moral ehik philosophie

 

Argumente gegen Tierrechtler: Warum Tiere doch keine Menschen sind

Anders, als viele Tierrechtler, beschäftigen sich die allermeisten Angler wenig mit ethischen Grundsatzfragen. Dies gibt den Anhängern von PETA und anderen Tierrechtsbewegungen gegenüber uns Anglern einen nicht unerheblichen Wissensvorsprung in Diskussionen, unabhängig davon, ob diese nun auf Facebook oder am Angelgewässer geführt werden. Mit diesem Artikel möchte ich da etwas argumentative Schützenhilfe leisten.


Um zu verstehen, wie die Tierrechtler von PETA und anderen Organisationen ticken, muss man sich ein wenig mit deren Wert- und Moralvorstellungen auseinandersetzen. Dafür ist ein kleiner Ausflug in die Philosophie, genauer in die Ethik erforderlich. Ich verspreche aber, mich zu bemühen, soweit es geht, auf die verschwurbelte Philosophensprache zu verzichten und möglichst alles in klare Worte zu fassen. Für den einen oder anderen wird es aber vielleicht dennoch schwere Kost bleiben. Kopf hoch, nur nicht aufgeben, dass macht ihr beim Angeln schließlich auch nicht. Hier könnt ihr euch am Ende ein paar Argumente angeln.


Ich beginne mit einer kleine Zeitreise in das 18. Jahrhundert. In der Zeit der Aufklärung machten sich Philosophen ans Werk moralische Grundprinzipien unabhängig von einer göttlichen Macht aufzustellen und zu erklären. Manchmal möchte ich dies verfluchen, denn mit einer theologischen Argumentation ist es viel einfacher, der Gleichstellung von Tieren mit dem Menschen entgegenzutreten. Nach christlichen Vorstellungen ist der Mensch die Krone der Schöpfung und soll sich die Erde, also auch alle Tiere, untertan machen. Damit ist für einen streng gläubigen Menschen festgeschrieben, dass es so etwas, wie Gleichheit zwischen Mensch und Tier nicht geben kann. Es widerspräche der göttlichen Ordnung.

Natürlich muss der Mensch die Schöpfung bewahren und darf daher Tieren nicht grundlos Leid antun. Damit endet dann aber auch die Tierrechtsdiskussion aus christlicher Sicht. - Wie eingangs erwähnt kam geschichtlich das Zeitalter der Aufklärung dazwischen und jetzt haben wir den Salat und müssen uns mit Tierrechtsorganisationen ohne göttlichen Beistand auseinandersetzen. Leider kann ich euch daher auch nicht den Ausflug in Geschichte der Ethik ersparen.


Zurück ins 18. Jahrhundert:
Um die Tierrechtler zu verstehen muss man sich mit den zwei wichtigsten Moral-Theorien befassen. Es gibt zwar noch ein paar mehr davon, aber ich will an dieser Stelle eure geschätzte Aufmerksamkeit nicht überstrapazieren. Bei diesen beiden Ansätzen handelt es sich um den so genannten Utilitarismus, wie er von Jeremy Bentham und um die so genannte Pflichtethik, wie sie von Immanuel Kant begründet wurden. Beide Ansätze sind absolut gegenläufig.

 

Pflichtethik nach Immanuel Kant

Beginnen wir mit Kant: Von ihm hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört, ob er wollte oder nicht. Dieser brillante Denker hat sich Gedanken zur Moral gemacht. Nach vielen hundert Seiten schwer verdaulicher Kost kam er dann zum Kategorischen Imperativ. Auch von diesem werdet ihr schon mal gehört haben. Er lautet: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ – Soll eingedampft auf das Wesentliche heißen:
„Was du nicht willst was man dir tu, das füge auch keinem anderen zu.“

(Auch, wenn sich jetzt bei dieser Vereinfachung Kant im Grabe herumdrehen würde und mein alter Philosophie-Lehrer geneigt sein wird, mich zu schlagen.)

Darin steckt der Gedanke, dass jeder Mensch einen unveräußerlichen Wert an sich besitzt. Wert meint hier gerade nicht einen konkreten Preis, sondern er Würde. Wir sprechen daher auch von Menschenwürde. Sie kann man anders, als einen Geldwert nicht gegen einander aufwiegen. Also zwei Menschenleben sind nicht mehr wert als eines (selbst dann nicht, wenn es sich bei dem einen um einen Veganer handelt).
Diesen Wert an sich leitet Kant daraus ab, dass der Mensch, anders als ein Tier zur Vernunft fähig ist. Nämlich im Gegensatz zu Tieren kann sich der Mensch ein Moralgesetz geben.

