines wirklichen Sets zum Brandungsangeln nicht umhin, da sich in Strandnähe fast nur Jungfische aufhalten. Es muss jedoch erwähnt werden, dass in Strandgewässern viele unterschiedliche Bedingungen bestehen können und dass der feine und weiche Sand, der uns beim Sonnenbaden und beim Schwimmen so viel Freude macht, unter Wasser nicht viel anderes bedeutet als an Land, nämlich Wüste.

Natürlich streifen auch hier immer wieder Doraden, Meeräschen und Marmorbrassen umher, um im Sand nach Muscheln und Würmern zu suchen und kann vor allem ein nächtliches Brandungsangeln durchaus von Erfolg gekrönt sein, aber die Artenvielfalt ist in solchen rein sandigen Gebieten grundsätzlich sehr niedrig. Das verändert sich, sobald der Meeresuntergrund steiniger wird und auch Salzwasserpflanzen Halt finden. Auch größere Fische halten sich in einer Entfernung von ca. 100 Metern vom Strand vor allem in den Übergangszonen zwischen sandigem und steinig-bewachsenem Untergrund auf.
750 12 Casting am Strand Petros DespoinidisWer von flachen Stränden aus angeln will, wird um richtiges Brandungsgeschirr wegen der nowtwendigen Wurfweite nicht herumkommen

Doch rauszufinden, welche Bedingungen in einem Strandgewässer herrschen, macht das Angeln dort zu einem Rundumerlebnis. Wer auf der Suche nach neuen Strandabschnitten eine Schwimmbrille oder Maske dabei hat, kann sich im Zweifelsfall ein interessantes Biotop direkt ansehen. Da machen Strandwanderungen und Schwimmen das Angeln zu einer richtig sportlichen Angelegenheit.

Casting

Neben dem Spinnfischen ist das Brandungsangeln die wahrscheinlich populärste Disziplin in Griechenland. Hierzu verwenden die Angler 3,90m bis 4,20m lange dreiteilige Ruten oder Teleskopruten, die ein Wurfgewicht von bis zu 200gr aushalten. Die 5000er bis 6000er Rollen werden mit 0,28mm Monofil befüllt und vor das Vorfach werden als Shockleader noch ca. 8m einer starken 0,40mm Monofil eingesetzt, um die extreme Belastung der Würfe zu ermöglichen. Meist werden Bleie zwischen 80 und 120gr verwendet. Das geläufigste Vorfach besteht aus einer Fluorcarbon 0,22mm bis 0,28mm und einem Einzelhaken Größe 3 oder 4, der ca. einen Meter hinter dem als Durchlauf montierten Blei liegt. Aber auch ein zweihakiger Paternoster ist sehr gut. Als Köder werden verschiedene Wurm-, Muschel- und Krebstierarten verwendet. Auch hierbei ist es für einen Touristen das Beste, sich in lokalen Angelshops beraten zu lassen.

Spinnangeln am Strand

750 13 Blaubarsch Petros DespoinidisMit der Spinnangel lassen sich auch schöne Blaubarsche an flachen Strandabschnitten erwischen
Im Gegensatz zu den Brandungsanglern müssen Spinnfischer jedoch nicht zwingend eine Distanz von bis zu 100 Metern überwinden, um den Fisch zu erreichen. Denn für sie können auch felsige und extrem flache Abschnitte an Stränden mit kaum einem Meter Wassertiefe sehr verlockend sein, da hier bei Sonnenaufgang oft Wolfsbarsche, Blaubarsche und ab September auch Goldmakrelen auf Jagd gehen. Früh morgens bei Windstille kann aber auch das Spinnen mit nahezu gewichtslosen Gummifischen ein absoluter Genuss sein, vor allem dann, wenn das Gelände das Waten zulässt.
Spinnfischen in extrem flachen Gewässern

In erster Linie sind hier die schon erwähnten „Walk the dog (WTD) Wobbler“ sehr gut geeignet. Zum Spinnen mit nahezu gewichtslosen Gummifischen bewährt sich eine leichte Spinnrute mit einer Wurfgewichtstoleranz von ca. 3 bis 25gr. Hierzu sind eher schlanke Gummis mit längeren Schwänzen und Offsethaken zu empfehlen. Um je nach Bedingungen ein leichtes, kontrolliertes Absinken zu ermöglichen, kann der Offsethaken selber noch 1 bis 3gr schwer sein.



750 14 WTDs Felix Leopold

Aber auch Stellen, an denen der Meeresgrund schon in Strandnähe abrupt tiefer wird, können interessant sein, da viele Fische gerne an solchen Hängen entlangziehen. Schaut euch deshalb mal die Strände, die euch im Urlaub zur Verfügung stehen bei Spaziergängen und beim Schwimmen an, dann werdet Ihr schon einen Eindruck bekommen, welche Angelarten und Köder sinnvoll sind. Ansonsten gilt auch hier: fragt die Einheimischen. Denn die kennen ihre Gegend am besten. 

Meeresangeln vom Boot in Griechenland

Eine der häufigsten Fragen, die mir jedes Jahr von Touristen gestellt wird, ist: „Wo kann ich ein Boot mieten, um ein wenig zu angeln?“
In dem Dorf, in dem ich seit 20 Jahren meine Sommer verbringe, gibt es inzwischen einen gut organisierten Bootsverleih. Ob das nun in all den anderen tausenden Urlaubsorten an der griechischen Küste auch so ist, vermag ich nicht zu sagen. Das müsste jeder persönlich vor Ort klären. Sollte man tatsächlich einen Bootsvermieter finden, wäre es auch ratsam, sich über die lokalen Wetterbedingungen und Angelmöglichkeiten zu informieren. Denn so
romantisch und traumhaft ein Angeltrip auf dem Meer auch sein kann, wir sollten immer im Hinterkopf behalten, dass wir da nicht auf einem Baggersee sondern in wilder Natur umherschippern.

Eine Alternative zum Bootsverleih bieten vielleicht auch lokale Anbieter von Angeltrips. Hierbei sollte man sich jedoch die angebotenen Programme solcher Trips genauer anschauen. Denn meistens richten die sich an die Mehrzahl der Touristen und das Angeln wird hier oft nur als Erlebnisevent mit Strandpicknick und anderen Aktivitäten gekoppelt, was solche Trips für ernsthafte Angler wohl eher uninteressant werden lässt.
750 15 Boot Felix LeopoldMit dem Boot aufs Meer zum Angeln verspricht auch in Griechenland Erfolg!

Wirklich interessant jedoch kann es sein, sich auf privater und freundschaftlicher Basis von Einheimischen zum Angeln auf das Meer mitnehmen zu lassen. Solltet Ihr während eures Urlaubs also tatsächlich einen Menschen kennenlernen, der mit eigenem Boot zum Angeln hinausfährt und solltet Ihr euch gegenseitig auch noch sympathisch sein, dann rate ich dazu, ihm die Möglichkeit zu geben, euch zum Angeln einzuladen. Und das funktioniert am besten, indem Ihr ihm sagt, dass Ihr gerne von ihm lernen möchtet, wie er angelt. Das ehrt ihn und sein Wissen. Dass man selber ein toller Angler ist, braucht man ihm nicht schon zu Beginn zu erzählen, das stellt sich ja dann beim gemeinsamen Fischen heraus.

Grundangeln

Das Grundangeln ist eine der traditionellen Methoden, die heute noch von vielen älteren Fischern mit der Handleine betrieben wird. Und ich rate dringend davor ab, sich darüber lustig zu machen. Denn selbst mit bestem Material gelingt es kaum einem noch so guten Hobbyangler, einen erfahrenen griechischen Handleinenfischer beim Fangerfolg zu übertreffen. Und dabei ist die Montage denkbar einfach. Denn eine Spinnrute mit Wurfgewichtstoleranz von 10 gr bis 40 gr und einer 3000er Rolle mit geflochtener Schnur ist perfekt hierfür geeignet. Man bindet sich aus einer 0,22mm bis 0,28mm Fluorcarbon, drei Haken der Größe 3 bis 5 und einem Grundblei einen ca. 1,5m langen Paternoster und hängt ihn einfach im schon vorhandenen Snap-Karabiner ein. Als Köder sind vor allem Garnelen- und Tintenfischstücke sowie Würmer sehr gut geeignet.

Und hier gleich mal ein kleiner Tipp:
Macht die Garnelen schon einen Tag vorher sauber. Dann legt ihr diese in einen Tupper, streut ordentlich Salz und etwas Zucker darüber und stellt das ganze über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag nehmt Ihr den Tupper so, wie er ist, mit an Bord.
Da das Grundangeln meist erst ab einer Wassertiefe von ca. 30 m interessant wird, fährt man mit dem Boot bis zu der Linie hinaus, an der der Meeresgrund abfällt. Je nach Örtlichkeit ist dies meist spätestens ab 500 Metern vom Ufer entfernt der Fall. Beim ersten Ablassen des Paternosters könnt ihr schon erkennen, ob Tiefe und Strömung ein schwereres Blei verlangen. Da wir die Bisse an der Rutenspitze erkennen und deshalb dieses Angeln selbst bei ruhiger See und geringer Strömung ab einer Tiefe von ca. 80 Metern schwierig wird, kommt man auch mit Bleien von 30 gr bis 50 gr zu recht. Große Fische dürft ihr hierbei zwar nicht erwarten, aber eine schöne gemischte Bratfischpfanne springt fast immer dabei heraus.
Die gängigsten Fänge hierbei sind: Ringelbrasse, Geißbrasse, Gelbstriemenbrasse, Rotbrasse und Schriftbarsch. Hin und wieder fängt man auch diverse Plattfische und kleine Rochen.


  Vorsicht bei zwei Fischen: Petermännchen & Hasenkopf-Kugelfisch!

Der erste ist das „Petermännchen (griech. Drakaina)“. Dieser Fisch kann bis zu 50 cm lang werden, kommt in küstennahen Gewässern mit sandigem Untergrund vor und geht deshalb in manchen Gebieten extrem häufig an die Angel. Er besitzt an jedem Kiemendeckel je einen und auf dem Rücken direkt hinter dem Kopf mindestens zwei Giftstachel. Wenn auch ein Stich vor allem größerer Tiere nur für Allergiker und Menschen mit Herzproblemen wirklich gefährlich ist, so ist er zumindest extrem schmerzhaft. Aus Erfahrung rate ich deshalb, diesem Fisch vor dem Abhaken zum Fixieren eine längliche Zange ins Maul zu stecken. Da das „Petermännchen“ jedoch auch ein sehr schmackhafter Speisefisch ist, sollte man ihm direkt nach dem Fang mit einer Schere die Giftstacheln abschneiden und ihn zur Sicherheit auch nur ohne Kopf zubereiten. Bild des Petermännchens anzeien!


Der zweite Fisch ist der „Hasenkopf-Kugelfisch (griech. Lagokefalos)“. Er soll bis zu einem Meter lang werden und wird meist vom Boot aus gefangen. Vorsicht! Dieser Fisch darf nicht gegessen werden! Er ist eine invasive Art, der aus dem asiatischen Pazifik anscheinend über den Suezkanal ins Mittelmeer eingewandert ist. Im Südöstlichen Mittelmeer wurde er zum ersten Mal um 2013 gefangen. Vor allem in den Gewässern um Kreta und auch in der Straße von Korinth scheint er inzwischen weit verbreitet zu sein. In der nordöstlichen Ägäis wurde er erst vor kurzem gesichtet. Da diese invasive Art das Gleichgewicht der lokalen Biotope zerstört, sollte ein „Hasenkopf“ nach dem Fang auch nicht wieder zurückgesetzt werden. Und bitte einem lebenden Exemplar zum Abhaken nicht ins Maul fassen, denn seine Zahnplatten sind Muschelknacker. Bild des Hasenkopf-Kugelfischs anzeigen!



Spinnfischen vom Boot aus

Vor allem im September und im Oktober kann auch das Spinnfischen vom Boot aus sehr interessant sein. Hierzu würde ich wieder schmale Minnows verwenden, die bei Zug auf 0,5 bis 1,5 Meter absinken. Längen von 10 bis 17 cm sind perfekt. Doch auch Gummifische mit schwereren Jigheads können erfolgreich sein. 


750 16 schmale Minnows Petros Despoinidis

Direkt nach Sonnenaufgang würde ich zuerst strandnahe Gebiete abfischen und erst ab 8 oder 9 Uhr noch für zwei Stunden ungefähr so weit hinausfahren, bis der Meeresgrund abfällt. Nachmittags hingegen fangen wir gegen 16 Uhr auf dem Meer an und nähern uns mit dem Sonnenuntergang wieder dem Strand.

750 17 Goldmakrelen Felix LeopoldGoldmakrelen - an der Angel wie in der Küche ein Genuß!
Während wir hier in Strandnähe wieder auf Wolfsbarsch, Blaubarsch und Zahnbrasse hoffen, finden wir Goldmakrelen neben Bernsteinmakrelen, kleinen Thunfischen und atlantischen Bonitos auf dem offenen Meer. Hierbei haben wir jedoch das Problem, dass wir nie genau wissen, wo denn gerade die Makrelen und die kleinen Bonitos jagen. Um das rauszufinden, können wir zu Beginn einfach ein oder zwei Schleppleinen in ca. 80 Meter Entfernung und bei einem Tempo nicht über 3 Knoten hinter dem Boot herziehen. Nach den ersten paar Bissen könnt ihr vor Ort verweilen und die Spinnrute auswerfen.


Da ein Tourist wohl kaum auch noch eine geeignete Bootsrute samt Rolle zum Schleppangeln im Urlaub dabei hat, tut es hier auch die traditionelle Handleine: 150 Meter einer 0,50mm Monofil, je nach Wellengang ein 30 bis 50 gr schweres ovales Durchlaufblei und ein mindestens ein Meter langes Vorfach, 0,35 mm Fluorcarbon. Als Köder nehme ich einen hellen und nervösen Wobbler, der schon von alleine ziemlich viel Bewegung erzeugt. 11 cm Länge reichen da völlig aus.