 

Utilitarismus nach Jeremy Bentham

Ganz anders nun der Ansatz, von dem nicht minder brillanten Jeremy Bantham. Dem Utilitarismus geht es um den Nutzen einer Handlung für die Allgemeinheit. Dieser Nutzen drückt sich für Bentham in Lust bzw. Unlust aus. Auf eine klassische Grundformel reduziert sagt Bentham, dass eine Handlung dann moralisch richtig ist, wenn sie in der Summe mehr nutzt (also Lust verschafft) als schadet (also Unlust schafft). Auch dieses auf das Wesentlich eingedampft bedeutet letztlich:
„Der Zweck heiligt die Mittel.“


(Jetzt wackelt auch noch das Grab von Bentham.)
Wenn z.B. ein paar wenige Menschen sterben müssen, damit eine viel größere Anzahl an Menschen überlebt, dann wird in der Addition mehr Glück geschaffen, als Leid entsteht. Der Gesamtnutzen wird also gemehrt. Die Handlung ist damit moralisch richtig.

 

Unterschiede beider Ansätze

Um die Unterschiedlichkeit dieser beiden Ansätze zu verdeutlichen, gebe ich ein kleines Beispiel. Ich weiß, dieses Beispiel ist total konstruiert und ihr werdet auch niemals in eine solche Situation kommen, aber es verdeutlicht eben die Unterschiede der Ansätze gut. Folgende Situation:
Ihr steht auf einer Brücke und seht fünf junge Leute unter euch auf einem Gleis stehen. Wie die jungen Leute heute so sind, starren sie nur auf ihre Handys und bekommen von der Welt nix mit. Daher nehmen sie auch nicht den herannahenden Zug wahr, der sie gleich erfassen wird. Nun kommt ihr ins Spiel.


Neben euch auf der Brücke steht ein alter, dicker, hässlicher Mann. Vermutlich ist er sogar Veganer und FC-Bayern-München-Fan. Dieser Mann lehnt sich sehr weit über die Brüstung. Ihr müsstet ihm nur einen kleinen Schubs geben, dann würde er die Brücke herunterfallen und zwar genau auf den Umstellhebel einer Weiche. Die Weiche würde sich umstelle, der herannahende Zug ein anderes Gleis nehmen, und die fünf jungen Leute wären gerettet.
Der dicke Mann allerdings würde den Sturz nicht überleben. Wie ihr seht, eine total lebensnahe Situation.


Der Utilitarismus würde jetzt sagen:
Klar gibt man dem Alten einen Schubs, denn man opfert ein Menschenleben und rettet dafür fünf.


Kant würde sagen:
Natürlich gibt man ihm keinen Schubs, denn das würde ich umgekehrt für mich ja auch nicht wollen.
Außerdem kann man den Wert von Menschen nicht gegeneinander aufwiegen.


Also ganz klar. Der Bentham schmeißt ihn runter und der Kant nicht. Die Tatsache, dass der Mann alt, hässlich und vermutlich FC-Bayern-Fan ist, würde allerdings für beide Philosophen keine Rolle spielen. Die Interessen am Überleben der Betroffenen finden ungeachtet ihres Aussehens, ihren Neigungen oder Talenten immer die gleiche Berücksichtigung.


Jetzt kommt wahrscheinlich die Frage:
Und was hat das jetzt alles mit Tieren und Tierrechtlern zu tun?

Nun, erst einmal gar nichts. Denn sowohl Bentham als auch Kant gingen selbstverständlich davon aus, dass Tiere nicht in gleicher Weise berücksichtigt werden wie Menschen. Das heißt jetzt nicht, dass man Tiere grundlos quälen darf; aber Tiere können nicht Träger moralischer Grundsätzen sein. Übrigens vertreten die allermeisten heutigen Philosophen diese Ansicht immer noch. Bei den Argumenten gegen PETA und anderen Tierrechtlern gehe ich später noch einmal darauf ein.

 

Tierethik nach Peter Singer

Es kamen die 60er und 70er Jahre. – Ich weiß, ein kleiner Zeitsprung. – Hippies dröhnten sich mit LSD zu und irgendwie kam zu dieser Zeit die so genannte Tierethik auf. Natürlich hat beides nichts miteinander zu tun. Der erste namhafte Philosoph, der Rechte für Tiere begründete, war Peter Singer. Er gehört den Utilitaristen an, also wie Bentham, ihr wisst noch, der, der den dicken Mann runter schmeißt. Nun ist der Utilitarismus natürlich auf Menschen gemünzt und nicht auf Tiere.

Dies ändert Singer.

Und das geht so: Anders als Bentham knüpft er nicht an Lust und Unlust an, sondern an den Interessen. So haben Menschen selbstverständlich das Interesse, nicht getötet oder gequält zu werden. Darin unterscheiden sich die Tiere auch nicht vom Menschen, denn auch Tiere haben ein Interesse auf ein leidfreies Leben. Wenn sich aber die Interessen der Tiere in diesem Punkt nicht von den Interessen der Menschen unterscheiden, müssen sie bei moralischer Betrachtung auch in gleicher Weise berücksichtigt werden. (Dies gilt zumindest für empfindungsfähige Tiere.)


Würde man die Interessen nicht gleichwertig berücksichtigen, dann wäre dies so genannter Speziesismus. Hier führt Singer also einen neuen Begriff in die Debatte ein, der sich aus dem Begriff Rassismus ableitet. Er will damit ausdrücken, dass die Diskriminierung wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies genauso falsch ist, wie die Diskriminierung wegen der Zugehörigkeit zu einer menschlichen "Rasse". Dies ist ein Wort, das Tierrechtler gerne verwenden, wenn man nicht ihrer Meinung ist.


PETA und andere Tierrechtler übernahmen zwar gerne den Begriff „Speziesismus“, berufen sich aber dennoch nicht so gerne auf Singer. Denn Singer bleibt Utilitarist, d.h. auch nach Singer können z.B. Tierversuche in Ordnung sein. Wenn ich wenige Tiere opfere, um damit vielen Menschen zu helfen, dann ist der Gesamtnutzen in Summe höher. Zumeist berufen sich daher Tierschützer, nicht aber die Tierrechtler auf Singer.

 

Tierethik nach Tom Regan

Die Tierrechtler hingegen berufen sich viel lieber auf den Philosophen Tom Regan. Tom Regen baut seine Philosophie auf der von Kant auf, also dem Philosophen, der den dicken Mann nicht von der Brücke wirft. Regan ist ein erklärter Gegner des Utilitarismus, hält ihn gar für eine aggressive Theorie. Während Kant den Wert des Menschen an sich (Würde) aus seiner Befähigung zur Vernunft ableitet, sagt Regan nun, dass es auf diese nicht ankommt. Tiere seien Subjekte des Lebens und besäßen daher genauso einen Wert an sich, wie der Mensch. (Vermutlich dreht sich Kant nun das zweite Mal im Grabe herum.) Aus diesem Grunde müsse man den Tieren auch dieselben Rechte zuerkennen. Auch Regan verwendet hier den Begriff Speziesismus.


Da Regan in Tradition von Kant ebenfalls ablehnt, die Würde gegeneinander aufzurechnen, kommt dabei eine viel extremere Theorie heraus, als bei Singer. Denn nun ist es nicht einmal erlaubt, ein Tier zu töten oder leiden zu lassen, wenn dadurch viele Menschen weniger leiden. Von hier aus ist es dann nur noch ein sehr kurzer Schritt zur Forderung, dass Tiere rechtlich gleichbehandelt werden sollen. Schon hatten die Tierrechtler ihren geistigen Vater.

 

Unterschiede beider Ansätze

Um auch hier noch einmal die unterschiedlichen Ansätze von Singer und Regan zu verdeutlichen ein Beispiel:
Während Singer kein Problem damit hätte, wenn wenige Tiere unter Tierversuchen leiden müssen, damit viele Menschen weniger leiden, würde Regan dies kategorisch ablehnen, da jedes Individuum dieselbe Würde besitzt und diese nicht gegeneinander aufgerechnet werden kann. Das ist der philosophische Ansatz von PETA. Diesen brachte die Mitbegründerin von PETA, Ingrid Newkirk wie folgt auf den Punkt:
„Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge.“

Alles ist im Ergebnis moralisch gleich zu behandeln.

Wie man sieht, müssten sich eigentlich Tierschützer und Tierrechtler philosophisch spinnefeind sein, so unterschiedlich sind sich die Ansätze von Singer und Regan. Der Graben zwischen beiden Ansätzen ist Kilometer tief.
Er ist aber nicht sehr breit, weil es beiden um Rechte für Tiere geht. Daher kann man leicht über ihn springen.
Aus meiner Sicht unterliegen beide Ansätze demselben Fehler. Und damit komme ich auch endlich zu den Argumenten, die gegen diese Ansichten sprechen.

 

Moralische Gleichsetzung von Mensch und Tier nicht begründbar

Die Tierrechtler unterstellen eine moralische Gleichheit zwischen Mensch und Tier. Dabei unterstellen sie dem Tier ein eigenes Interesse oder geben ihm den gleichen Wert an sich. Schon diese Annahme kann man anzweifeln. Viel entscheidender ist für mich aber etwas Anderes. Dazu muss man sich erst einmal fragen, was Moral ist und warum der Mensch so etwas, wie Moral entwickelte.

Um eine moralische Entscheidung zu treffen, muss man zunächst einmal die Wahl zwischen mindestens zwei Handlungsalternativen haben. Man muss sich also aus freien Stücken für die eine moralisch richtige Handlung entscheiden und die moralisch falsche unterlassen können. Der Mensch hat aufgrund seines Verstandes diese Möglichkeit.