Tsapari, Jigging & Big game

Natürlich kann auch das klassische Makrelenvorfach eingesetzt werden. In Griechenland besteht dieses Vorfach aus bis zu zehn weiß oder bunt befederten Haken der Größe 3 bis 5 und wird „Tsapari“ genannt. In den Angelshops werden diese fertig abgepackt für 2 bis 6€ verkauft. Beim Makrelenfischen in Norwegen wird ja als Gewicht oft ein Pilker eingesetzt. In Griechenland hat sich diese Zusatzbeköderung bisher nicht bewährt und deshalb wird je nach Wetterbedingungen ein 50 bis 100gr schweres Blei eingehängt. Vor allem von Mai bis Juni fängt man hierbei Gemeine Makrelen, Mittelmeer-bastardmakrelen und Thunmakrelen.
750 18 Jigs 1

 

750 19 Zahnbrasse Petros Despoinidis
Außerdem gibt es noch eine weitere Form des Spinnfischens vom Boot aus, das sogenannte „Jigging“. Diese Technik scheint dem Pilken sehr ähnlich zu sein. Allerdings werden hierbei in Griechenland wesentlich schmalere Köder eingesetzt, die „Jigs“ oder auch „Planakia“ genannt werden. Vom Boot aus sind hier zwei Kategorien erfolgreich: das „Light-jigging“ mit Jigs bis zu 50 gr und das „Jigging“, das mit Jig-Gewichten bis zu 120 gr für größere Tiefen angewandt wird. Gefangen werden hierbei je nach Örtlichkeit Thunfische, Bernsteinmakrelen oder große Zahnbrassen.


Da dieses Angeln jedoch sehr gute Ortskenntnisse und auch entsprechende Technologie an Bord benötigt, um die geeigneten Biotope samt Fischen finden zu können, würde ich das nur gemeinsam mit einem professionellen Guide ausprobieren, der natürlich auch das notwendige Material an Bord hat.
Das gleiche gilt auch für das „Big-game-fishing“. Wie viele meiner griechischen Anglerfreunde stehe auch ich diesem Angeln inzwischen etwas kritisch gegenüber. Denn außer Hightech und sehr viel Benzin, das zum Auffinden der Fische notwendig ist, muss dann auch eine enorme Biomasse an Lockködern eingesetzt werden, um die großen Jäger nach dem Auffinden auch in der Gegend zu halten. Das macht das Big-game-fishing nicht nur extrem teuer sondern auch ökologisch fragwürdig. Sollte sich dennoch jemand den lang gehegten Wunsch erfüllen wollen, einmal im Leben einen kapitalen Thun- oder Schwertfisch zu drillen, der sollte sich bei der Urlaubsplanung mal im Internet kundig machen, ob sich ein spezialisierter Anbieter in der Umgebung seines Urlaubsortes befindet. Für Nordgriechenland kann ich auf Anfrage zwei Anbieter weitergeben, die solche Touren organisieren.

Felsenküste

Dort, wo direkt an den Felsen das Meer schon über 20 Meter tief ist, sind grundsätzlich auch alle schon beschriebenen Angelarten möglich und je nach Örtlichkeit auch fast alle schon erwähnten Fischarten zu erreichen. Eingeschränkt werden wir hier eigentlich nur durch örtliche Begebenheiten. Denn selbst wenn wir ein Felsplateau gefunden haben, auf dem wir Posenfischen betreiben oder gar ein oder zwei Castingruten aufstellen könnten, heißt das noch lange nicht, dass wir auch die gesamte Ausrüstung problemlos dorthin bekommen. Fast alle guten Stellen auf Felsen und an Klippen, die ich bisher befischt habe, sind mit einem Fußmarsch und einer mehr oder weniger riskanten Kletterpartie verbunden.
750 20 Felsen Petros DespoinidisAn Felsenküsten ist das Meer oft in Ufernähe schon sehr tief und bietet gutes Angeln

Deshalb tendiere ich dazu, höchstens zwei leichte Ruten, einen Kescher und einen Rucksack mitzunehmen, in den ich ein paar Kunstköder, einen Tupper mit Naturködern und sonstigen Kleinkram hineinpacke.
Denn beweglich zu sein und im Zweifelsfall wieder schnell von dort verschwinden zu können, dient auch unserer Sicherheit. Falls ihr euch an eurem Urlaubsort noch nicht genug auskennt, lasst euch bitte von Einheimischen beraten, denn die kennen die Stellen und die Pfade dorthin. Und wenn ihr euch dann tatsächlich alleine auf den Weg macht, informiert bitte ein oder zwei Menschen darüber, wo ihr seid und hinterlasst eure Handynummer. Es geht tausendmal gut, aber dort befinden wir uns in freier Natur und auf schwierigem Terrain und wir wissen nie, wann das tausendundeine Mal ist.

Light Rockfishing

In den letzten Jahren ist das LRF in Griechenland sehr in Mode gekommen und ohne es zu wissen, habe ich das schon auf ganz eigene Weise vor 20 Jahren betrieben. An die Spinnrute montierte ich einen höchstens 80 cm langen Paternoster mit drei kurz gebundenen Einzelhaken der Größe 5 und einem kleinen 10 gr-Blei. Mit Garnelenstücken versehen sank das ganze wunderbar in den Wellen ab. Heute verwenden viele LRF-Angler Wurm-und Garnelenimitate aus Gummi mit Offsethaken und leichtem Jigkopf und spinnen diese dann aus verschiedenen Tiefen langsam wieder nach oben. Zwar fängt man auch hierbei meist nur kleinere Fische wie die Ringelbrasse, die Geißbrasse und die Gelbstriemenbrasse, aber dennoch macht dieses superleichte Spinnfischen auf den Felsen extrem viel Spaß.

Das „Buldo“

Ebenfalls schon seit zwanzig Jahren benütze ich das „Buldo“, ein Plastikei, das mit Wasser gefüllt als schwimmende Pose gut 50 Meter weit ausgeworfen wird. Da man das Buldo in verschiedenen Größen kaufen und mit der Wassermenge selber das Wurfgewicht regulieren kann, lässt es sich wunderbar an die Wetterbedingungen und die verwendete Rute anpassen.

Man sollte jedoch ein Buldo nehmen, das zumindest auf der einen Hälfte rot oder gelb gefärbt ist, damit man es auf Distanz noch im Wasser sehen kann. An das Buldo hängen wir mit Wirbelkarabiner eine zwischen ein und zwei Meter lange, völlig gewichtsfreie Fluorcarbon 0,30mm bis 0,35mm mit Einzelhaken ein. Als Köder verwenden wir eine halbe Sardine oder auch eine ganze Garnele. Sobald ab Anfang September wieder die Schwärme der Raubfische unterwegs sind, die an der Oberfläche jagen, beißen hier vor allem große Hornhechte und Goldmakrelen an. Sollten in erster Linie Goldmakrelen zu erwarten sein, sollte man Hakengröße 1 oder 2 sowie unbedingt ein leichtes Stahlvorfach verwenden.
750 21 BuldoFelix LeopoldWasserkugel oder "Buldo" - auch im Mittelmeer fängig!