Der Löwe in der Savanne hat diese Möglichkeit nicht. Er wird instinktiv hinter dem Springbock herjagen und in reißen. Der Löwe hat keine Wahl, weil er nicht aus Verstand, sondern ausschließlich aus Instinkt handelt. Daher kann man dem Löwen oder besser gesagt Tieren generell, auch keinen moralischen Vorwurf machen. Tiere kennen keine Moral und können auch nicht danach handeln. Die Philosophen sagen dazu, Tiere können nicht Subjekt von moralischen Entscheidungen sein.

Wie man sieht hat der Mensch hier also gegenüber dem Tier eine herausgehobene Stellung. Der Vorwurf der Tierrechtler, dies sei „Speziesismus“ ist also im Ansatz bereits falsch. Schon die Anlehnung an den Begriff „Rassismus“ ist befremdlich, denn Menschen anderer "Rassen" können sehr wohl Subjekt von moralischen Entscheidungen sein und sind es auch. Tiere können hingegen nur Objekt unserer Fürsorge sein. Der Gleichheitsgrundsatz besagt, dass man wesensgleiches gleich und wesensungleiches ungleich behandeln muss. Menschen und Tiere sind wesensungleich, wie oben dargestellt.

Dem treten die Tierrechtler gerne mit einem weiteren befremdlichen Argument entgegen. Sie argumentieren, dass auch Kleinkinder und viele geistig behinderte Menschen keine Vorstellung von Moral haben, dennoch beziehen wir diese in die Moral mit ein. Wenn also kleine Kinder und geistig Behinderte in gleicher Weise in die moralische Betrachtung einbezogen werden, kann für Tiere nichts Anderes gelten. Damit sagen sie also, Mensch und Tier seien doch wesensgleich.

Um dieses Argument der Tierrechtler zu widerlegen, muss man sich klarmachen, warum der Mensch so etwas, wie Moral in der Evolution hervorbrachte. In der Natur gilt nur das Recht des Stärkeren, fressen und gefressen werden.
Der Mensch hat nun in der Evolution für sich erkannt, dass er seine Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich erhöhen kann, wenn er innerhalb der menschlichen Gemeinschaft von dem Recht des Stärkeren abweicht und moralische Grundsätze ausbildet. So schützen wir z.B. Minderheiten, weil wir ja selber auch mal einer Minderheit angehören könnten. Wir beziehen Kleinkinder und geistig behinderte Menschen in die Moral ein, weil wir selber Kinder haben oder wir, bzw. uns nahestehende Personen selber unter Behinderungen leiden könnten.

Es gibt also für den Menschen vernünftige Gründe auch diese Schwachen der Gesellschaft zu schützen. Es besteht für uns hingegen kein rationaler Grund, Tiere wie Menschen in die Moral einzubinden, weil wir es von dem Tier umgekehrt nicht erwarten können. Klarer ausgedrückt: Das Raubtier wird den Veganer nicht verschonen, nur, weil dieser umgekehrt das Tier verschont. Gerade der Schutz für uns und unsere Angehörigen ist aber die Triebkraft, moralische Regeln aufzustellen.

Es gibt aber noch weitere Argumente, die gegen eine Gleichbehandlung von Mensch und Tier sprechen:
Nur wir können unser eigenes Handeln reflektieren. Tiere können dies nicht.

Die meisten Tierarten verfügen nicht einmal über ein Selbstbewusstsein, also ein Verständnis ihrer selbst. Daran angeknüpft, hat auch nur der Mensch ein Verständnis von seiner eigenen Biographie. Er lebt gleichermaßen in Erinnerungen, wie auch in Plänen für die Zukunft. Tiere kennen keine Zukunft und verfolgen über ihre eigene Triebbefriedigung hinaus keine weiteren Ziele. Sie leben ausschließlich im hier und jetzt. Töten wir einen Menschen, nehmen wir ihm damit die Zukunft, einem Tier hingegen nicht, denn es hat keine Vorstellung von seiner Zukunft.

Zudem ist die Einbeziehung empfindungsfähiger Tiere aufgrund ihres Interesses an einem Leben ohne Leid willkürlich. Zum einen ist es schwierig eine Abgrenzung zwischen empfindungsfähigen und nicht empfindungsfähigen Tieren zu treffen. Dies zeigt ja bereits die Diskussion über das Schmerzempfinden bei Fischen.

Zum anderen erscheint dieses Kriterium willkürlich gewählt, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Hier handelt es sich um einen Kreisschluss. Die Tierrechtler unterstellen, dass es auf die Empfindungsfähigkeit ankommt, um danach eben diese Empfindungsfähigkeit als Begründung für die Gleichstellung anzuführen.
Warum soll die Empfindungsfähigkeit aber überhaupt eine Rolle spielen?
Haben nicht auch Fliegen und Mücken ein Interesse zu leben?

Bezieht man auch diese Tiere mit in die Moral ein, gibt es wiederum keinen Grund, dies bei Pflanzen nicht auch zu tun.
Denn alleine vom Überlebensinteresse her gedacht, besteht ein solches Interesse auch für Pflanzen!
Würde man nun aber auch Pflanzen einbeziehen, führte dies die ganze Theorie ins Absurde. Die Tierrechtler verlagern hier die Moral- Grenze zwischen Mensch und Tier willkürlich in die Richtung der Tiere, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Ganz praktisch würde sich auch die Frage stellen, wie Tiere denn ihre „Menschenrechte“ durchsetzen sollen. Letztlich müssen dies doch wieder Menschen für die Tiere übernehmen. Selbst dafür könnten die Tiere aber dem Menschen kein Mandat erteilen.

Dies zeigt wiederum, dass Tiere keine Subjekte im Rechtssinne sein können. Sie bleiben Objekte unserer Fürsorge. Sie sind uns also nicht gleich.

 

Die moralische Gleichsetzung von Tieren ist praxisfremd

Eine völlige moralische Gleichbehandlung von menschlichen und tierischen Interessen ist praxisfremd und entspricht auch nicht dem intuitiven Verhalten der Menschen. Dies wird besonders deutlich, wenn wir uns Menschen in Extremsituationen vorstellen.

Stellen wir uns vor, dass ein Haus brennt. In diesem Haus befinden sich ein Erwachsener, ein Säugling und ein Hund. Niemand wird einen ernsten Zweifel daran haben, dass es hier dem moralischen Empfinden der Allgemeinheit entspricht, als erstes den Säugling, dann den Erwachsenen und zum Schluss den Hund zu retten.

Wäre die Theorie der Tierrechtler, dass Tiere und Menschen in ihrem Interesse zu leben gleichrangig wären, dürfte es keine Rolle spielen, in welcher Reihenfolge man hier die Rettung vornimmt.
Doch der Feuerwehrmann, der hier als erstes den Hund rettet, wird wohl kaum mit Verständnis für diese Handlung rechnen können. Auch der Ansatz, dass Kleinkinder nicht stärker als Tiere berücksichtigt werden dürften, da sie von ihrer Erkenntnisfähigkeit nicht höher einzustufen seien, als Tiere, versagt hier an der Praxis.

Ein gesundes moralisches Empfinden spricht für eine Rettung, des hilflosesten Menschen, also dem Säugling, als erstes. Das Beispiel einer Extremsituation zeigt auch, weshalb die Tierrechtsthesen in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr Anklang finden.

Denn es ist schlicht so, dass wir in unserer abgesicherten Wohlstands- und Überflussgesellschaft kaum noch um unser tägliches Überleben kämpfen müssen. Die Thesen der Tierrechtler, aber auch der Veganismus sind hier schlicht ein Produkt der Überflussgesellschaft.

 

Mitleid als tierethischer Ansatz

Auch wenn es der eigenen Intuition widerspricht, Tieren denselben Wert wie Menschen zuzusprechen, so würde es auch der Intuition widersprechen, ihnen gar keinen eigenen Wert beizumessen. Dies gilt nicht nur für Tiere, sondern ebenso für Pflanzen. Ganz intuitiv behandeln wir Lebensformen anders als Unbelebtes.

So würde keiner daran Anstoß nehmen, völlig grundlos einen Kieselstein zu zerschlagen. Bei einem Lebewesen jedoch schon. Auch wenn man Tiere in ihrem moralischen Wert nicht mit dem Wert eines Menschen auf eine Stufe stellen kann, ist es dennoch richtig und notwendig Tieren zumindest einen gewissen Schutz zukommen zu lassen.

Einen sehr nachvollziehbaren Ansatz bietet hier die so genannte Mitleidsethik von Artur Schopenhauer. Schopenhauers Theorie kommt dem, wie die Allgemeinheit Moral versteht, wohl am nächsten. Schopenhauer verweist darauf, dass der Mensch nicht nur aus Verstand heraus handelt, sondern auch aus Emotionen heraus. Das Leid anderer, also auch von Tieren macht uns betroffen. Diese Betroffenheit drückt sich in Mitleid aus. Dieses Mitleid nimmt auch Einfluss darauf, was wir als moralisch richtig empfinden.

Wie sehr unser Mitleid ausgeprägt ist, hängt stark davon ab, wie nahe wir dem Anderen stehen. Das meiste Mitleid werden wir unseren Angehörigen und engen Freunden entgegenbringen, danach unserem weiteren Bekanntenkreis und zuletzt den übrigen Menschen. Nachrangig ist dann unser Mitleid gegenüber Tieren, dort wieder gestaffelt danach, ob es unsere Haustiere sind und wie sehr wir in der Lage sind, mit dem Tier mitzufühlen. Auch inwieweit ein solches Tier für uns nützlich oder schädlich ist, spielt hier eine Rolle. So wird sich das Mitgefühl für eine Zecke doch sehr in Grenzen halten.