Spinnfischen und Micro-jigging

Das Spinnfischen mit Wobblern und Oberflächenködern wie den WTD’s und den Stylos macht von den Felsen in tiefem Wasser ebenfalls erst ab Anfang September wirklich Sinn, wenn die Oberflächenräuber wieder auf Jagd sind. Allerdings kann auch Mai und Juni das Spinnfischen mit Gummis ab 10 gr aufwärts durchaus erfolgreich sein, da sich im Bereich der Felskanten im tiefen Wasser auch Zahnbrassen und gestreifte Zackenbarsche aufhalten und jagen.

Und da wir mit einer Spinnrute 10 bis 20gr schwere Micro-jigs bis zu 100 Meter weit werfen können, kommen wir so auch an die Bereiche heran, in denen Bernsteinmakrelen und kleinere Thunfische unterwegs sind. Nach dem Wurf geben wir großzügig Schnur, damit der Jig bis auf den Grund absinken kann. Danach spinnen wir ihn mit rhythmischen Jerks und Pausen wieder ein. Auf dem Weg zurück kann man den Jig immer mal wieder absinken lassen. Sollten Hornhechte unterwegs sein, kann man flache Jigs auch mit hohem Tempo durch die Wellen springen lassen. Das hat auf die schlanken Räuber eine große Anziehungskraft.
750 22 Hornhecht auf Jig jpgNicht nur in Ost- und Nordsee, auch im Mittelmeer in Griechenland kann man gut Hornhechte fangen

Angelshops & Ködertipps zum Meeresangeln

Da die Nachfrage das Angebot beeinflusst, gibt es heute wesentlich mehr Angelshops mit einem erheblich besseren und vielseitigeren Sortiment als noch vor 10 Jahren. Jedoch findet man die meisten dieser richtig guten Shops im Einzugsgebiet größerer Städte und auf den großen Inseln. In den kleineren Ortschaften richtet sich das Angebot solcher Läden eher nach dem Tourismus und man darf hier meist kein hochwertiges Angelmaterial erwarten. Aber für den Einkauf des notwendigen Kleinmaterials wie Haken, Leinen, Bleie, Buldos, Makrelenvorfächer sowie lokal fängige Naturköder sind auch diese kleinen Angelshops allemal gut.
Wer sich also mal den ein oder anderen anspruchsvollen Angelshop anschauen möchte, kann auch hier wieder das Internet bemühen und nachschauen, welche Läden sich im Umkreis seines Urlaubsortes befinden. Gute Shops sind meist daran zu erkennen, dass sie eine Webseite haben. Im Vergleich lässt sich feststellen, dass gute Ruten und Rollen in Griechenland zwischen 10% und 30% teurer sind als in Deutschland, während sämtliche Schnüre, Kunstköder und Zubehör ungefähr gleich viel kosten. Es gibt jedoch einen Unterschied, der vor allem bei der Auswahl der Wobbler („Minnows“) und den oberflächenwobblern („Walk the dog - WTD“) deutlich wird: da sich das deutsche Kunstköderangebot auf das Spinnfischen im Süßwasser konzentriert, sind sehr gute Produkte vieler Firmen, in deutschen Angelläden nur sehr schwer oder gar nicht zu finden. Das macht es für einen deutschen Touristen, der während seines Griechenlandurlaubs auch spinnfischen möchte, schwer, sich im Vorfeld ein kleines Sortiment an Minnows und WTD’s zusammenzustellen.

Hierzu möchte ich folgende Hilfestellung mit ein paar Wobbler-Tipps bieten:

Fragt eure Händler in Deutschland, die Produkte von Rapala, Savage Gear, Illex, Shimano und Lucky Craft im Angebot haben, ob sie folgende Wobbler vorrätig haben oder für euch bestellen können. Bei der Farbauswahl bevorzugt bitte Produkte, die helle Farben kombinieren: weiß, silber, grau, gelb, hellgrün, rot, rosa und hellblau. Eine sehr gute Farbbezeichnung ist „Mullet“, womit die Imitation einer Meeräsche gemeint ist.

  • RAPALA „MAX RAP“, 11 cm bis 15 cm (Minnow)

  • RAPALA „MXRWR 13 Walk ‚n Roll“ (WTD)

  • SHIMANO “SILENT ASSASIN”, 9 cm bis 14 cm (Minnow)

  • SAVAGE GEAR “SANDEEL JERKMINNOW 145” (Minnow)

  • SAVAGE GEAR “SANDEEL SURFWALKER 155” (Stylo)

  • LUCKY CRAFT „GUNFISH“ (WTD)

  • LUCKY CRAFT „SAMMY“ (WTD)

  • ILLEX „ARNAUD F WOBBLER“, 11 cm (Minnow)

  • ILLEX “BONNIE”, 9cm (WTD)

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RAPALA MAX RAP

oesenzange


Außerdem könnt Ihr natürlich auch nach folgenden Modellen im Internet suchen:

SPANISH LURES „MESSIAS“, 14 cm (Minnow)DUO “BAY RUF MANIC” (WTD) 
DUO “TIDE MINNOW”, 14 cm (Minnow)HTO “GLIDE”, 9 cm (WTD)
HTO “SEARCH (Minnow)HTO “ASSURE” (WTD) 
SMITH “HALUCA MINNOW”, 12,5 cm & 14,5 cm (Minnow)IMA “SKIMMER” (WTD)
SPANISH LURES “SPARROW” 9 cm & 11 cm (WTD)


Wie Ihr seht, gibt es schier unermessliche Möglichkeiten, sich während seines Urlaubs in Griechenland mit Angeln die Zeit zu vertreiben. Auf welche Art man dies nun macht, kann jeder für sich entscheiden. Ob beim abendlichen, gemütlichen Abhängen an der Kaimauer, ob beim körperlich eher anstrengenden Felsenangeln, ob beim kilometerweiten Strandwandern mit der Spinnrute in der Hand, ob in Ortsnähe oder fern der Zivilisation in atemberaubender Landschaft … das Angeln soll Spaß machen. Persönlich würde ich raten, das Angeln als Motivation zu sehen, die Komfortzone des Hotels und des Strandliegestuhls zu verlassen und als kleiner Entdecker in die Natur hinauszuziehen. Denn der Versuch, unbekanntes Terrain wie Klippen, einsame Strände und Buchten, mit den Augen eines Anglers zu sehen, steigert das Naturerlebnis erheblich. Und wer den Fangerfolg nicht zur Priorität erhebt, wird hierbei auch keine Enttäuschung sondern nur Glück empfinden.

Süßwasserangeln in Griechenland


Auch das Freizeitangeln in Süßwasserbiotopen hat sich in Griechenland die letzten Jahre über extrem weiterentwickelt und die Anzahl der Angler, die ihr Hobby zur Passion machen, steigt stetig an. Im Gegensatz zu Deutschland werden die einzelnen Gewässer jedoch nicht an Vereine und Privatbetreiber zur Bewirtschaftung verpachtet, die dann im Gegenzug auch für Umwelt- und Bestandspflege verantwortlich sind.

750 23 See Felix LeopoldHerrrliche Seen laden in Griechenland zum Angeln ein

 
Hierfür sind die jeweiligen Bezirksverwaltungen zuständig. Und da diese außer den jeweils geltenden Schonzeiten meist keine speziell für Angler interessanten Informationen über Fischbestand und Angelmöglichkeiten veröffentlichen, muss sich jeder Angler die Mühe machen, sich durch private Kontakte und Recherche die Möglichkeiten der jeweiligen Gewässer selber zu erschließen.


  Schonzeiten beachten!

Da die Schonzeiten für die in ihrer Verantwortung liegenden Gewässer von den jeweiligen Bezirksverwaltungen festgesetzt werden und dadurch auch voneinander abweichen, kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass das Angeln im Süßwasser von Anfang April bis Ende Mai verboten ist. Dennoch sollte sich jeder kurz erkundigen, welche speziellen Schonzeiten an den Gewässern seines Urlaubsortes gelten. In seltenen Fällen können diese nämlich bis Mitte oder gar Ende Juni andauern. Für diese Mühe werden wir dann jedoch durch das Angeln in atemberaubender Natur entschädigt. Und da es natürlich für einen deutschen Angeltouristen extrem schwer ist, sich die notwendigen Informationen zusammenzutragen, möchte ich hier versuchen, euch mal einen groben Überblick über die wesentlichen Gewässer und deren Möglichkeiten zu geben.


Webseiten zum Anglen in Griechenland!

www.flyfishing.gr
https://carp-matchfishing.gr 




Die Flüsse Griechenlands und ihre Deltas

Da Griechenland ein sehr gebirgiges Land ist, gibt es auf dem gesamten Festland genügend Flüsse, die einen beeindruckenden Fischreichtum aufzuweisen haben und auch ein Delta bilden können. In vielen Flüssen sind hier Fischarten heimisch, die wir auch aus Deutschland kennen:

RotaugenBarbenKarpfenWelsFlussbarsch
HechtForelleDöbelAal
Einzig der Zander wurde versuchsweise erst kürzlich in ein oder zwei nordgriechischen Gewässern ausgesetzt und muss deshalb noch als fast nicht existent gelten.

Es muss jedoch angemerkt werden, dass der Anteil meist sehr kleiner endemischer Fischarten in den Flüssen immer mehr ansteigt, je weiter wir uns in den Süden begeben. Der Hecht und der Flussbarsch z.B. scheinen südlich des Flusses Aliakmonas nicht mehr existent zu sein. Auch die Population der Welse nimmt Richtung Süden immer mehr ab. Das hat zur Folge, dass viele Flüsse als schützenswerte Biotope endemischer Arten für Angler doch recht uninteressant sind. Denn einzig die verschiedenen Forellenarten scheinen in den Höhenlagen der meisten südgriechischen Gewässer noch als Raubfische vorzukommen.

In den Brackwasserbereichen der Deltas und sogar noch einige Kilometer die Flüsse hinauf befinden sich die Jagdgebiete der großen Wolfsbarsche. Fast alle kapitalen Fänge, von denen ich weiß, stammen aus solchen Biotopen. Zur Fangtechnik brauche ich nicht viel zu schreiben, denn sie ist dieselbe wie an den Stränden.

Meistens kann man in Deltas und den Unterläufen der Flüsse nur an der Oberfläche angeln, da sich am Grund Bäume, Äste und anderes Schwemmmaterial befinden.
Da jedes Delta jedoch eine eigene Landschaft formt, sind auch die Recherche und die Vorbereitung eines Angeltrips sehr interessant. Zum Glück hilft uns dabei heute das Internet und wir können uns dort einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie wir überhaupt in die Nähe des Wassers kommen. Denn einige Deltas sind von einem weitläufigen Schilfgürtel oder einer Sumpflandschaft umgeben, sodass man vom Meer aus eigentlich nur mit dem Kajak hineinkommt.
750 24 Deltaspinning Petros DespoinidisDie Flussdeltas bieten Spinnanglern viele Möglichkeiten


Deshalb würde ich mich als Tourist und Spinnfischer erstmal im Internet kundig machen, ob sich ein solches Biotop im Umkreis meines Urlaubsortes befindet und mich dann vor Ort bei den Einheimischen erkundigen, wie man dort hinkommt. Da einige Deltas beidseitig des Zuflusses weitläufige Strände bilden, können diese dann nicht nur für Spinnfischer sondern auch für Brandungsangler sehr interessant sein. Das muss man jedoch individuell vor Ort klären.

Über die Fangtechniken brauche ich hier nichts zu erzählen. Da das Süßwasserangeln in Griechenland noch relativ jung ist, hoffen wir hier eher, dass wir durch erfahrenere Angeltouristen, die die Fangtechniken schon lange perfektioniert haben und für die das Süßwasserangeln in Griechenland vor allem durch die atemberaubende Natur zu einem Erlebnis wird, noch einiges lernen können. Denn da alle Flüsse wenn überhaupt nur in der Nähe von Ortschaften und landwirtschaftlichen Flächen begradigt und die Uferbereiche zumeist völlig naturbelassen sind, wird allein die Suche nach Angelstellen oft schon zu einem Abenteuer.
750 25 Fluss Felix LeopoldDas Süßwasserangeln entwicklet sich erst in Griechenland und bietet an Flüssen großes Potential für erfahrene Angler

Griechische Flüsse im Überblick

NORDGRIECHENLAND

Evros

Auf seiner gesamten Länge in Griechenland ist er der Grenzfluss zur Türkei. Ca. 10 Km östlich von Alexandroupoli liegt der Nationalpark „Delta Evros“.
Fischbestand: Besonders das Angeln auf Wels und Aal soll interessant sein.

Axios – Loudias - Aliakmonas

30 Km südwestlich von Thessaloniki bilden diese drei Flüsse ein großes Delta-Biotop, das zu einem Nationalpark zusammengefasst wurde. Von Land her sind einige Bereiche des Loudias-Deltas auf Schotterstraßen zu erreichen, während die Zuflüsse des Axios und des Aliakmonas von Land her kaum zugänglich sind.

Axios

Er entspringt in Nordmakedonien, wo er „Vardar“ genannt wird. Durch Griechenland fließt er von Idomeni aus südwestlich in den Golf von Thessaloniki (Thermaikos Kolpos).
Fischbestand: Wels, Hecht, Döbel, Aal und diverse Weißfischarten.

Loudias

Seine Quelle liegt im Voras, einer Bergkette an der Grenze zu Nordmakedonien. Mit seinen nur 60 Km Länge gehört er zu den eher kleinen Flüssen des Landes. Sein Fischbestand ähnelt dem des Axios.

Aliakmonas

Seine Quellen entspringen nahe der albanischen Grenze am Grammos, dem mit 2520 m vierthöchsten Berg Griechenlands. Von den Flüssen, deren Quellen auch in Griechenland entspringen, ist der Aliakmonas mit knapp 300 Km der absolut längste. Vom Grammos aus fließt er zunächst nach Norden und an Kastoria vorbei. Von hier aus mäandert er gen Süden, bis er schließlich zwischen Kozani und dem Olymp in die Stauseen „Polifitou“ und „Sfikia“ mündet. Bei Veria erreicht er das Tiefland und mündet neben dem Loudias und dem Axios in den Golf von Thessaloniki.
Fischbestand: diverse Weißfischarten, Karpfen, Schleie, Barbe, Aal, Hecht, Wels und in den Höhenlagen Forellen.