Wie man sieht, ist das Mitleid eine äußerst launische Angelegenheit. Die Moral alleine auf Mitleid zu gründen ist daher problematisch. Mitleid ist zunächst eine rein subjektive Empfindung.
Um dies zu verdeutlichen greife ich noch einmal das Beispiel mit dem dicken, hässlichen Mann auf der Brücke auf, der wahrscheinlich auch noch Veganer und FC Bayern-München Fan ist. Hier könnte nämlich durchaus der eine Mensch zu dem Ergebnis kommen:
„Nee, mit Veganern und FC Bayern Fans habe ich kein Mitleid und schon gar nicht, wenn sie dick und hässlich sind.“

Ein anderer könnte genau zum gegenteiligen Ergebnis kommen, weil er vielleicht selber Veganer oder FC- Bayern-Fan ist. – Aus dem Mitleid lässt sich nur schwer eine für alle Menschen gleich geltende Moralregel ziehen.

Das Mitleid als Grundlage ist einfach zu subjektiv. Moralregeln können sich aus dem Mitleid allerdings dann ergeben, wenn über den Umfang des Mitleids in einer Gesellschaft weitgehende Einigkeit besteht. In Bezug auf Tiere kann man feststellen, dass es von den Naturvölkern bis zur modernen Industriegesellschaft geächtet ist, Tiere grundlos zu quälen oder zu töten. Dies scheint damit also eine konsensfähige Moralregel zu sein.
Auch Tierrechtler greifen die subjektiven Empfindungen auf, wenn sie für gleiche Rechte der Tiere argumentieren. Allerdings sprechen sie dann in der Regel nicht von Mitleid oder Mitfühlen, sondern von Empathie und Einfühlen. Menschen, die nicht vegan leben werden oft als empathielos bezeichnet.

Dabei verkennen sie, dass Empathie etwas anderes als Mitgefühl ist, auch wenn diese Begriffe in der Alltagssprache oft gleich benutzt werden. Die Empathie bezeichnet die Fähigkeit, sich in die Gefühle eines Anderen hineinzuversetzen. Sieht man z.B. wie sich jemand mit einem Messer schneidet, erinnert man sich an das entsprechende Gefühl, als einem dies selber passiert ist. Bei der Empathie wird die Distanz zu dem anderen aufgehoben. Empathie mit Tieren ist eigentlich nicht möglich.

Dass Tierrechtler in Bezug auf Tiere von Empathie sprechen ist letztlich ein Resultat davon, dass sie Tiere mit Menschen gleichsetzen. Der Begriff wird von ihnen, für ihre politischen Ziele missbraucht. Da der Mensch keine Vorstellung davon haben kann, wie ein Tier fühlt, kann er sich in die Gefühle eines Tieres auch nicht einfühlen.

Was der Mensch aber kann mitfühlen. Das Mitgefühl setzt nicht voraus, dass ich die Gefühle des Anderen selber nacherleben kann. Es wahrt eine Distanz. Beim Mitgefühl sehen wir ein Leid und haben das Bedürfnis zu helfen, auch ohne, das Leid selber nachempfinden zu können.

Bei Tierrechtlern und Veganern, aber auch in Teilen bei Tierschützern und Vegetariern verschwimmt die Grenze zwischen Empathie, also Einfühlen und Mitfühlen, da hier die natürliche Distanz zwischen Mensch und Tier geleugnet wird. Menschen können sich aufgrund eigener Erfahrung in andere Menschen einfühlen, in geringem Umfange mag das auch noch bei unseren nächsten tierischen Verwandten, den Primaten gelingen.
Empathie gegenüber anderen Tieren, schon gar bei Fischen, ist aber nur eine Schein-Empathie. Hier werden letztlich die eigenen Empfindungen in die vermeintlichen Empfindungen des Tieres hineininterpretiert.
Das Tier wird vermenschlicht!

Der natürliche Umgang mit dem Tier geht verloren. Es ist völlig natürlich, dass der Mensch als „Allesfresser“ auch Tiere isst und nutzt. Immerhin haben unsere frühen menschlichen Vorfahren schon Tiere gegessen, bevor sie so etwas, wie Moral ausbildeten. Dies gibt Menschen damit auch das Recht, dies weiterhin zu tun. Tierrechtler und Veganer, die diesen Umstand leugnen, haben sich m. E. von der Natur des Menschen entfremdet.

 

Fazit

Im Ergebnis bedeutet dies, dass wir Menschen dem Tier nicht deshalb Rechte einräumen, weil es aus objektiven Gründen ein solches Recht der Tiere gibt, sondern wir räumen es den Tieren aus dem subjektiven Gefühlt von Mitleid ein.
Wir weichen also gegenüber dem Tier selbstlos von dem Recht des Stärkeren ab, indem wir ihm bestimmte Rechte zubilligen. Diese können aber aus vorgenannten Gründen nicht denselben Stellenwert wie die Rechte eines Menschen haben.