Nestos

Er entspringt im Westen des „Rodopi Nationalparks" und beschreibt auf seinem Lauf auch dessen Südgrenze. Südwestlich von Xanthi liegt sein Delta „Kotza Orman“. Südöstlich von Xanthi befindet sich ein zweites Delta: „Delta Nestos und See Vistonida“.
Fischbestand: Diverse Weißfischarten, Karpfen, Wels, Aal, Döbel, Flussbarsch, Hecht und in den Höhenlagen Forellen.

Strymonas

Als „Struma“ fließt er durch das gesamte westliche Bulgarien gen Süden Richtung Griechenland. Bei Sidirokastro wurde er zum berühmten See „Kerkini“ gestaut, von wo er schließlich in den Strymonischen Golf fließt. Sein Delta ist von Land aus sehr gut zugänglich und befindet sich bei Amphipolis, ca. 100 Km von Thessaloniki Richtung Kavala.
Fischbestand: Diverse Weißfische, Karpfen, Flussbarsch, Hecht. Rapfen, Wels, Aal.

Pinios

Der Pinios hat zwei Quellen. Eine entspringt westlich und die andere nördlich von Meteora im Pindosgebirge. Von dort fließt er an Trikala vorbei durch die Thessalische Tiefebene nach Larissa und schließlich durch das Tal von Tempi in den „Thermaikos Kolpos“. Sein Delta befindet sich ca. 30 Km südlich von Katerini Richtung Larissa (Ausfahrt Kouloura). Auf der Nord- und Südseite des Deltas befinden sich lange Strände, die auch sehr gut zu beangeln sind. Besonders vom Strand Koulouras aus kommt man direkt ans Delta heran.
Fischbestand: Hierzu habe ich leider keine verlässlichen Quellen gefunden. Allerdings ist es sicher nicht verkehrt, einen Besuch der Klöster von Meteora mit einem Angelspaziergang am Pinios zu verbinden und zu schauen, ob es da Forellen gibt.

Thyamis oder Kalamas

Der Thyamis (oder Kalamas) ist der längste Fluss des Epirus. Er fließt vom Selles, einer Bergkette südwestlich von Ioannina durch den Epirus bis nach Igoumenitsa. Nah an der Grenze zu Albanien bildet der Thyamis zwei Deltas. Das erste beim Ormos Valtou und das zweite ca. 3 Km nördlich von Kestrini. Leider kann ich nicht beurteilen, ob man überhaupt in die Nähe der Zuflüsse kommt. Das müsste jeder vor Ort selber recherchieren.
Fischbestand: Pamvotis-Döbel (Squalius pamvoticu), Albanische Barbe (Luciobarbus albanicu), Forelle, Aal.


ZENTRALGRIECHENLAND

Arachthos

Der Arachthos entspringt ebenfalls bei Metsovo und fließt durch den gesamten Pindos bis südlich von Arta bei Kommeno in den Ambrakischen Golf. Auch hier kommt man wohl nur zu Fuß direkt ins Delta.
Fischbestand: Aal, Karpfen, Albanische Barbe, Forelle, Pamvotis-Döbel

Louros

Seine Quelle liegt ca 10 Km südlich von Ioannina. Von dort fließt er immer parallel zur Schnellstraße Ionnina-Arta bis in den Ambrakischen Golf. Ca. 10 Km nördlich von Preveza befindet sich der „Nationalpark Ambrakikos“, ein Feuchtbiotop, das auch durch den Zufluss des Louros mitgebildet wird.
Fischbestand: Aal, Karpfen, Pamvotis-Döbel, Forelle

Acheloos

Er ist mit 220 Km Länge der zweitgrößte Fluss Griechenlands. Er entspringt mitten im Epirus südlich von Metsovo und fließt bis an den Golf von Patras. Südlich von Agrinio und gegenüber von Ithaka und Kefalonia liegt das Delta des Acheloos. Über landwirtschaftlich genutzte Schotterstraßen kommt man hier anscheinend ganz gut ans Delta heran.
Fischbestand: Aal, Albanische Barbe, Wels, Forelle

Sperchios

Seine Quelle entspringt am “Tymfristos“, einem 2315 m hohen Berg der nördlichen „Agrafa-Bergkette“. Er ist nur ca. 80 Km lang und bildet südöstlich von Lamia ein Delta im Golf von Malia. Direkt gegenüber liegt die Nordspitze Euböas. Fischbestand: Aal, Barbe, Forelle. Das Delta scheint auch einer der seltenen Orte zu sein, an denen sich der Adlerfisch (Argyrosomus regius) aufhält und fortpflanzt

Mornos

Der Mornos entspringt beim Berg Oitos, ca. 30 Km südwestlich von Lamia und fließt bei Nafpaktos, kaum 10 Km vor der Brücke Rio-Antirio in den Golf von Korinth. Auf halber Strecke wurde er zum See Mornos gestaut.
Fischbestand: Aal, Albanische Barbe, Forelle


PELEPONNES

Alfios

Der Alfios entspringt im Nordwesten des Peleponnes am ca. 2000 m hohen Parnonas. Auch wenn er mit 110 Km der längste Fluss auf dem Peleponnes ist, bildet er doch nur ein recht kleines Delta südlich von Pyrgos und fließt dort im Nordwesten der Halbinsel ins Ionische Meer. Da der Zufluss des Alfios in bewohntem Gebiet liegt, kommt man auch sehr gut von den Stränden her heran und kann von dort aus auch den Fluss aufwärts wandern.
Fischbestand: Aal, Silberkarausche, Karpfen, Silberkarpfen, Forelle, Wels, Peleponnes-Döbel (Squalius peloponnensis)

Evrotas

Er entspringt im Taygetos, der höchsten Bergkette des Peleponnes. An Sparta vorbei fließt er im Süden des Peleponnes bei Skala in den Lakonischen Golf.
Fischbestand: Aal und in den Höhenlagen Forellen. Interessant scheint der Evrotas für Angler deshalb zu sein, weil in ihm Meeräschen und Wolfsbarsche mehrere Kilometer flußaufwärts ziehen.


750 26 Hecht jpgDie Flüsse Griechenlands behergen auch schöne Hechte

Seen zum Angeln in Griechenland

Die meisten der griechischen Seen sind Staugewässer im Gebirge oder in Bergtälern und deshalb auch relativ groß und tief. Einerseits hat das den Vorteil, dass sie mit dem Auto recht gut zu erreichen sind, andererseits jedoch stehen wir dann irgendwo am Ufer und fragen uns, wo wir hier eigentlich mit dem Angeln anfangen sollen. Ich persönlich mache dann das Selbe wie am Strand. Ich packe mir zwei Boxen mit Blinkern, Gummis und kleineren Wobblern in den Rucksack, nehme die Spinnrute und gehe laufen.
750 27 See Felix LeopoldEs gibt viele idyllische Seen zum Angeln in Griechenland
750 28 Karpfen jpgAuch Karpfenangler können in Greichenlands Seen auf ihre Kosten kommen
Diejenigen, die lieber stationär, also auf Grund oder mit Pose angeln wollen, werden nicht umhinkommen, sich zuerst mit den Möglichkeiten des Sees vertraut zu machen. Vor allem für die Liebhaber des Carpfishings sind hier der Kerkini-See, der Doirani, Megali Volvi und Pamvotida bei Ioannina zu empfehlen. Auch hier muss angemerkt werden, dass Hecht, Flussbarsch und Forellen nur in den nordgriechischen Seen vorhanden sind und dass auch der europäische Wels Richtung Südgriechenland immer mehr durch den endemischen Aristoteles-Wels ersetzt wird.



Die wesentlichen Seen Griechenlands im Überblick

NORDGRIECHENLAND

Kerkini

Der Stausee des Strymonas liegt ca. 20 Km nordwestlich von Serres und ist ein sehr bedeutendes Feuchtbiotop. Unter Fischliebhabern ist er für seine Karpfen bekannt, die auch von der umliegenden Gastronomie geschätzt werden. Anzumerken ist, dass am Kerkini-See das Angeln nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt ist. Hierzu wurden dementsprechende Schilder am Seeufer aufgestellt.
Fischbestand: Brasse, Aal, Rapfen, Barbe (Barbus cyclolepis), Silberkarausche, Karpfen, Hecht, Silberkarpfen, Forelle, Flussbarsch, Wels, Schleie. Hier soll tatsächlich auch der Zander zu finden sein.

Doirani

Ca. 20 Km westlich vom Kerkini-See liegt der Doirani, durch dessen Seemitte die Grenze zu Nordmakedonien verläuft.
Fischbestand: Aal, Wels, Hecht, Flussbarsch, Karpfen, Schleie, Barbe

Megali Volvi

Dieser natürliche See liegt nordöstlich von Thessaloniki an der Schnellstraße Thessaloniki – Kavala.
Fischbestand: Karpfen, Aal, Wels Hecht, Flussbarsch

Vegoritida & Petron

Die beiden Seen liegen westlich von Edessa im Weingebiet Amyntaio. Der See Vegoritida ist einer der größten natürlichen Seen Griechenlands.
Vegoritida: Karpfen, Wels, Donau-Barbe, Aal, Hecht, Schleie. Eingesetzt wurden anscheinend auch Silberlachs, Regenbogenforelle und der Bachsaibling.
Petron: Karpfen, Hecht, Schleie, Aal, Wels und Felchen (Coregonen)

See Kastorias (Orestiada)

Hier ergibt sich die Möglichkeit, den Besuch einer wunderschönen Stadt direkt mit dem Angeln zu verbinden. Kastoria befindet sich im äußersten Nordwesten Griechenlands ca. 20 Km vor der albanischen Grenze.
Fischbestand: Hecht, Aal, Karpfen, Schleie, Wels, Graskarpfen, Regenbogenforelle, Flussbarsch.

Kleiner und großer Prespasee

Kaum 30 Km nördlich von Kastoria, im Dreiländereck Griechenland-Nordmakedonien-Albanien, liegt der „Nationalpark Prespes“ mit seinen beiden Seen, der großen und der kleinen Prespa. Nur ein kleiner südöstlicher Teil der großen Prespa liegt in Griechenland, während sich die kleine Prespa fast ausschließlich auf griechischem Boden befindet. In einer Bucht der großen Prespa liegt das Dorf „Psarades“, in dem es auch einen Bootsverleih gibt. Am kleinen See befindet sich das Dorf „Agios Germanos“. Selbst wenn man nicht angeln sollte, ein Besuch dieser Gegend lohnt auf jeden Fall.
Fischbestand: endemische Forelle (Salmo peristericus) Da sie vom Aussterben bedroht ist, sollte sie auf jeden Fall wieder zurückgesetzt werden!!! Endemische Barbe (Barbus prespensis), Karpfen, Aal, Graskarpfen, Wels, Regenbogenforelle

Polifitou & Sfikia

Diese beiden Stauseen des Aliakmonas liegen südlich der Stadt Kozani.
Fischbestand: Wels, Regenbogenforelle, Karpfen, Graskarpfen, Silberkarpfen, Flussbarsch, Aal, Hecht

Piges Aoou

Dieser Stausee liegt im Pindosgebirge bei Metsovo auf 1300m Höhe. Allein die atemberaubende Landschaft lohnt die Anreise.
Fischbestand: Berg- & Regenbogenforellen, Karpfen, Aal. Außerdem wurde anscheinend auch der Donaustör hier ausgesetzt.

Pamvotida Ioannina

Von Metsovo ca. 30 Km weiter westlich liegt Ioannina, die Hauptstadt des Epirus. Auch hier bietet sich die Gelegenheit, einen Stadtbesuch mit dem Angeln zu verbinden. Denn die Stadt liegt am See Pamvotida.
Fischbestand: Pamvotis-Döbel (Squalius pamvoticus), Albanische Barbe, Schleie, Graskarpfen, Silberkarpfen, Marmorkarpfen, Aristoteles-Wels (Silurus aristotelis) und Wels.
Außerdem wurde wohl auch hier der Donaustör ausgesetzt. Bedeutend sind jedoch Aale und Karpfen, deren Zubereitung man unbedingt auch in der lokalen Gastronomie testen sollte. Hierfür bietet sich ein Ausflug auf die kleine Insel im See an.




ZENTRALGRIECHENLAND

Plastira

Der Stausee Plastira liegt 20 Km südwestlich der Stadt Karditsa in grandioser Landschaft.
Fischbestand: Wels, Schleie, Flussbarsch, Aal, Karpfen, Felchen, Brassen.

Kremaston

Dieser Stausee befindet sich zwischen Agrinio und Karpenisi in den nördlichen „Agrafa“. Er wurde aus den Flüssen Acheloos, Agrafiotis, Tavropos und Trikeriotis gestaut. Mit seiner Gesamtlänge von 77Km ist er der größte Stausee Griechenlands. Da der See in einem sehr tiefen Tal liegt und meist von steilen Felswänden umgeben ist und es nur sehr wenige Zugänge zum Ufer gibt, erscheint das Angeln hier jedoch eher unrealistisch. Wer sich aber auf der Vorbeireise von seinem Panorama begeistern lässt, kann gerne versuchen, in einigen der umliegenden Dörfern Näheres zu erfahren.
Fischbestand: Graskarpfen, Karpfen, Silberkarpfen, Aal, Aristoteles-Wels, Wels. Außerdem scheint auch der lachsartige Lavaret (Coregonus lavaretus) hier vorzukommen.