Die Tiere werden damit lediglich zum Objekt unserer Fürsorge, nicht zum Träger gleichrangiger Rechte.
Der Gesetzgeber verwirklichte dies im Tierschutzgesetz dadurch, dass er dem Tier ein grundsätzliches Recht auf Leben und Unversehrtheit zubilligt.
Dieses Recht ist aber nicht unantastbar. Vielmehr wird dieses Recht nur insoweit gewährt, als es keinen gesellschaftlich anerkannten Grund gibt, dieses Recht des Tieres aufzugeben.

Dies wird durch die Formulierung im Tierschutzgesetz „ohne vernünftigen Grund“ gewährleistet.
§ 1 Satz 2 TierSchG
„Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“)

Damit wurde der Gesetzgeber sowohl der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier in moralischer Hinsicht gerecht, als auch dem Gedanken der Fürsorge, die wir den Tieren entgegenzubringen haben. Da er nicht vorgibt, was ein vernünftiger Grund ist, lässt er auch Raum für Änderungen des gesellschaftlichen Konsenses.

Randbemerkung:
Damit sich der gesellschaftliche Konsens nicht zulasten der Angler ändert, wäre ein anderes Auftreten der Angelverbände notwendig. Die Verengung der Diskussion über den „vernünftigen Grund“ alleine auf den Nahrungserwerb kann schnell zum Bumerang werden.

Dies sieht man bereits daran, dass Behörden schnell mit einem vollständigen Angelverbot zur Hand sind, wenn die chemische Belastung eines Gewässers den Verzehr der dortigen Fische nicht mehr erlaubt. Stichworte sind hier die Belastungen mit PCB oder PFT.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass sich eine von Jahr zu Jahr wachsende Anzahl Angler einer immer größeren Fischarmut in unseren Gewässern gegenübersieht. Jeden maßigen Fisch zu entnehmen, kann dann keine sinnvolle Lösung sein.

Leider bleibt der DAFV bei seiner Haltung und sieht weiterhin nur in der Verwertung des Fisches einen „vernünftigen Grund“. Dabei erkennt er noch nicht einmal, welch verheerend Wirkungen dies langfristig für das Angeln als Freizeitbeschäftigung haben kann.)

Meine Hochachtung an alle diejenigen, die sich meinen Artikel bis hier her angetan haben. Ich komme jetzt auch zum Schluss – versprochen.
Im Ergebnis sind wir jetzt eigentlich genau bei dem Status in der Tier–Mensch Beziehung angekommen, den ich ganz oben, als den „christlichen Ansatz“ in wenigen Worten beschrieben habe.
Und vielleicht versteht ihr jetzt auch, weshalb ich manchmal den Gedanken der Aufklärung verfluche, Moral auch ohne göttliche Macht herzuleiten.
Den dicken, hässlichen Mann würde ich aber dennoch nicht von der Brücke werfen, selbst dann nicht, wenn er Veganer und FC-Bayern-München-Fan wäre.

 

Zusammenfassung der Argumente gegen die Argumentation der Tierrechtler

Eine rechtliche Gleichstellung von Mensch und Tier, wie sie die Tierrechtler von PETA und anderen Organisationen fordern, setzt voraus, dass Menschen und Tiere in gleicher Weise moralisch zu berücksichtigen sind. Diese Ausgangsthese ist aus folgenden Gründen falsch:

  • Die Grundannahme, Tiere seien dem Menschen moralisch gleichgestellt ist objektiv nicht begründbar.
  • Tiere verfügen über keinen Verstand und können daher selber nicht moralisch handeln.
  • Moralisch handeln zu können ist ein Alleinstellungsmerkmal des Menschen. Damit hebt sich der Mensch von allen anderen Tieren ab. Er ist ihnen eben nicht gleich.
  • Für den Menschen gibt es keinen Grund, Tiere moralisch gleichermaßen zu berücksichtigen, da sie von den Tieren umgekehrt kein moralisches Handeln erwarten können. Denn Aufgabe von Moralregeln ist es aber gerade, dass diese in gleicher Weise schützten und verpflichten.
  • Die Empfindungsfähigkeit der Tiere zur Grundlage für eine rechtliche Gleichstellung zu verwenden, ist willkürlich gewählt. Genauso gut könnte man das Interesse am Leben zur Grundlage machen. Dann dürften wir aber nicht einmal Pflanzen zur Nahrungsgewinnung nutzen.
  • Der Mensch nutzte schon Tiere, bevor er so etwas, wie eine Moral ausbildete. Damit entspricht die Nutzung von Tieren der Natur des Menschen und kann nicht unmoralisch sein.
  • Eine Gleichstellung von Mensch und Tier hält einer praktischen Prüfung in Extremsituationen nicht stand.
  • Praktisch stellt sich die Frage, wie Tiere ihre Rechte denn überhaupt rechtlich geltend machen sollen. 
  • Letztlich ist es alleine unser subjektives Mitgefühl, das uns bewegt, Tieren gewisse Rechte zuzusprechen. Damit kann man Rechte für Tiere aber gerade nicht objektiv herleiten. Allenfalls ein gesellschaftlicher Konsens kann solche Rechte für Tiere begründen. Diese erhalten sie vom Menschen aus selbstlosen Gründen. Selbstlos, weil wir von den Tieren nicht erwarten können, dass sie sich uns gegenüber moralisch Verhalten.
  • Bei Tierrechtlern verschwimmt die natürliche Distanz zwischen Mensch und Tier, so dass es zu einer Vermenschlichung der Tiere kommt. Dies veranlasst sie zu der irrigen Annahme, sie könnten sich in die Empfindungen eines Tieres einfühlen (Empathie). Hier zeigt sich deren Entfremdung von der Natur des Menschen.

 

 netzwerkerkrederklein2

Kolja Kreder
Rechtsanwalt
Mühlenberg 14
53913 Swisttal
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, teile ihn mit Deinen Freunden:

Kommentare  

Kompliment, habe den ganzen Artikel gelesen und auch zur Kenntniss genommen.
Aber warum so sarkastisch gegen die armen Bayern-München-Fan und dem dicken vollgefressenen, hässlichen Veganer.
Kann ein Veganer durch seine Essgewohnheit überhaupt dick werden? ( Bin weder Veganer noch Vegetarier)
Bin auch kein Bayern-München-Fan, von denen gibt es sicher auch tolle
Kameraden und Angler.
Ansonst nochmals Bravo zu ihrem Artikel.


Den dicken, hässlichen Mann würde ich aber dennoch nicht von der Brücke werfen, selbst dann nicht, wenn er Veganer und FC-Bayern-München-Fan wäre.
Antworten
Die Atribute zum Mann auf der Brücke sollten nur die subjektive Seite des Mitleids verdeutlichen. Man hätte auch andere Atribute wählen können, die zu unterschiedlichen Mitleids-Regungen führen würden.
Antworten
Von der ersten bis zur letzten Zeile ein Super Beitrag
Antworten
Hallo Kolja,

DANKE! Das ist einfach sowas von Klasse...!

Ich ziehe meinen virtuellen Hut vor Dir!

VG und Petri
Ralf
Antworten
Danke Kolja, für die erschöpfenden Ausführungen.

Liegt bei den Attributen des dicken Mannes ggf. etwas persönliches im Ausdruck? ;-)

Dank und Gruß

Ralf
Antworten
Da ist er wieder-der gesunde Menschenverstand!
Eigentlich weiss das ja Jeder, aber viele wollen halt "modern" sein.
Danke für die Zusammenfassung!
Gruß Ronni
Antworten
Sehr guter Artikel, ich habe alles gelesen und fand ihn sehr interessant. Danke für die Mühen!
Grüße Martin
Antworten
Hallo Kolja,

Danke für diesen sehr interessanten und auch amüsanten Artikel!

Zu dem konstruierten Beispiel mit den 5 Smombies und dem veganen FCB Fan habe ich aber noch 2 Anmerkungen, die das moralische Dilemma auf eine andere Ebene heben können:
1.) Was ist mit der Möglichkeit selbst auf die Brüstung zu springen und an dem FCB Fan vorbei auf das Stellwerk zu klatschen?
2.) Egal, ob ich mich oder den FCB Fan auf das Stellwerk "werfe", was ist mit dem Zug voller Leute, der mit voller Geschwindigkeit über eine Weiche fährt und eine ruckartige Richtungsänderung vornimmt, wo er doch geradeaus fahren sollte?

Im Endeffekt würde ich doch mein Smartphone zücken, die Rettungskräfte alarmieren und ansonsten Darwin sein Werk tun lassen ;-)

Liebe Grüße,
Marc
Antworten
1) Ich habe darauf verzichtet, in dem Beispiel noch darauf hinzuweisen, dass man selber zu leicht ist, um den Umstellhebel durch sein Gewicht umzulegen. Es sollte nur die zwei Alternativen geben: 5 junge Leute oder der dicke Mann.

2) Bei den Top Weichen der DB kein Problem. ;)
Antworten
Ich finde das Beispiel auf Grund des Spezikums der geschilderten Situation und der juristisch eindeutigen Lage nicht gut. Es gibt hier mMn kein Dilemma -sondern nur Handeln im Sinne Kants, d.h. kein Eingriff in den Bahnverkehr mit möglicherweise unvorhersehbaren Folgen (ZUgentgleisung). Einzige Möglichkeit wäre der Versuch einer Warnung der Jugendlichen oder des Lokführers.
Ebenso ist mMn Tierrechtlern unbedingt entgegen zu treten, wenn diese gesellschaftliche Grundsätze in Frage stellen oder die unnötige Tötung von Tieren - speziell in der C&R Frage - fordern,
Antworten

Kommentar schreiben

Details zu im Rahmen der Kommentarfunktion gespeicherten Daten finden Sie unter Datenschutz