Trichonida

Dieser See liegt direkt bei der Stadt Agrinio, ca 30 Km nördlich von Patras.
Fischbestand: Aristoteles-Wels, Aal, Albanische Barbe,

Mornos

Der Stausee des Mornos befindet sich ca. 30 Km nordöstlich von Nafpaktos.
Fischbestand: Aal, Albanische Barbe, Bachforelle

Iliki & Paralimni

Die beiden Seen liegen beieinander ca. 60 Km nördlich von Athen. Man erreicht sie über die Autobahn Lamia-Athen an der Ausfahrt „Thiva“.
Fischbestand: Griechische Rotfeder (Scardinius graecus ), Griechische Barbe (Luciobarbus graecus), Aal, Karpfen, Aristoteles-Wels, Graskarpfen, Silberkarpfen, Marmorkarpfen.


PELEPONNES

Piniou Peleponnes

Der Stausee liegt im Nordwesten des Peleponnes bei der Stadt Amaliada.
Fischbestand: Karpfen, Barben.


Quelle für die Fischbestände: www.naturagraeca.com


  Felix Leopold zur rechtlichen Situation bzgl. Angeln in Griechenland:

In Griechenland gibt es kein Fischereigesetz wie in Deutschland. Im Süßwasser gibt es daher noch keine großen Beschränkungen außer lokalen Schonzeiten und es sind auch keine Lizenzen notwendig. Dennoch ist es immer gut, sich vor Ort zu erkundigen. Zu empfehlen ist da das Rathaus (Dimarchio, Townhall), ein Bürgerbüro ("KEP" für "Kentro exipiretisis politon) oder man kann bei der Polizei nachfragen, ob es lokale Bestimmungen gibt.
Schonzeiten variieren von Gewässer zu Gewässer und sollten eingehalten werden, daher macht eine Nachfrage vor Ort immer Sinn. Für die Stauseen ist meist der griechische Energieversorger DEI zuständig. Ich habe keine Kenntnis, dass an einem der Seen des DEI das Angeln verboten ist.
Da das Angeln im Süßwasser noch nicht so sehr verbreitet ist, wie in Deutschland, gab es auch bisher von Seiten des Staates keinen Grund, es zu beschränken. All das kann sich aber im Laufe der nächsten Zeit ändern.
Denn es wurde ein Gesetzentwurf zu Regelung der Freizeitfischerei diskutiert. Bisher ist nicht abzusehen, ob und wann der Gesetzentwurf  in Kraft treten wird. Sobald sich da was ändert und ich Informationen dazu habe, werde ich Netzwerk Angeln und die Leser informieren.


Meine persönliche Materialempfehlung

Die vielen unterschiedlichen Angelmethoden erlauben es jedem, sich diejenigen auszusuchen, die zu seiner Persönlichkeit und seinen Möglichkeiten passen. Deshalb kann eine Materialempfehlung für einen Angelurlaub in Griechenland auch nur persönlicher Natur sein.
Da uns das Spinnfischen ermöglicht an Orten zu angeln an die sonst niemand hinkommt, würde ich auch dringend empfehlen dies bei der Materialauswahl vorrangig zu berücksichtigen. Ich würde mir also einen leichten Klappkescher und zwei Sets in ein Hardcase packen.


  1. Rute, 2,40 bis 2,70m und zwischen 3 und 25gr Wg und 2000er Rolle mit 0,10mm geflochtener Schnur. Für das Spinnen mit leichten Gummis auf Wolfsbarsch, zum LRF und zum Blinkern auf Forelle und Flussbarsch ist dieses Set wunderbar geeignet.


  2. Rute, 2,70 bis 2,90m und zwischen 10 und 40gr Wg und 3000er Rolle mit 0,16mm geflochtener Schnur. Falls zu der Rolle eine Ersatzspule vorhanden ist, würde ich diese mit 0,26 bis 0,28mm Monofil befüllen oder eben eine dritte Rolle in den Koffer packen.

Hinzu kommt dann nur noch ein kleiner Rucksack mit zwei, drei Boxen für Minnows, WTD’s, Gummis und anderen Kunstködern sowie Lipgrip, Zange und sonstigem Kleinkram, den man dabei haben möchte. Mit dieser Auswahl sind wir dann für fast alle Eventualitäten eines Angelurlaubs gewappnet, können damit sogar leichtes Casting betreiben oder uns abends einfach gemütlich mit einem Bier an die Hafenmole setzen und mit Pose angeln.

Wer sich jedoch auf Casting, Matchfishing, Fliegenfischen oder gar Welsangeln spezialisieren will, muss sich dann natürlich nach eigenem Gutdünken sein Material zusammenstellen.



Griechischer Angelverein mit deutschem Kontakt und Persönliches vom Autoren Felix Leopold

Ich habe mir redlich Mühe gegeben, euch einen grundlegenden Überblick über das Angeln in Griechenland zu geben. Und es versteht sich von selbst, dass nicht alle Informationen hier auf meiner persönlichen Erfahrung sondern auf Recherche basieren. Wichtig war mir auch, Griechenland als Urlaubsland vorzustellen, dass gerade auch für euch Angler interessant ist. Sollte mir das gelungen sein, würde es mich sehr freuen.



Jedoch möchte ich nochmals erwähnen, dass wir keine konkreten Ortsangaben zu den „Hotspots“ machen werden. Da das Angeln in Griechenland sogar im Süßwasser noch weitgehend unreglementiert ist, möchten wir nicht dazu beitragen, dass empfindliche Biotope aufgrund ihrer Schönheit und ihres Fischreichtums von Hobbyanglern überrannt werden. Dass viele unserer Anglerkollegen den Biotopen nicht nur Fisch entnehmen sondern dort auch ihren persönlichen Kleinmüll hinterlassen, sehen wir fast jeden Tag. Deshalb haben wir auch begonnen, in Zusammenarbeit mit dem Verein „SAVE YOUR HOOD“ ganz besondere Biotope vom Müll zu befreien.

Vielleicht werdet ihr jetzt fragen, wie ihr denn angeln sollt, wenn ihr nicht wisst wo?
Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens können wir euch die Lebensräume der Fische so gut beschreiben, dass ihr diese dann selber suchen könnt. Und zweitens besteht vor allem in Nordgriechenland auch die Möglichkeit, dass ihr euch von einem unserer Angler führen lasst, selbstverständlich unter Abgabe eures Ehrversprechens, die Orte für euch zu behalten.

Außerdem planen wir für Mai und Oktober 2022 je eine „ARION – international fishingweek“, zu der wir dann auch europäische Angler und Mitglieder befreundeter Angelvereine einladen werden. Damit möchten wir gerne unseren bescheidenen Beitrag zur Stärkung der Völkerverständigung und des grünenTourismus liefern.
Hierbei kooperieren wir auch mit einem deutschsprachigen Reiseveranstalter, der sich auf naturnahen Erlebnistourismus spezialisiert hat. Auch er steht euch gerne für Fragen rund um die Organisation von Angeltouren, Big-game-fishing und professionellem Guiding zur Verfügung: www.mydreamforyou.eu
01 400 felix leopold angeln in griechenland



Mir verbleibt jetzt nur noch, euch für euer Interesse und dem NETZWERK ANGELN für die Möglichkeit zur Veröffentlichung zu danken!

Petri und vielleicht bis bald zum Angeln in Griechenland
FELIX LEOPOLD


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